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Killing Floor: Incursion Test — Ein solider, unspektakulärer VR-Ableger

Eine Rezension von Tripwires Killing Floor Incursion, einem VR-Shooter, der Kugeln gegen Klingen tauscht und im Mehrspieler-Koop aufblüht.

Von mitch·6 Min. Lesezeit
A soldier wields a glowing blade against a swarm of undead creatures in a dark, war-torn corridor.

Tripwire Interactive brachte Killing Floor in die virtuelle Realität, und das Ergebnis ist ein Shooter, der genau weiß, was er sein will: ein schneller, brutaler Hack-and-Slash-Spaß mit einem Multiplayer-Koop-Modus, der vier Spieler in eine menschliche Wand aus Klingen verwandelt. Killing Floor: Incursion erschien 2017 für Oculus VR, PlayStation 4, PlayStation VR, PC, SteamVR und Oculus Rift und liegt irgendwo zwischen einem Shooter und einem Beat-em-up, mit Zombies, die häufiger zerhackt als erschossen werden müssen.

Die Prämisse ist einfach. Man betritt eine Kriegszone voller Horden untoter Kreaturen, und die Aufgabe besteht darin, sich durch sie hindurchzuschneiden. Das Spiel setzt auf eine vertraute Formel: Welle um Welle von Gegnern, jeder zäher als der letzte, mit gelegentlichen Bosskämpfen, die den Ansturm auflockern. Was Incursion unterscheidet, ist die VR-Perspektive, die einen direkt ins Geschehen versetzt, statt es aus der Distanz zu beobachten.

Trailer, via PC Gamer.

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VR versetzt dich mitten ins Geschehen

First-Person-VR ändert alles. In einem Standard-Shooter zielt und feuert man. Hier schwingt man eine Klinge und sieht zu, wie sie auf einen Schädel trifft. Der Unterschied ist nicht subtil. Er ist unmittelbar.

Die Kernmechanik des Spiels ist das Hacken, das heißt, Gegner in kleinere Stücke zu zerlegen. Jeder Zombie braucht mehrere Hiebe, um zu fallen, und das Spiel belohnt Präzision statt wilder Schwünge. So entsteht ein Rhythmus: Gegner finden, zuschlagen, wiederholen. Das Motion-Tracking ist solide genug, dass sich die Schwünge mit den eigenen Händen verbunden anfühlen, selbst wenn das Spiel bei vollen Wellen mit Framerate-Einbrüchen strauchelt.

„Tripwire bringt Killing Floor in die VR.“

Dieser Satz fasst das gesamte Projekt zusammen. Das Studio nahm eine bestehende Franchise und hüllte sie in VR, und das Ergebnis ist eine kompetente, wenn auch unspektakuläre Adaption. Es funktioniert. Es erfindet das Rad nur nicht neu.

Das Hacken ist der Star der Show

Der Kampf ist der Bereich, in dem Incursion seinen Wert beweist. Man hat eine Vielzahl von Waffen zur Verfügung, von Standard-Schusswaffen bis hin zu Nahkampfklingen, und das Spiel ermutigt dazu, je nach Situation zwischen ihnen zu wechseln. Eine Schrotflinte kann einen Raum voller schwacher Gegner säubern, während eine Klinge besser gegen gepanzerte Feinde ist, die zerhackt werden müssen.

Das Hack-System ist der Star der Show. Gegner zerplatzen in Stücke, wenn man sie trifft, und das Spiel verfolgt den Fortschritt auf dem Bildschirm. Es fühlt sich befriedigend an, fast meditativ, wenn man einen zähen Gegner Schicht für Schicht abarbeitet.

Der Nachteil ist, dass das Hacken repetitiv werden kann. Nach ein paar Stunden beginnen die wiederholten Schläge miteinander zu verschwimmen, und das Spiel setzt auf Bosskämpfe und neue Gegnertypen, um Abwechslung zu schaffen. Dennoch ist die Kernschleife stark genug, um einen für die Dauer einer Sitzung bei der Stange zu halten.

Multiplayer fügt eine soziale Ebene hinzu

Der Multiplayer ist der Bereich, in dem Killing Floor: Incursion am hellsten strahlt. Bis zu vier Spieler können einem Team beitreten und sich gemeinsam Wellen von Gegnern stellen, wobei sie die Last des Hackens und der Feuerkraft teilen. Der Koop-Modus fügt eine soziale Ebene hinzu, die der Solo-Kampagne fehlt.

Das Spiel handhabt den Multiplayer gut. Die Spieler erscheinen im selben Raum, und die Kommunikation ist über einen gemeinsamen Chat-Kanal integriert. Es ist einfach, Angriffe zu koordinieren, Gefahren auszurufen und als Einheit zu agieren. Der Schwierigkeitsgrad skaliert mit der Anzahl der Spieler, sodass ein volles Team härtere Wellen bewältigen kann als ein Solo-Spieler.

Die Leistung variiert je nach Plattform

Das Spiel läuft auf mehreren Plattformen, und die Leistung variiert zwischen ihnen. Auf Oculus VR und Oculus Rift ist die Erfahrung flüssig, obwohl es in hektischen Momenten zu Einbrüchen der Bildrate kommen kann. PlayStation VR bietet eine ähnliche Erfahrung, obwohl die Auflösung des Headsets niedriger ist als bei den PC-Versionen, was sich im Detail der Gegner-Texturen zeigt.

