Hugh Jackman spielt Mickey Pearson, einen Londoner Marihuana-Königpin, der sich dazu entschließt, auszusteigen und sein Geschäft zu verkaufen. Matthew McConaughey taucht als Dicky auf, ein texanischer Geschäftsmann, der es kaufen will. Michelle Yeoh spielt Pippa, eine ehemalige Geliebte, die noch einen Groll hegt. Charlie Hunnam spielt Coach, einen Gangster, der das Geschäft selbst will. Der Cast liest sich wie eine Wunschliste, und der Film liefert das aber nicht ganz.
Trailer, via STXfilms.
Das Setup
Die Prämisse ist einfach. Mickey Pearson betreibt ein erfolgreiches Marihuana-Imperium. Er will raus. Dicky kommt mit Bargeld und einem Plan. Coach kommt mit Waffen. Pippa kommt, um eine Rechnung zu begleichen. Das Drehbuch baut eine angespannte Partie auf, wer das Geschäft bekommt, aber die Umsetzung behindert sich immer wieder selbst.
Was funktioniert
Die schauspielerischen Leistungen sind der beste Teil des Films. Jackman spielt Mickey als einen Mann, der ein Imperium aufgebaut hat und es jetzt ohne zurückzublicken hinter sich lassen will. McConaughey spielt Dicky als einen Texaner, der denkt, er könne sich mit seinem Geschwätz durch alles reden. Yeoh spielt Pippa mit einer stillen Bedrohung, die sie zum interessantesten Charakter im Raum macht. Hunnam spielt Coach mit einem Schmollen, das sich wie eine echte Bedrohung anfühlt.
Der Dialog ist stellenweise scharf. Zeilen wie „Wir machen keine Geschäfte mit Leuten, die wir nicht respektieren“ kommen gut an. Die Chemie zwischen Jackman und McConaughey trägt Szenen voran, die eigentlich ins Leere laufen sollten. Wenn der Film sich auf die Schauspieler verlässt, funktioniert es.
Wo es zusammenbricht
Das Problem ist die Handlung. Das Drehbuch dreht immer wieder die gleiche Idee: Jeder will das Geschäft, und der einzige Weg, es zu bekommen, ist die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Das ist für eine Stunde in Ordnung. Nach zwei Stunden wird es repetitiv. Der Film führt eine rivalisierende Gang und eine Auftragskiller-Nebenhandlung ein und verbringt dann den letzten Abschnitt damit, das gleiche Muster mit neuen Gesichtern zu wiederholen. Das Twist-Ending, das einen Verrat durch einen vertrauten Mitarbeiters beinhaltet, fühlt sich wie eine Wiederholung eines Handlungsmotivs an, das das Genre seit Jahrzehnten verwendet hat.
Das Tempo leidet ebenfalls. Der Mittelteil zieht sich hin, während die Charaktere auf die nächste Runde von Drohungen warten. Eine Verfolgungsjagd mit einem Auto und einem Boot soll aufregend sein. Es landet als Durcheinander von Schnitt und Schusswechseln, das wenig zur Geschichte beiträgt.
Die Laufzeit
Der Film dauert 123 Minuten. Das ist ausreichend lang, um eine straffere Handlung zu rechtfertigen, aber das Material daran gemessen nicht gerechtfertigt. Szenen von Mickey beim Gassigehen seiner Hunde oder Dicky, der über Texas spricht, könnten gekürzt werden, ohne etwas zu verlieren. Die Laufzeit hätte näher an 100 Minuten liegen sollen.
Eine Bewertung der Elemente
- Die schauspielerische Leistung – Jackman, McConaughey, Yeoh und Hunnam bringen alle Energie in ausgelaugtes Material ein.
- Der Dialog – Zeilen wie „Wir machen keine Geschäfte mit Leuten, die wir nicht respektieren“ kommen gut an.
- Das Tempo – der mittlere Abschnitt zieht sich, und der letzte Akt wiederholt sich.
- Die Handlung – der gleiche Bedrohungszyklus wird über zwei Stunden dünn.
- Das Twist-Ende – ein Verrat durch einen vertrauten Partner fühlt sich wie eine Wiederholung eines bekannten Tricks an.
Kasten mit den wichtigsten Fakten
- Titel: The Gentlemen
- Regisseur: Guy Ritchie
- Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Matthew McConaughey, Michelle Yeoh, Charlie Hunnam
- Laufzeit: 123 Minuten
- Wertung: 5,1/10
Das Urteil
„The Gentlemen“ verfügt über einen großartigen Cast und eine vielversprechende Prämisse. Der Film setzt jedoch nicht voll und ganz auf einen Thriller, eine Komödie oder ein Drama. Der Film verspricht ein spannendes Spiel um die Geschäftsübernahme, verbringt dann aber seine Laufzeit damit, dieselben Drohungen und Verrat zu wiederholen. Das Ergebnis ist ein Film, der länger erscheint als er sein sollte und weniger clever ist, als er vorgibt.
Jackman und McConaughey verdienen mehr als dieses Drehbuch. Yeoh verdient mehr als eine Nebenrolle. Hunnam verdient mehr als einen Stereoboss. Der Film ist in kurzen Abschnitten sehenswert, aber er fordert mehr Aufmerksamkeit, als er verdient hat.
Die Wertung spiegelt einen Film mit einem starken Cast und einem schwachen Drehbuch wider. Es ist kein Misserfolg, aber auch kein Erfolg. Es ist eine verpasste Gelegenheit, und das ist schade, denn das Talent, das hier präsentiert wird, hätte etwas weitaus Denkwürdigeres hervorbringen können.
Wertung: 5,1 von 10.
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