Kevin Kane kehrte mit dem Ziel zurück, eine der schwächsten Verteidigungen des Landes zu verbessern. Nach drei Spielen ist die Wiedervereinigung jedoch holprig verlaufen.
Die Boilermakers haben die meisten Punkte pro Spiel und die drittmeisten Yards pro Spiel aller Power-4-Mannschaften zugelassen, und diese Leistung hat bereits das Unbehagen der Fans hervorgerufen. Sie umfasst 19 aufeinanderfolgende Conference-Spiele und 25 Spiele gegen Power-4-Schulen und Unabhängige. Nun stehen sie vor einer noch härteren Prüfung: Die hochrangige Nr. 3 Notre Dame gastiert am Samstag im Ross-Ade-Stadion.
Der Trainer verschweigt nicht das Ausmaß der Probleme. „Ich glaube nicht, dass jemand auf dieser Seite des Balls derzeit sagen würde: ‚Ja, wir sind da, wo wir sein wollen oder wo wir sein sollten'“, sagte Odom. „Wir haben viel zu tun, und das gilt von mir bis zu jedem, der mit der Verteidigung zu tun hat. Die Spieler tragen auch diese Verantwortung. Sie verstehen, dass unsere Leistung in keiner Weise der ist, wo wir sein müssen.“
Die Zahlen hinter dem Rekord
Die Zahlen erzählen die Geschichte. Purdues einziger Sieg in seinen letzten 27 Spielen gegen FBS-Teams war gegen Ball State im Saisonauftakt 2025. Diese Phase umfasst 19 aufeinanderfolgende Conference-Spiele und 25 Spiele gegen Power-4-Schulen und Unabhängige.
In zwei der drei Niederlagen wurden Schwächen in der Verteidigung deutlich. Purdue gab eine Führung in der Verlängerung gegen Wake Forest ab, bei einer Niederlage in UCLA 52 Punkte und 645 Yards einstehend. Die zweite Niederlage folgte zwei Monate später, als Purdue mit 66:0 gegen Indiana verlor.
Vor zwei Jahren, als Notre Dame Purdue seine schlimmste Niederlage in der Schulgeschichte bescherte, war Kane für die Verteidigung verantwortlich. Das Spiel endete mit 66:7 für die Fighting Irish.
Die Notre-Dame-Bedrohung
Notre Dame (3-0) versucht, September zum ersten Mal seit 2021 mit einer perfekten Bilanz abzuschließen. Ihre Offensive erzielt 40,0 Punkte pro Spiel, sogar mehr als Purdue zugelassen hat (36,3).
Die Offensive der Irish läuft unter der Leitung von CJ Carr reibungslos, und die Zahlen auf dem Papier deuten darauf hin, dass das Spiel einseitig sein wird.
Der irische Trainer Marcus Freeman sieht das anders. „Ich glaube, sie sind ein aufsteigendes Team“, sagte er. „Ich glaube, sie haben sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbessert. Ihre Offensive ist wirklich gut. Sie stellt einige Herausforderungen dar, die wir dieses Jahr noch nicht gesehen haben, besonders mit dem Quarterback und der Art und Weise, wie er den Ball schützt und gute Entscheidungen trifft.“
Freeman schließt die Probleme auf der anderen Seite des Balles nicht aus. Allerdings ist es egal, ob die Purdue-Defense Antworten findet oder nicht.
„Ich werde einfach weitermachen und irgendwann wird diese Mauer fallen“, sagte Odom. „Ich schulde es diesem Team, diesen Spielern, mein ganzes Herzblut zu investieren, um das zu erreichen, und es spielt keine Rolle, wie nah wir dran sind. Wir müssen einfach weiterkämpfen.“
Brownes Verbesserung
Carr und Ryan Browne werden sich auf dem Feld treffen, beide im zweiten Jahr in Folge als Starter an derselben Schule. Das Duell bringt zwei Quarterbacks gegeneinander, wobei Brownes Fortschritt trotz der Fakten auf dem Papier weitgehend unbemerkt geblieben ist.
Er vervollständigt 73,3 % seiner Würfe, liegt damit national auf dem fünften Platz mit 1.024 Passing Yards und hat sieben TDs und nur einen abgefangenen Ball. „Ich glaube, das Quarterback-Spiel war in den letzten drei Wochen hervorragend“, sagte Odom. „Ryan hat den Ball zugespielt. Er hatte hauptsächlich Zeit dazu.“
Das Quarterback-Spiel ist nach Odoms Einschätzung der einzige Lichtblick für ein Team, das dringend einen benötigt.
