Angry-Birds-Fans, die auf eine clevere Variation der Physik-Komödie des Spiels hoffen, werden das Kino enttäuscht verlassen. Der Animationsfilm von 2016 behandelt seine Figuren wie sprechende Requisiten statt wie vollwertig ausgearbeitete Tiere, und das Ergebnis ist ein vergesslicher, gelegentlich amüsanter, aber selten fesselnder Familienfilm.
Trailer über Sony Pictures Entertainment.
Das Ausgangsszenario
Die Handlung dreht sich um Red, einen frustrierten Vogel, der sich vom sozialen Kreis der Insel ausgeschlossen fühlt. Als ein mysteriöses grünes Schwein mit einem Plan eintrifft, die Eier der Insel zu stehlen, tut sich Red mit Chuck und Bomb zusammen, um ihn aufzuhalten. Das Ausgangsszenario ist einfach, und daran ändert sich meist wenig.
Die Sprecherriege
Die Besetzung bringt Energie in flaches Material. Josh Gad spricht Red mit einer Mischung aus Frustration und Verzweiflung, die einige Szenen trägt, während Danny DeVitos grantige Bösewichtigkeit einen Hauch von Bedrohung hinzufügt. Die Nebenstimmen bekommen wenig Raum, um zu glänzen.
Wo es funktioniert
Die besten Momente des Films entstehen aus der physischen Komik, die um die typischen Fähigkeiten der Vögel herum aufgebaut ist. Eine Szene, in der Reds Wut eine Kettenreaktion der Zerstörung auslöst, sorgt für echtes Lachen. Das sind die seltenen Passagen, in denen der Film eine Verbindung herstellt.
Wo es zu kurz greift
Die Dialoge sind dünn, und die Witze beruhen oft darauf, die Prämisse zu wiederholen, statt auf ihr aufzubauen. Figuren sagen wiederholt Dinge wie „Ich bin ein Vogel“ und „Ich kann nicht fliegen“, als bräuchte das Publikum ständig die Erinnerung, um welche Art von Kreaturen es sich handelt. Der Film findet nie so recht heraus, warum wir uns um genau diese Vögel kümmern sollten, jenseits ihrer Fähigkeit, abgeschossen zu werden.
Der Vergleich der beiden
| Element | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Körperkomik | Effektiv | Selten |
| Dialog | Dünn | Repetitiv |
| Handlung | Einfach | Flach |
Das Urteil
The Angry Birds Movie ist kein Fehlschlag, aber auch kein herausragender Film. Es ist ein solider, gelegentlich lustiger Animationsfilm, der mit seiner eigenen Prämisse nicht viel anfängt. Fans des Spiels mögen eine kurze Nostalgie-Reise genießen, aber das allgemeine Publikum wird während des Mittelteils wahrscheinlich auf die Uhr schauen.
„Ich bin ein Vogel.“
Dieser Satz fasst das Problem des Films zusammen: Er weiß, was er ist, aber er weiß nicht, was er mit diesem Wissen anfangen soll.
Die Wertung
The Angry Birds Movie erhält 4,3 von 10 Punkten.
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