Netflixs „The OA“ war eine Serie, die nie Kompromisse eingehen wollte. Über zwei Staffeln erzählte sie die Geschichte einer Frau, die nach sieben Jahren des Verschwindens auf mysteriöse Weise ihre Sehkraft wiedererlangt, fünf Einheimische für eine geheime Mission rekrutiert und die Möglichkeit des Reisens zwischen Dimensionen nahelegt. Es war eine Serie über Befreiung, Angst und den Mut, an etwas zu glauben, das über das Verständnis hinausgeht. Und es hat nie einmal für seine Originalität die Entschuldigung gesucht.
Die frühe Ambition der Serie
„The OA“ wurde 2016 als 16-teilige Science-Fiction-Mystery-Serie von Netflix unter der Leitung von Brit Marling und Zal Batmanglij ausgestrahlt. Es war von Anfang an von Ehrgeiz getrieben und hat nie versucht, seine Ideen leichter verdaulich zu machen. Die primäre Darstellung von Magie in der Serie ist eine Tanzform namens OA, die fünf Bewegungen umfasst. Auf dem Papier klingt das absurd. In der Umsetzung hat es eine ätherische Qualität, die Zuschauer dazu veranlasst, den Tanz selbst nachzuahmen.
Das war der Markenzeichenzug der Serie: Aufrichtigkeit vor verschlagenem Humor. Selbst bei den bizarrsten Handlungswendungen forderte „The OA“ absolute Ernsthaftigkeit von seinen Charakteren und Zuschauern. Es war eine Serie, die bereit war, das Lächerliche zu riskieren, um ihre Punkte über Angst, Trauma und Befreiung zu vermitteln.
Eine Meta-Wendung am Ende
Die Serie weigerte sich, ihre Vorstellungskraft auch am Ende zu opfern. Gegen Ende der zweiten Staffel führte „The OA“ eine noch nie gesehene Meta-Geschichte ein, in der sie sich selbst als eine fiktive Geschichte innerhalb ihres eigenen Universums neu interpretierte. Es war ein mutiger Schritt für eine Serie, die bereits in den Surrealismus abglitt, und deutete an, dass die Schöpfer noch mehr im Ärmel hatten. Tatsächlich war dies der Fall.
Brit Marling und Zal Batmanglij hatten einen Fünf-Staffel-Bogen für die Serie geplant. Nach zwei Staffeln hatte die Science-Fiction-Serie von Netflix noch viele weitere Geschichten zu erzählen und Ideen zu erkunden. Doch sie wurde lange vor der Realisierung ihrer vollen Vision abgebrochen. Die Serie wurde zum Opfer von vorschnellen Absetzungen, wie so viele gefeierte Netflix-Science-Fiction-Serien zuvor.
Eine Weigerung, zu komprimieren
Nachdem Netflix The OA nach zwei Staffeln abgesetzt hatte, erhielten die Macher die Möglichkeit, die Geschichte mit einem Fernsehfilm abzuschließen. Sie entschieden sich stattdessen, ihre kreative Integrität zu bewahren. Zal Batmanglij und Brit Marling beschlossen, den langfristigen Plan der Serie zu erhalten, anstatt ihn in einen einzigen Film zu pressen. Diese Entscheidung ist seitdem Teil der Fangemeinde der Serie geworden.
Die Weigerung der Serie, ihre kreative Vision zu opfern, ist zu einem Teil ihrer Identität geworden. Viele Fans diskutieren unaufhörlich über die Handlung und hoffen sogar auf eine Rückkehr in naher Zukunft. Die Serie hat eine Fangemeinde behalten, und ihre Bewunderer haben vor dem Hauptsitz von Netflix demonstriert und die fünf Bewegungen des OA-Tanzes bei der Absetzung der Serie aufgeführt.
Warum The OA noch wichtig ist
The OA hat keine Angst, wild fantasievoll zu sein. Das ist ihre Kernstärke, und es ist der Grund, warum die Serie unter den Science-Fiction-Serien heraussticht, die mit alternativen Universen, Nahtoderfahrungen und dem Leben nach dem Tod experimentieren. Die Darstellung dieser Konzepte durch The OA nähert sich ihnen mit unglaublicher Ambition und setzt sie auf eine Weise um, die sowohl realistisch als auch nachvollziehbar wirkt.
Die Science-Fiction-Elemente der Serie sind oft von Spiritualität und Philosophie durchzogen. Die Geschichte wechselt zwischen Elementen eines Neo-Noir-Krimi-Thrillers, die an David Lynch erinnern, und verschlungenen Science-Fiction-Elementen, die an Netflix-Serien wie Dark und Sense8 erinnern. Es ist eine Serie, die sich nie wirklich auf ein einziges Genre festlegt, und diese Weigerung, in einer Spur zu bleiben, ist Teil dessen, was sie so einprägsam gemacht hat.
Das Erbe einer Fangemeinde
Die Absetzung der Serie war ein Schock für ihre Schöpfer und ihre Fans. Sie ließ eine unvollendete Geschichte und einen potenziellen fünf-Staffel-Handlungsbogen unvollendet zurück. Aber die Bewunderer der Serie haben nicht aufgegeben. Viele Fans diskutieren unaufhörlich über die Handlung und hoffen sogar auf eine Rückkehr in naher Zukunft.
Wenn The OA zurückkehren würde, würde sie ein seltenes Schicksal erreichen, das nur wenigen Serien in der Vergangenheit widerfahren ist. Ihre Fortsetzung könnte dem Science-Fiction-Genre insgesamt zugute kommen, indem sie ihre seltsamere Identität annimmt, ohne ihre kreative Vision zu opfern. Das ist ein starkes Argument für die Ambition der Serie, und es ist eines, das die Bewunderer der Serie seit Jahren vorbringen.
Die Zahlen von The OA
- Netzwerk: Netflix
- Schöpfer: Brit Marling und Zal Batmanglij
- Premiere: 2016
- Staffeln: 2
- Episoden: Insgesamt 16
- Cameo: Die fünfteilige Tanzform der Serie
- Geplante Handlung: 5 Staffeln
Wie „The OA“ im Vergleich zu anderen Sci-Fi-Serien bewertet wurde
| Serie | Netzwerk | Schöpfer | Entscheidender Twist |
|---|---|---|---|
| The OA | Netflix | Brit Marling und Zal Batmanglij | Reflektiert sich selbst als fiktive Geschichte innerhalb ihres eigenen Universums |
| Dark | Netflix | Baran bo Odar und Jantje Friese | Zeitraffer und Familiengeheimnisse |
| Sense8 | Netflix | The Wachowskis | Acht Fremde, die durch einen gemeinsamen Geist verbunden sind |
Der Ansatz von The OA in Bezug auf seine eigene Identität war einzigartig unter seinen Zeitgenossen. Es war nicht zufrieden damit, ein Mystery-Thriller oder eine Neo-Noir-Detektivgeschichte zu sein. Es wollte beides sein, und es wollte die Regeln seines eigenen Universums verbiegen, um dies zu erreichen.
The OA verdiente seinen Ehrgeiz. Es war eine Serie, die Risiken einging und diese mit Aufrichtigkeit und Vorstellungskraft umsetzte. Ihre Macher hielten an ihrem langfristigen Plan fest, als Netflix anbot, ihn zu kürzen, und diese Entscheidung ist Teil dessen, was die Serie für ihre Bewunderer so unvergesslich gemacht hat.
Quelle: „Netflix’s 16-Episode Sci-Fi Masterpiece Deserves Kudos For Being Insanely Ambitious,” Screen Rant.
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