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‚Der Diktator‘: Sacha Baron Cohens Satire ist ein oberflächliches Spektakel, kein Statement.

Ein Diktator, eine Perücke und ein grober Witz – diese Satire über die Torheit eines Tyrannen scheitert daran, ihre eigene Absurdität zu durchdringen.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A bald man dons a grand wig and a smug grin amid a scene of wild disorder.

„Der Diktator“ will zu einer Satire über einen brutalen afrikanischen Führer werden, der Frauen liebt und Juden hasst. Es endet meistens damit, dass Sacha Baron Cohen eine Perücke trägt und „Allah Akbar“ schreit. Das ist der ganze Witz.

Cohen spielt General Aladeen, den Diktator von Wadiya, einer fiktiven Öl-reichen Nation. Er ist ein grober, sexuell aggressiver Mann, der gebrochenes Englisch spricht und Witze über seinen Penis macht. Sein Cousin und Berater, Admiral General Tammanahzi (gespielt von John C. Reilly), hilft ihm bei der Flucht, als Rebellen unter der Führung von Aladeens Schwester, Prinzessin Tazima (Anna Faris), gegen ihn aufbegehren. Der Film folgt Aladeens Versuch, das Land getarnt als ein obdachloser Amerikaner namens Alan zu verlassen.

Trailer, via RepublicOfWadiya.

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Aladeens Witze und Grenzen

Aladeen soll lustig sein, weil er ein cartoonhafter Despot ist. Er missbraucht Frauen, foltert Gefangene und tötet Menschen ohne Reue. Der Film bittet uns, uns über ihn lustig zu machen, während er uns gleichzeitig sagt, dass er böse ist. Diese Spannung wird nie aufgelöst.

Der Film stützt sich auch stark auf körperliche Komödie und derbe Humor. Aladeen isst lebende Tiere, scheidet vor Publikum aus und macht sexuell anzügliche Witze. Einige dieser Momente zünden. Die meisten tun es nicht.

Die Satire ist dünn. Aladeens Regime ist grausam, aber der Film verbringt mehr Zeit mit seinen persönlichen Gewohnheiten als mit seinen politischen Verbrechen. Es gibt keine echte Untersuchung der Korruption oder Gewalt, die er repräsentiert. Stattdessen erhalten wir eine Reihe von Sketchen, in denen Aladeen sich wie ein Kind verhält, das einen Wutanfall hat.

Die Nebenfiguren

Reilly und Faris leisten solide Arbeit. Reilly spielt den loyalen Berater, der Aladeen trotz seiner Fehler liebt. Faris spielt die Prinzessin, die versucht, ihr Volk zu retten. Ihre Szenen zusammen sind die menschlichsten Momente im Film.

Der Film enthält auch Auftritte von Megan Fox, Jessica Beebe und einen kurzen Auftritt von Rihanna. Keiner von ihnen bekommt viel mehr zu tun, als attraktiv auszusehen und auf Aladeens Possen zu reagieren.

Ein Film, der sein Ziel verfehlt

„The Dictator“ ist kein Misserfolg. Es gibt einige witzige Momente, und es gibt Augenblicke, in denen Cohens Einsatz für die Figur beeindruckend ist. Aber es ist eine oberflächliche Satire, die auf Schockeffekten anstatt auf Witz basiert. Der Film übersteigt seine Prämisse nie und verdient auch nie den Empörungseffekt, den er zu provozieren scheint.

Es ist ein Film über einen Mann, der ein Monster ist, verkleidet als Komödie. Er behandelt Grausamkeit wie einen Witz. Das ist eine gefährliche Wahl, und eine, die der Film nie wirklich anerkennt.

Wesentliche Fakten – Titel: The Dictator – Regie: Ben Stiller – Hauptdarsteller: Sacha Baron Cohen – Laufzeit: 109 Minuten – Kritische Bewertung: 5,8/10

Bemerkenswerte Leistungen – John C. Reilly als Admiral General Tammanahzi – Anna Faris als Prinzessin Tazima – Megan Fox, Jessica Beebe, Rihanna

Was funktioniert – Die Chemie zwischen Reilly und Faris – Cohens physisches Engagement für die Rolle

Was nicht funktioniert – Dünne Satire – Übermäßige Abhängigkeit von Schockeffekten – Derbe Witze, die ermüdend werden

„The Dictator“ ist ein Film, der mehr am Spektakel als an der Substanz interessiert ist. Es ist stellenweise lustig, aber es ist ein Film, der vergisst, warum Satire überhaupt existiert. Es ist eine verpasste Chance, verpackt in einer Perücke und einem falschen Akzent.

5,8 von 10.

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