Die Rivalitätenhistorie
Die Fighting Irish stehen diese Woche in einem weiteren Rivalitätspoker, nachdem sie am vergangenen Wochenende einen absolviert haben. Die Anforderungen der ACC haben es schwieriger gemacht, traditionelle Rivalitäten im Kalender von Notre Dame zu bewahren, obwohl Freeman ein starker Verfechter der Aufrechterhaltung dieser Spiele ist.
Odom würde gerne, dass dieses Spiel ebenfalls im Programm bleibt. „Ich weiß, dass sich beide Fangemeinden auf dieses Spiel freuen“, sagte Odom. „Ich schaue immer darauf, was für Purdue am besten ist, und wir müssen diese Entscheidungen administrativ treffen, basierend darauf, was wir für den Aufbau des Programms halten. Wenn Notre Dame dazu gehört, sollte der Spielplan so gestaltet sein.“
Dies ist kein neues Duell zwischen diesen beiden Teams. Purdues letztes Spiel gegen Indiana verlief nicht gut. Das letzte Spiel der regulären Saison war sogar noch schlimmer für sie. Beide Trainer hoffen, dass dieses Mal das Ergebnis mehr Gewicht hat.
James übernimmt die Rolle des Rushers
Nolan James begann diese Saison mit wenig Erfahrung. Vor Beginn der Saison hatte er nur 14 Laufversuche für 37 Yards. Inzwischen hat er die Rolle des wichtigsten Ballträgers von Notre Dame übernommen.
Gegen Michigan State lief er für 121 Yards und einen Touchdown bei 26 Versuchen und half seinem Team zum Sieg. In seinen ersten drei Spielen führt er das Team sowohl bei den Laufversuchen (39) als auch bei den Laufyards (169) an und teilt sich mit drei Lauf-Touchdowns die Teamführung.
„Er rennt hart“, sagte Freeman. „Er bricht Tackles. Er spielt mit einer Geschwindigkeit, Mann, als ob er es sieht und sich darauf konzentriert.“
In dieser Saison haben die Irish eine Facette wiederentdeckt, die es für Gegner schwierig war, zu stoppen. Die Purdue-Verteidigung steht vor der Aufgabe, sie einzudämmen.
Das Muster bisher
Bisher war die Formel für den Erfolg klar: Wann immer die Verteidigung ihre Leistung abgerufen hat, ist das Team nicht besiegt worden. Jeder Verlust resultierte daraus, dass die Verteidigung nicht diesem Standard entsprach. Hier eine Übersicht der Gegner, denen Purdue bisher gegenüberstand:
- Wake Forest – Niederlage, 52 Punkte zugelassen
- UCLA – Niederlage, 645 Yards zugelassen
- Indiana – Niederlage, 66:0
| Spiel | Ergebnis | Gegnerpunktzahl |
|---|---|---|
| Wake Forest | Niederlage | 52 |
| UCLA | Niederlage | 645 Yards |
| Indiana | Niederlage | 66-0 |
Die Zahlen verdeutlichen, wie groß der Unterschied zwischen den beiden Spielen ist. Die Verteidigung erlaubte gegen UCLA 645 Yards. Gegen Indiana erlaubte sie 66-0. Genau dieser Kontrast beschäftigt Odom.
Die Mauer wird fallen
Odums abschließende Aussage ist ein Versprechen, keine Vorhersage. „Ich werde einfach weiter dafür kämpfen und irgendwann wird diese Mauer fallen“, sagte er. „Ich schulde es diesem Team, diesen Spielern, alles in meine Seele zu stecken, um das zu erreichen, und es spielt keine Rolle, wie nah wir dran sind. Wir müssen einfach weiterkämpfen.“
Das nächste Spiel geht gegen eine Mannschaft aus Notre Dame, die 3:0 Punkte erzielt und dabei Purdues defensive Leistung übertrifft. Der Spielplan ist unerbittlich.
Die Mauer ist noch nicht gefallen. Die Bewegung hält an.
Quelle: „Purdues angeschlagene Defensive steht vor einer großen Herausforderung gegen das punkteträchtige Offensivspiel von No. 3 Notre Dame“, Yahoo Sports.
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