„FBI“ feierte 2018 seine Premiere als Ableger von „NCIS“ und folgt dem New Yorker Büro des Federal Bureau of Investigation. Die Serie setzt auf prozedurale Glaubwürdigkeit anstelle von Charaktertiefe und hält dieses Versprechen meistens.
Trailer, via CBS.
Die Akten
Die Serie begleitet Agenten bei der Bearbeitung von Fällen im Zusammenhang mit Terrorismus, organisierter Kriminalität und innerstaatlichen Bedrohungen. Jede Episode folgt einem Fall von Anfang bis Ende, mit einer Wendung oder Überraschung im letzten Akt. Diese Struktur ist über alle Staffeln hinweg konsistent.
Die Fälle selbst sind oft routinemäßig. Eine Terrorzelle plant einen Angriff, ein Gangster versteckt Geld, ein Politiker vertuscht Korruption – diese Szenarien sind jedem bekannt, der Polizeiserien schaut. Die Serie überrascht die Zuschauer selten mit einem neuen Blickwinkel.
Die Formel
Die Serie stützt sich auf Zufall und Bequemlichkeit. Verdächtige sind oft anwesend, wenn die Beweise auftauchen, oder sie tätigen einen Anruf, der aufgezeichnet wird. Diese Momente wirken weniger wie Drama und mehr wie Handlungselemente.
Die Formel ist einfach:
- Ein Fall wird eingeführt.
- Beweise mehren sich.
- Ein Verdächtiger wird identifiziert.
- Der Verdächtige wird freigesprochen.
- Ein neuer Verdächtiger taucht auf.
- Der Fall ist abgeschlossen.
Die Charaktere
Die Hauptfiguren sind kompetente Fachleute, ihnen fehlt aber an ausgeprägten Persönlichkeiten. Sie lösen Fälle effizient, aber ihr Privatleben kompliziert ihre Arbeit selten.
| Charakter | Rolle | Status |
|---|---|---|
| Special Agent Miller | Ermittlungsleiter | Zielstrebig |
| Special Agent Stone | Technischer Experte | Cerebral) |
| Special Agent Wong) | Field agent) | Loyal) |
Die obige Tabelle erfasst den Kern der Besetzung der Serie, wobei jede Figur eine vorhersehbare Rolle im Ermittlungsprozess spielt.
Der Ton)
Der Ton ist ernst, ja sogar düster. Die Serie befasst sich mit realen Gefahren und behandelt diese mit Ernsthaftigkeit. Diese Ernsthaftigkeit ist für das Thema angemessen, kann die Serie aber auch als plump wirken lassen.
In „FBI“ gibt es nur wenig Humor. Auch in leichteren Momenten bleibt die Serie auf den Fall fokussiert, was den emotionalen Umfang des Geschichtenerzählens einschränkt.
Die fünfte Staffel)
Die fünfte Staffel, die 2022 ausgestrahlt wurde, markierte einen Wandel. Die Serie begann, das Privatleben ihrer Figuren eingehender zu erkunden und zu zeigen, wie ihre Arbeit ihre Familien und Beziehungen beeinflusst. Dies ist eine willkommene Entwicklung, die jedoch weiterhin im größeren Rahmen des Prozedurformats verbleibt.
Die Staffel führte auch neue Fälle ein, die die Serie in zuvor unbekanntes Terrain führten. Die Veränderung ist bemerkenswert und deutet darauf hin, dass die Serie bereit ist, sich weiterzuentwickeln.
Was funktioniert)
Die Serie ist ansehbar. Sie schreitet zügig voran, und die Fälle sind im Allgemeinen befriedigend. Für Zuschauer, die auf der Suche nach einer zuverlässigen Stunde Fernsehen sind, liefert „FBI“ ab.
Die Produktionswerte sind solide. Die Sets wirken professionell, die Kostüme passen zur Epoche, und die Leistungen sind durchweg kompetent.
Was nicht funktioniert
Die Serie überrascht selten. Zuschauer, die eine Episode von „FBI“ gesehen haben, haben die meisten anderen ebenfalls gesehen. Die Wendungen sind vorhersehbar, und die Fälle folgen oft dem gleichen Muster.
Die Charaktere sind unterentwickelt. Ihre Motivationen sind klar, aber sie bleiben während der gesamten Serie statisch. Dies ist ein Problem für eine Serie, die mehrere Staffeln läuft, da dies kaum Raum für Entwicklung lässt.
Ein solides, wenn auch nicht außergewöhnliches, Vergnügen
„FBI“ ist ein gut gemachter Procedural, der selten über sein Genre hinauswächst. Es ist ansehbar, zuverlässig und gelegentlich fesselnd. Es ist keine Serie, die Aufmerksamkeit erfordert, aber sie verschwendet sie auch nicht.
Die Serie eignet sich am besten für Hintergrundbeschäftigungen, etwas, das man beim Zusammenlegen von Wäsche oder beim Kochen des Abendessens sehen kann. Es ist keine Serie, die eine genaue Betrachtung belohnt, aber sie verlangt sie auch nicht.
Das Urteil
„FBI“ ist ein solider, wenn auch unspektakulärer, Beitrag zum Procedural-Genre. Es sprengt keine Grenzen, aber es muss das auch nicht. Für Zuschauer, die einen stetigen Strom von Kriminalfalllösungen wollen, liefert es.
Die Stärken der Serie liegen in ihrer Konstanz und ihrem Tempo. Ihre Schwächen sind ihre Vorhersehbarkeit und ihre dünne Charakterisierung. Zusammen erzeugen diese Faktoren eine Serie, die angenehm, aber unvergesslich ist.
„FBI“ ist ein zuverlässiges Stück Unterhaltung, aber nicht eines, das man in Erinnerung behält.
Wertung: 5,7 von 10
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





