„La Malquerida“ ist eine Telenovela, die auf Verlust, Eifersucht und einer Liebe basiert, die Jahrzehnte braucht, um ans Licht zu kommen. Basierend auf dem Theaterstück von Jacinto Benavente aus dem Jahr 1913, folgt die Serie Cristina, gespielt von Victoria Ruffo, deren Tochter Acacia, gespielt von Ariadne Díaz, den Mann ablehnt, den ihre Mutter heiratet, nachdem ihr Vater stirbt. Die Show umfasst 117 Episoden über eine Staffel und wird vom 2. Juni 2014 bis zum 11. November 2014 auf Las Estrellas ausgestrahlt.
Die Geschichte von Verlust und Ehe
Cristina wird verwitwet, als ihr Ehemann Alonso bei einem Reitunfall stirbt. Sie entdeckt, dass ihr verstorbener Ehemann das Familiengut belastet hatte, um landwirtschaftliche Schulden zu decken, und verkauft das Grundstück, um der Schuld zu entkommen. Kurz vor dem Abschluss des Verkaufs springt Esteban, ein Arbeiter auf der Hacienda, gespielt von Christian Meier, ein, um es zu retten. Cristina und Esteban verbringen dann Jahre damit, das Anwesen gemeinsam wieder aufzubauen, ein Prozess, der eine wachsende Zuneigung zwischen ihnen weckt.
Ihre Tochter Acacia, die zu Beginn kaum mehr als ein Mädchen ist, kann die Situation nicht akzeptieren. Sie verlässt die Hacienda und kehrt zehn Jahre später als erwachsene Frau zurück, entschlossen, das Land zurückzugewinnen, das ihre Mutter verkauft hat. Esteban erkennt sie zunächst nicht, und Acacia macht ihre Position deutlich: sie ist nun die Besitzerin der Benavente Farm. Zwischen ihnen beginnt eine lange verborgene Liebe ans Licht zu kommen, was Esteban dazu veranlasst, jeden Mann wegzuscheuchen, der sich Acacia nähert, und ihr den Spitznamen „La Malquerida“ verleiht.
Die Handlung berührt auch Prostitution, eine Nebenhandlung mit Alejandra, gespielt von África Zavala, obwohl der Quelltext dort mitten im Satz abbricht. Die Produzenten der Show, Ximena Suárez und José Alberto Castro, haben das Stück für Televisa adaptiert, und das Ergebnis dehnt das ursprüngliche Material auf eine riesige Anzahl von Episoden aus.
Eine lange Staffel, ein kurzes Stück
Das Theaterstück „La malquerida“ ist ein einzelnes Drama. Die Telenovela erweitet es zu einem weitläufigen Bogen von 117 Episoden, der sich über Monate der Ausstrahlung und ein Jahrzehnt der Geschichte innerhalb der Erzählung erstreckt. Diese Erweiterung ist die zentrale Herausforderung der Show: das Ausgangsmaterial ist kurz, das Ziel ist klar, und der Weg dazwischen ist lang.
| Episode | Ausstrahlungdatum |
|---|---|
| 1 | 2. Juni 2014 |
| 117 | 11. November 2014 |
An manchen Stellen leidet das Tempo. Einige Handlungsstränge ziehen sich in die Länge, und die Serie stützt sich stark auf Melodramatik, um ihre Laufzeit zu füllen. Doch das zentrale Element – eine Tochter, die den Mann ablehnt, der den Untergang ihrer Familie verhinderte – bleibt währenddessen wirkungsvoll.
Was funktioniert, was nicht?
Die schauspielerischen Leistungen tragen die Hauptlast. Ruffo spielt Cristina mit Wärme und Trauer, während Díaz Acacia eine scharfe, verletzte Intensität verleiht. Meier hält die Serie als Esteban zusammen, einen Mann, der seine Liebe unter Zorn und Misstrauen verbirgt. Das Ensemble um ihn herum, darunter África Zavala, Guillermo García Cantú und Brandon Peniche, füllt die Welt des Hacienda aus, ohne das zentrale Dreieck zu überwältigen.
Die drei alternativen Enden der Serie wurden als Reaktion auf die Publikumsreaktion hinzugefügt, ein Hinweis auf die Macht, die die zentrale Romanze über die Zuschauer hatte. Dieses Engagement der Zuschauer ist ein Beweis für den emotionalen Sog der Geschichte, selbst wenn das Tempo nachlässt.
Ein solides Fundament, eine lange Reise
„La Malquerida“ ist eine kompetente Adaption eines klassischen Theaterstücks, das über zu viele Episoden hinweg auseinandergezogen wird. Die schauspielerischen Leistungen sind stark, die Kernstory ist fesselnd, und die Adaption ehrt die Themen des Originals – Liebe, Verlust und Familienloyalität. Wo es scheitert, ist das Tempo und der Umfang, wobei 117 Episoden ein kurzes Theaterstück weit über seine natürliche Länge hinausdehnen.
Wertung: 7,4 von 10.
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