Inversion verspricht den Spielern, sie durch eine Stadt führen zu lassen, die durch eine außer Kontrolle geratene Schwerkraft zerrissen wurde, und hält dieses Versprechen meistens. Saber Interactive hat einen Shooter um einen Haken herum gebaut, mit dem Spieler sich über Wände, Decken und Böden ziehen können, und das Spiel setzt diesen Haken ständig ein. Das Problem ist jedoch, dass das darunterliegende Schießen dünn ist, und die Kampagne verbringt zu viel Zeit damit, zu erklären, warum die Lutadore-Invasoren die Physik verbiegen können, anstatt den Spielern zu erlauben, sie zu verbiegen.
Trailer, via IGN.
Davis Russell und Leo Delgado
Spieler können zwischen Davis Russell, einem 28-jährigen Polizisten, und seinem Nachbarn Leo Delgado wählen. Beide teilen die gleiche Geschichte: Die Stadt fällt den Lutadore zum Opfer, Davis verliert seine Tochter Leila, und die beiden werden in ein von den Invasoren betriebenes Gefangenenlager geworfen. Das Drehbuch behandelt das Paar als harte Veteranen der Widerstandsbewegung, aber das Spiel gibt ihnen selten die Möglichkeit, sich so zu fühlen. Ihre Gefangennahme, ihr Tunnelbau, ihr Fluchtversuch mit Fitzgerald – nichts davon hat Gewicht, weil der Dialog durchweg flach bleibt.
Schwerkraft als Haken
Die Grappler-Waffe ist hier der wahre Star. Spieler können die Schwerkraft nutzen, um sich nach oben zu ziehen, über geneigte Flächen zu gleiten und sogar die Richtung in der Luft umkehren, um hinter Feinden zu landen. Zerstörbare Umgebungen ermöglichen es den Spielern, Wände und Böden zu zerstören, um neue Wege zu finden. Dies ist eine Mechanik, die ein ganzes Spiel allein tragen könnte, und es kommt fast so. Levels, die auf Schwerkraftverschiebungen basieren, sind clever, und das Gefühl, sich durch eine Stadt zu bewegen, die nicht mehr den normalen Regeln gehorcht, ist wirklich neuartig.
Die Schwäche der Geschichte
Der Plot ist dünn. Davis‘ Frau Cara stirbt außerhalb des Bildschirms, und der Verlust von Leila treibt die gesamte Kampagne an. Aber das Spiel verbringt mehr Zeit damit, die Schwerkrafttechnologie der Lutadore zu erklären, als zu zeigen, wie Davis und Leo mit ihrem Verlust fertig werden. Der Widerstandskämpfer Banks taucht spät auf, um zu erklären, dass der Feind gefangene Kinder in Camp T’Kal hält, und die gesamte Mission, sie zu befreien, fühlt sich wie ein Fußnote an statt wie ein Höhepunkt. Die Geschichte ist kompetent, aber sie steigt nie über das Funktionale hinaus.
Mehrspieler- und Koop-Modus
Koop-Modus ist der Modus, der am besten funktioniert. Das Spielen mit einem Freund durch die Kampagne verwandelt das ungleichmäßige Tempo in ein gemeinsames Erlebnis. Das Spiel belohnt Koordination, und die Greifmechanik funktioniert besser, wenn zwei Personen zusammenarbeiten. Mehrspielermodi existieren, aber sie liegen im Hintergrund, und das Spiel verschwendet nicht genug Zeit damit, sie zu bewerben.
Technische Ungereimtheiten
Die Performance auf PS3 und Xbox 360 ist solide, aber nicht herausragend. Das Spiel hält in Bewegung stand, und die Zerstörungseffekte sehen gut aus, aber während hektischer Kämpfe sind Framedrops bemerkbar. Der PC läuft besser, aber die Steuerung fühlt sich auf allen Plattformen locker an. Die Kamera hat in engen Räumen Schwierigkeiten, besonders wenn die Stadt zur Seite kippt, und dieser Nachteil ist in einem Spiel wichtig, bei dem Sichtbarkeit die Hälfte der Herausforderung ausmacht.
Was funktioniert
Die Grappler-Waffe ist das Highlight. Das Städte-Design unterstützt sie gut, und die Level, die auf Schwerkraftverschiebungen basieren, sind clever. Das Spielen mit einem Freund mildert die holprigen Stellen der Kampagne.
Was nicht funktioniert
Das Schießen ist schwach. Die Geschichte ist dünn. Die Kamera ist im Weg. Keines dieser Probleme versenkt das Spiel, aber keines von ihnen hebt es auch nicht hervor.
„Die Stadt zerbricht unter einem unerwarteten Angriff.“
Dieser Satz erfasst die Prämisse gut. Es ist schade, dass die Umsetzung nie ganz damit Schritt halten kann.
Endergebnis
Inversion ist ein Shooter mit einer großartigen Idee und einer schwachen Grundlage. Die Grappler-Waffe verdient mehr, als sie bekommt, und die Geschichte der Kampagne erreicht nie die Bedeutung, die sie aufbaut. Es ist ein Spiel, das man ein paar Stunden lang spielen kann, besonders mit einem Freund, aber es wird nie unerlässlich. Bewertung: 5,4 von 10.
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