Die PC-Version, die auf SteamVR läuft, liefert die beste visuelle Wiedergabe. Sie ermöglicht außerdem höhere Bildraten und schnellere Ladezeiten, was sie zur bevorzugten Spielweise für diejenigen macht, die einen leistungsfähigen Rechner besitzen. Die PlayStation-4-Version, getrennt von der PSVR-Fassung, läuft mit niedrigerer Auflösung und Bildrate, was die Action in geschäftigeren Wellen weniger reaktionsschnell wirken lassen kann.

Art Direction und Sound Design

Die Art Direction ist funktional statt umwerfend. Die Gegnerdesigns sind wiedererkennbar, mit einer Mischung aus humanoiden Zombies, gepanzerten Bestien und größeren Bossen, die eine sorgfältige Positionierung erfordern. Die Umgebungen sind generische Militärbasen, Lagerhäuser und Straßen, die zwischen den Missionen wenig Abwechslung bieten. Die Beleuchtung ist angemessen, mit etwas atmosphärischem Nebel und Schusseffekten, um den Horror-Ton zu untermalen.

Das Sounddesign ist ordentlich, mit lauten Schüssen, Hacking-Einschlägen und Gegnergebrüll, das den Audiospace füllt. Die Musik ist minimal und lässt die Action für sich sprechen. Es ist ein brauchbares Paket, aber nichts, das als einprägsam hervorsticht.

Das Urteil zu Incursion

Killing Floor: Incursion ist ein solider, wenn auch wenig ehrgeiziger VR-Shooter. Er nimmt eine etablierte Franchise und steckt sie in ein Headset, und das gelingt ihm größtenteils. Der Hacking-Kampf ist fesselnd, der Koop-Modus ist stark, und der Multiplayer hält sich gut. Allerdings fehlt dem Spiel der Feinschliff eines Top-Titels für VR, mit Performance-Problemen und einer Kampfschleife, die mit der Zeit repetitiv wird.

Das Spiel ist auf mehreren Plattformen verfügbar, was den Spielern Flexibilität beim Zugang gibt. Ob Sie einen PC, eine PlayStation oder ein Oculus-Headset besitzen, es gibt eine Version für Sie. Das ist ein Pluspunkt, denn es bedeutet, dass mehr Menschen es ausprobieren können.

Wenn Sie ein Fan der ursprünglichen Killing-Floor-Serie sind, werden Sie dieses Spin-off wahrscheinlich genießen. Wenn Sie neu in der Franchise sind, ist Incursion ein ordentlicher Einstiegspunkt, obwohl es nicht die beste Repräsentation der Serie ist. Es ist ein kompetenter, unterhaltsamer Shooter, der am meisten davon profitiert, mit Freunden gespielt zu werden.

Das Spiel ist nicht perfekt. Die Wiederholung des Hackings, die geringere visuelle Wiedergabetreue auf PSVR und gelegentliche Frame-Rate-Einbrüche halten es von der Größe ab. Aber es ist auch ein Spiel, das seine Stärken kennt und sie ausspielt. Es ist ein Shooter, der das Genre respektiert und gleichzeitig genug VR-spezifische Akzente setzt, um seine Existenz zu rechtfertigen.

Plattform Bildrate Visuelles Detail
Oculus VR / Rift Flüssig, mit Einbrüchen Hoch
PlayStation VR Angemessen Niedriger als PC
PlayStation 4 Niedriger als VR-Builds Niedriger als PC
PC / SteamVR Am besten Am höchsten

Diese Tabelle zeigt die Kompromisse, vor denen Spieler bei der Wahl einer Version stehen. Der PC-Build ist die definitive Art zu spielen, erfordert jedoch die entsprechende Hardware. Die PSVR- und Oculus-Builds sind für mehr Menschen zugänglich, bringen jedoch visuelle Kompromisse mit sich.

Killing Floor: Incursion ist ein Spiel, das sein Publikum versteht und liefert, was es will: schnelle, befriedigende Kämpfe in einem gemeinsamen Raum. Es ist kein revolutionärer Titel, aber ein zuverlässiger. Es erhält eine Wertung von 7,0 von 10, was seine solide Umsetzung und seine Grenzen widerspiegelt.

Das Spiel ist es wert, gespielt zu werden, wenn man ein VR-Headset besitzt und kooperative Shooter mag. Es ist weniger unverzichtbar, wenn man einen herausragenden Titel sucht, aber es hält sich noch als kompetente Ergänzung des Genres. Es ist ein Spiel, das hält, was es verspricht, auch wenn es darüber hinaus nicht viel verspricht.

Das Fazit lautet: Killing Floor: Incursion ist ein solider, wenn auch unspektakulärer VR-Shooter. Es ist die Zeit wert, wenn man das Headset und die Freunde hat, um es zu teilen. Es ist kein Spiel, das das Genre verändern wird, aber es ist ein Spiel, das sein Versprechen einlöst.

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