Die Entscheidung der Federal Reserve zur Zinsentwicklung im September fällt am Mittwoch um 14:00 Uhr, und Händler werden sie genau beobachten, um Hinweise darauf zu erhalten, wie es für die Wirtschaft weitergeht. Die Entscheidung folgt auf starke CPI-Daten für August, die darauf hindeuten, dass die Inflation hartnäckig bleibt, und die Entscheidung geht einher mit einer Pressekonferenz von Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh um 14:30 Uhr.
Die Ereignisse der Woche bilden einen engen Cluster von Wirtschaftsberichten, die jeweils in den nächsten einfließen. Hier ist, was zu beobachten ist.
Die Fed-Entscheidung um 14:00 Uhr
Warshs Entscheidung wird die Frage klären, ob die Zentralbank die Zinsen erneut erhöht und wie viele Erhöhungen die politischen Entscheidungsträger bis zum Jahresende erwarten. Die FOMC-Prognosen zeigen, wie viele Erhöhungen der Ausschuss erwartet, und der Dot Plot wird Investoren auf den Weg der zukünftigen Politik führen.
Ein hawkish-Signal würde die Aktienkurse nach unten treiben, da höhere Kreditkosten tendenziell die Aktienmultiplikatoren belasten. Ein dovish-Signal könnte einige der Verkaufsdruck lindern und Wachstumsaktien stabilisieren.
Einzelhandelsumsätze um 8:30 Uhr
Vor der Fed-Entscheidung werden die Einzelhandelsumsätze für August um 8:30 Uhr veröffentlicht. Diese Zahlen zeigen, ob die Verbraucherausgaben trotz Bedenken hinsichtlich Zinserhöhungen aufrechterhalten wurden, und sie legen die Grundlage dafür, wie die Märkte auf das Vorgehen der Fed reagieren.
Starke Umsätze würden darauf hindeuten, dass die Wirtschaft höhere Geldmarktkonditionen verkraften kann. Schwache Umsätze würden Bedenken hinsichtlich einer Verlangsamung aufkommen lassen, und diese Bedenken könnten Argumente für mehr Beachtung seitens der Fed unterstützen.
Arbeitslosendaten und Produktionsdaten am Donnerstag
Donnerstag bringt zwei weitere Puzzleteile: den Philadelphia Fed Manufacturing Index und die ersten Arbeitslosenmeldungen, beide um 8:30 Uhr. Diese Berichte geben einen Einblick, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt.
Starke Arbeitsmarktdaten würden Warshs Vorsicht gegenüber Beachtung unterstützen. Schwache Daten würden die Narrative der Zinserhöhung widerlegen und Argumente für mehr Lockerung unterstützen.
Rohölbestände um 10:30 Uhr
Mittwoch werden außerdem um 10:30 Uhr die Rohölbestände veröffentlicht, um die Dynamik von Angebot und Nachfrage angesichts geopolitischer Spannungen zu bewerten. Die Volatilität der Ölpreise bleibt ein hartnäckiges Risiko, und steigende Preise wirken sich direkt auf die Inflationsdruck aus, was Szenarien für Zinserhöhungen unterstützt.
Erhebliche Rückgänge der Lagerbestände würden von angespannten Angeboten und höheren Preisen in der Zukunft ausgehen lassen. Lageraufbau würde diese Bedenken verringern und Preisdruck abmildern.
Renditen von Anleihen und Bewertungsdruck
Ölpreissprünge und steigende Anleiherenditen stellen bereits Gegenwind für die Aktienbewertungen dar. Höhere Renditen langer Staatsanleihen spiegeln Inflationserwartungen und Bedenken hinsichtlich Zinserhöhungen wider und drücken die Multiplikatoren, die Investoren bereit sind, für zukünftige Cashflows zu zahlen.
Wachstums- und Technologieaktien sind diesen Dynamiken besonders ausgeliefert. Eine restriktive Entscheidung der Fed würde voraussichtlich die Renditen noch weiter erhöhen und zusätzlichen Druck auf Aktienmultiplikatoren ausüben.
Was die Daten liefern
Die Berichte der Woche erzeugen einen Rückkopplungseffekt. Starke Einzelhandelsumsätze, gefolgt von einer restriktiven Entscheidung der Fed, würden widersprüchliche Signale erzeugen, da die Daten eine gesunde Wirtschaft ausweisen würden, selbst wenn die Kreditkosten steigen. Schwache Umsätze in Verbindung mit einer restriktiven Entscheidung würden die Bedenken hinsichtlich eines Abschwungs verstärken.
Die Daten werden veröffentlicht, nachdem die Märkte wochenlang die Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen verarbeitet haben, sodass die Zahlen von Mittwochmorgen in diesem Licht interpretiert werden. Die Beschäftigungszahlen am Donnerstag werden dann den ersten Kontext nach der Entscheidung liefern, wie der Arbeitsmarkt reagiert.
Wie man die Geschichte verfolgt
Die Berichte kommen schnell hintereinander, sodass ihre Verfolgung einen Zeitplan erfordert:
- Mittwoch: Einzelhandelsumsätze um 8:30 Uhr, Entscheidung der Fed um 14:00 Uhr, Pressekonferenz um 14:30 Uhr, Rohölbestände um 10:30 Uhr
- Donnerstag: Arbeitslose und Fertigungsindex um 8:30 Uhr
Jeder Bericht speist den nächsten, und die Reihenfolge ist entscheidend für die Interpretation des Gesamtbildes.
Die Entscheidung der Fed am Mittwoch ebnet die Richtung für den Rest des Jahres. Händler werden die Einzelhandelsumsätze auf Anzeichen von Konsumstärke, die Arbeitslosenzahlen für die Gesundheit des Arbeitsmarktes und die Ölbestände für die Dynamik des Energiemarktes beobachten. Jede Zahl wird gegen die anderen abgewogen, und die Kombination wird bestimmen, wie die Märkte die Hinweise des FOMC interpretieren.
Die Berichte der Woche schaffen das fundamentale Rahmenwerk für die Marktentwicklung im Hinblick auf das letzte Quartal. Die Entscheidung der Fed im September stellt das wichtigste Ereignis der Woche dar, und alles andere leitet sich davon ab.
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