Tim Sweeney, der CEO von Epic Games, hat auf Berichte reagiert, wonach die EU ein Gesetz plant, das drastisch einschränken würde, wie viel Kinder unter 15 Jahren online spielen, Videos schauen, soziale Medien nutzen und Chatbots verwenden können. Seine Antwort erfolgte nach einem Bericht von Reuters über den Vorschlag, der Kinder faktisch davon abhalten könnte, Fortnite zu spielen, was er als „schrecklich für die nächste Generation der Menschheit“ bezeichnete.
Der Bericht, der am 14. September veröffentlicht wurde, zitiert ein Dokument, das den Ansatz der EU darlegt. Das Dokument besagt: „Der Ansatz der Union sollte es Minderjährigen ermöglichen, vom enormen Potenzial digitaler Dienste zu profitieren, während sie vor Missbrauch und Ausbeutung geschützt werden. Es bedarf einer Beschränkung des Zugriffs von Technologieunternehmen auf unsere Kinder, und nicht umgekehrt.“
Unter dem Vorschlag könnten Kinder ab 15 Jahren eigene Konten erstellen. 14- und 13-Jährige könnten Eltern bitten, ihnen „Einführungsaccounts“ mit eingeschränktem Zugang und strengen Zeitlimits einrichten zu lassen. Kinder zwischen drei und 12 Jahren hätten nur Zugang zu Kinderkonten, die vollständig von Eltern kontrolliert werden und nur für kindgerechte Dienste und Apps genutzt werden könnten. Kindern unter drei Jahren stünde rechtlich kein Zugang zu Online-Spielen und -Apps zu.
Das Gesetz wurde noch nicht verabschiedet. Es handelt sich noch um einen Entwurf, und die EU muss in den kommenden Monaten mit den Mitgliedsstaaten zusammenarbeiten, um Änderungen vorzunehmen, bevor es im gesamten Binnenmarkt Gesetz werden kann.
Sweeney’s Antwort
Sweeney postete am 16. September auf Twitter eine Antwort mit dem Datum 2026, die lautete: „Die Apps und Spiele von heute sind die Pinsel und Baumhäuser von gestern. Fortnite hat den Kreativmodus, Roblox hat Roblox Studio, und die Möglichkeit, digitale Inhalte zu erstellen, steht jedem zur Verfügung, bis Politiker sie wegnehmen.“
Er nutzte den Handle @TimSweeneyEpic. Der Mann bezeichnete den vorgeschlagenen Gesetzentwurf als „schrecklich“ und sagte, er sei „schrecklich für die nächste Generation der Menschheit.“
Was das Dokument aussagt
Die Sprache des Dokuments spiegelt eine Spannung zwischen Zugang und Schutz wider. Es heißt, der Ansatz der EU sollte es Minderjährigen ermöglichen, von digitalen Diensten zu profitieren und sie gleichzeitig vor Missbrauch und Ausbeutung zu schützen. Außerdem bedarf es einer Beschränkung des Zugriffs von Technologieunternehmen auf Kinder, und nicht umgekehrt.
Sweeney tritt der Vorschlags bereits entgegen, und Kritiker haben Alarmmeldungen bezüglich des Datenschutzes vorgebracht, mit der Warnung, dass diese Vorschriften dazu verwendet werden könnten, was die Leute online sehen können, einzuschränken und die Fähigkeit von Erwachsenen, einen großen Teil des freien Webs zu erreichen.
Die harten Zahlen
- Bann-Vorschlag: Beschränkt Kinder unter 15 Jahren vom Zugriff auf Online-Spiele, Video-Plattformen, Social-Media-Apps und Chatbots
- Altersgruppe 15+: Können eigene Konten erstellen
- Altersgruppe 14-13: Eltern-assistierte Einführungs-Konten mit eingeschränktem Zugriff und strikten Zeitlimits
- Altersgruppe 3-12: Kind-Konten vollständig von Eltern kontrolliert, nur für kindgerechte Dienste und Apps nutzbar
- Unter 3: Kein rechtlicher Zugriff auf Online-Spiele und Apps
- Ankündigung: Vorgeschlagen, Details können sich ändern
- Einführung: Erfordert EU-Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten, bevor es Gesetz wird
- Sweeney’s Antwort: Veröffentlicht am 16. September 2026 über @TimSweeneyEpic
Der Widerstand im Kontext
Viele Regierungen verschärfen die Kontrollen darüber, wie Kinder digitale Dienste nutzen, und Sweeney’s Einwände kommen genau zu diesem Zeitpunkt. Einige U.S.-Bundesstaaten fordern nun einen Altersnachweis, bevor man auf pornografische Websites zugreifen kann. In Australien hat ein neues Gesetz Kreditkartenzahlungen an Steam-Konten gebunden als Teil der Bemühungen dieses Landes, Kinder zu schützen.
Sweeneys Argument positioniert Epic als Verteidiger der kreativen Freiheit und stellt es gegen Regulierungen. Das Dokument der EU rahmt ihren Ansatz als einen, der Kinder vor Missbrauch und Ausbeutung schützt und gleichzeitig den Tech-Unternehmen den Zugang zum selben Material beschränkt.
Sweeney hat sein Wort gegeben, und die EU geht nun mit ihrem Vorschlag voran. Die Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten liegen noch vor uns, und es ist ungewiss, ob der Plan diese überstehen wird.
Wer beschützt was?
Die praktische Auswirkung des Vorschlags ist klar: Kinder unter 15 Jahren verlieren den Zugang zu Fortnite und ähnlichen Diensten, während ältere Jugendliche mehr Freiheit erhalten und Eltern die Kontrolle über jüngere Konten behalten. Sweeneys Darstellung von Fortnite als modernes Malwerkzeug oder Baumhaus soll Epic’s Geschäft vor weiteren Einschränkungen schützen, da ein Verbot des Zugangs für Kinder seine Plattform direkt treffen würde.
Das Papier vermutet, dass die EU dieses Gesetz vorantreiben will, um ihren Fall für eine staatliche Regulierung von Tech-Unternehmen zu stärken und den Widerstand der Unternehmen als Beweis für die Ablehnung von Aufsicht durch die Industrie darzustellen. Das ist das Muster hier: Epic wehrt sich, und die EU kann dann auf die Ablehnung der Unternehmen als Beweis dafür verweisen, warum eine Regulierung notwendig ist.
Fragen Sie sich, warum der Zeitpunkt wichtig ist. Viele Regierungen verschärfen die Kontrollen darüber, wie Kinder digitale Dienste nutzen, und Sweeneys Opposition kommt genau zu diesem Zeitpunkt. Das Dokument der EU rahmt ihren Ansatz als einen, der Kinder vor Missbrauch und Ausbeutung schützt und gleichzeitig den Tech-Unternehmen den Zugang zu Kindern beschränkt — eine Darstellung, die die Unternehmen in die Position versetzt, den Schutz abzulehnen.
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