Call of Duty: Finest Hour versetzt die Spieler mitten in die Ostfront des Zweiten Weltkriegs, ein Setting, das die Reihe zuvor noch nicht berührt hatte. Das Spiel fordert die Spieler auf, den deutschen Einmarsch in die Sowjetunion zu durchleben, und das mit einer Mischung aus Schießereien, Stealth und Fahrzeugkämpfen, die sich von den Spielen der Konkurrenz abhebt.
Das Setting
Finest Hour wirft die Spieler in einen Krieg, der in Western-Shootern oft ignoriert wird. Die Kampagne folgt einer Gruppe von Soldaten, die über gefrorene Felder und zerstörte Städte gedrängt werden, und die Missionen drehen sich darum, Positionen zu halten, Gefangene zu retten und feindliche Linien zu durchbrechen.
Das Leveldesign belohnt Geduld. Spieler können schnell vorgehen, aber das Ausnutzen von Deckung und langsames Vorgehen lohnt sich häufiger als das stürmische Vorpreschen mit Waffen.
Waffen und Ausrüstung
Die Waffenbibliothek ist stark. Gewehre, Maschinengewehre und Sprengstoffe fühlen sich in der Hand alle unterschiedlich an, und das Upgrade-System des Spiels ermöglicht es den Spielern, ihre Ausrüstung im Laufe des Fortschritts zu verbessern.
Hier ein kurzer Blick auf das, was heraussticht:
- Eine breite Auswahl an sowjetischen und deutschen Waffen
- Ein System zur Aufrüstung von Waffen im Laufe der Zeit
- Nebenwaffen und Granaten, die in Nahkämpfen eine Rolle spielen
- Fahrzeugkämpfe, die Panzer, Lastwagen und Infanterie miteinander verbinden
Stealth und Deckung
Schleicheinlagen unterbrechen das Schießen. Spieler können an Patrouillen vorbeischleichen, Fallen stellen und Verstärkung anfordern, was dem Spiel einen Rhythmus verleiht, den andere WWII-Shooter selten versuchen.
Das Cover-System funktioniert ebenfalls gut. Spieler können sich hinter Wänden, Türen und Möbeln verstecken, ohne sich eingeengt zu fühlen, und die Gegner des Spiels reagieren auf Geräusche und Sichtweise auf eine Weise, die die Spieler wach hält.
Mehrspielermodus
Die Mehrspieler-Modi übernehmen bekannte Formate von früheren Call of Duty-Spielen, aber das Ostfront-Setting verleiht ihnen eine frische Wendung. Karten, die aus den Standorten der Kampagne entnommen sind, bieten enge Straßen, zerstörte Gebäude und offene Felder, die jeweils für einen anderen Spielstil geeignet sind.
Präsentation
Das Spiel sieht für seine Zeit solide aus. Charaktermodelle halten gut stand, und die Wettereinflüsse, insbesondere Schnee und Nebel, verleihen dem Schlachtfeld eine besondere Atmosphäre. Das Sounddesign vermittelt das Chaos der Schlacht, von weiter entferntem Artillerfeuer bis zum Knallgewehrfeuer.
Länge und Tempo
Die Kampagne ist lang, was einige Spieler als anspruchsvoll empfinden werden. Missionen neigen dazu, die gleichen Strukturen zu wiederholen, und Nebenaufgaben können Level verlängern, ohne viel neuen Inhalt hinzuzufügen.
Finest Hour stützt sich zudem stark auf inszenierte Ereignisse, wobei Fahrzeuge und Feindwellen zeitgesteuert sind, um die Spieler zu Reaktionen zu zwingen, anstatt sie zu planen.
Endergebnis
Call of Duty: Finest Hour gelingt es, weil es gewagt, außerhalb des üblichen WWII-Shooter-Sandkasten zu sitzen. Sein Ostfront-Setting, der Fokus auf Stealth und der Fahrzeugkampf machen es von den anderen Teilen der Reihe abheben. Die Präsentation überzeugt, und die Mehrspieler-Modi bieten einen guten Grund, nach dem Ende der Kampagne zurückzukehren.
Es ist nicht perfekt. Die Länge zieht in manchen Stellen, und einige Missionen wirken dünn trotz des starken Konzepts. Dennoch verdient Finest Hour als eigenständiger Eintrag in der Call of Duty-Reihe seinen Platz.
Wertung: 8,2 von 10 (
Harte Zahlen (
- Plattformen: Xbox, Nintendo GameCube, PlayStation 2 (
- Spielumgebung: Die Ostfront des Zweiten Weltkriegs (
- Fokus: Sowjetische Truppen gegenüber der deutschen Invasion (
- Kritische Wertung: 8,2/10 (
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