Bitget-CEO Gracy Chen sagt, die Börse sei „allmählich wieder im normalen Betrieb“ nachdem ein Sicherheitsverstoß Nutzern 388 Millionen Dollar gekostet hatte. In einem X-Post vom Mittwoch gab Chen bekannt, dass Abhebungen für alle Token am Freitag wieder aufgenommen werden, und die Börse habe bereits den Zugriff auf Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und USDt (USDT) wiederhergestellt.
Chen sagte außerdem, dass der Protection Fund des Unternehmens auf 309 Millionen Dollar angewachsen sei, im Rahmen der Bemühungen zur Schadensbegrenzung. Der Fonds wurde im Januar 2022 mit 5.500 BTC eingerichtet.
Chen’s Erklärung
Chen sagte, der Protection Fund sei „für Momente wie diesen“ geschaffen worden und habe die finanziellen Auswirkungen des Vorfalls abgefangen. Sie teilte Cointelegraph diese Woche mit, dass Bitget bestimmte Parteien, die möglicherweise für den Angriff verantwortlich sein könnten, noch nicht vom Tisch habe.
Zu den Verdächtigen gehören:
- Die Möglichkeit eines Inside Jobs
- Nordkoreanische Hacker
Das Unternehmen startete daraufhin ein Bounty-Programm und bietet 5 % der eingefrorenen Gelder sowie 5 % für wiedergefundenes Geld an.
Der Zweck des Fonds
Der Protection Fund wurde zunächst mit 5.500 BTC eingerichtet. Er sollte Nutzern potenzielle Verluste erstatten, die „nicht auf eigenes Fehlverhalten des Nutzers oder der Plattform selbst“ zurückzuführen seien, einschließlich einiger Sicherheitsverstöße.
Gelder standen „für den sofortigen Einsatz bereit, wann immer es erforderlich ist“.
Was mit den Geldern geschah
Blockchain-Ermittler ZachXBT berichtete am Mittwoch, dass Wallets, die mit dem Bitget-Hack in Verbindung stehen, etwa 3,8 Millionen US-Dollar in Zcash (ZEC) in den Ironwood-Pool des Netzwerks übertrugen. Diese Transaktionen entsprachen etwa 14 % der 18.917 ZEC, die bei dem Angriff gestohlen wurden.
Die gestohlenen Gelder tauchten im Ironwood-Pool auf.
Der Umfang des Hacks
Der Verlust von 388 Millionen US-Dollar ist nach jeder Messlatte erheblich. Die gestohlenen 18.917 ZEC umfassen die 3,8 Millionen US-Dollar, die in Ironwood überwiesen wurden.
Was noch unbekannt ist
Chen hat das Buch über die Identität der Angreifer noch nicht geschlossen. Das Unternehmen prüft weiterhin die Möglichkeit eines Vorfalls von innen und schließt Hacker aus Nordkorea nicht aus.
Das Bounty-Programm bietet einen finanziellen Anreiz für jeden, der Informationen hat.
Das Urteil über den Fonds
Der Schutzfonds wurde 2022 eingerichtet. Die Existenz des Fonds ist keine glänzende Aussicht – ein Verlust von 388 Millionen US-Dollar ist dennoch ein Verlust. Aber die Tatsache, dass das Unternehmen einen Plan hatte, zeigt, wie ernst es die Risiken nahm.
Die Frage ist jetzt, ob der Fonds den vollen Betrag decken wird. Bitget hat noch nicht gesagt, ob der Saldo von 309 Millionen US-Dollar ausreicht, um alle betroffenen Nutzer zu entschädigen.
Was als Nächstes zu beobachten ist
- Ob das Bounty-Programm zu Ergebnissen führt, die die Angreifer identifizieren
- Ob der Fonds ausreichend Kapital besitzt, um alle Nutzerverluste zu decken
- Wie Bitget mit den verbleibenden eingefrorenen Geldern umgeht, einschließlich der in den Ironwood-Pool verschobenen ZEC
Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass es schrittweise zur normalen Betriebsweise zurückkehren wird. Ob dies der Fall sein wird, hängt davon ab, was die Ermittler finden und wie der Fonds abschneidet.
Für Nutzer bedeutet dies kurzfristig, dass die Börse in Richtung normaler Abläufe übergeht. Ob der Fonds alle Verluste deckt, bleibt jedoch eine offene Frage.
Quelle: „Bitget ‚schrittweise zur normalen Betriebsweise zurück‘, da Schutzfonds 309 Millionen Dollar erreicht“, Cointelegraph.
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