Jack Byrnes ist zurück, und er hat ein Problem mit Greg Focker. Das Problem ist Sustengo, das Medikament gegen erektile Dysfunktion, das Greg nebenbei bewirbt, und es ist der Motor von „Little Fockers“, der Komödie aus dem Jahr 2010, die die „Meet the Parents“-Reihe für eine dritte Staffel zurückbringt. Regie führte Paul Weitz, geschrieben von Larry Stuckey und John Hamburg, der Film begleitet Greg und Pam, während sie sich auf das fünfte Geburtstag ihrer Zwillinge vorbereiten. Was ein glücklicher Anlass sein sollte, wird zu einem Test für Greg, da Jack Greg der Untreue verdächtigt und an dessen Fähigkeit zweifelt, die Familie zu unterstützen.
Trailer, via Universal Pictures.
Die Ausgangssituation
Greg hat zehn Jahre damit verbracht, Jack zu gewinnen, den angespannten Schwiegervater, der alles an ihm ablehnt. Nun, nach der Geburt der Zwillinge, nennt Jack Greg „The Godfocker“, seinen Nachfolger als Chef der Byrnes-Familie. Diese Ehre ist jedoch mit einer Bedingung verbunden: Jack ist weiterhin davon überzeugt, dass Greg untreu ist und nicht in der Lage ist, die Finanzen der Familie zu verwalten. Der Film-Slogan fragt: „Kinder bringen alle näher zusammen, richtig?“ In diesem Fall ist dem nicht so.
Jacks Zweifel
Jacks Verdacht richtet sich gegen Andi Garcia, die Pharmavertreterin, die Greg während einer medizinischen Konferenz, auf der Sustengo beworben wird, flirtet. Jack sieht das Medikament und Andis Anwesenheit als Beweis dafür, dass Greg kein Interesse mehr an Pam hat. Er stellt auch Gregs Zögern in Frage, die Zwillinge auf eine Privatschule zu schicken, was er als Zeichen finanzieller Schwäche interpretiert. Diese Zweifel befeuern den zentralen Konflikt des Films, obwohl die Ausgangssituation an die ersten beiden Filme der Reihe erinnert.
Pams Familie
Pams Familie fügt eine weitere Ebene des Chaos hinzu. Ihre Schwester Debbie hat ihren Ehemann Bob verlassen, und Jacks ursprünglicher Plan, Bob als seinen Nachfolger zu ernennen, ist gescheitert. Stattdessen will Jack nun, dass Greg einspringt. Dies führt zu Spannungen bei der Geburtstagsfeier, bei der Pams Clan in großer Zahl eintrifft. Jack versucht auch, Pam davon zu überzeugen, Greg zu verlassen und zu ihrem Ex-Verlobten Kevin Rawley zurückzukehren, den Jack für sie geeigneter hält.
Die Besetzung
Robert De Niro ist als Jack zurückgekehrt, und Ben Stiller spielt Greg. Owen Wilson tritt als Kevin Rawley auf, während Blythe Danner und Teri Polo ihre Rollen aus früheren Filmen wieder aufnehmen. Dustin Hoffman und Barbra Streisand kehren ebenfalls als Bernie Focker und Rozalin Focker zurück. Neue Gesichter sind Jessica Alba als Andi Garcia, Laura Dern als Prudence, Kevin Hart als Krankenschwester Louis sowie Daisy Tahan und Colin Baiocchi als die Zwillinge Samantha und Henry.
Das Fortsetzungs-Problem
„Little Fockers“ leidet unter demselben Fehler, der viele Fortsetzungen plagt: Es wiederholt die Formel, ohne viel Neues hinzuzufügen. Die Witze über Jacks Paranoia und Gregs Unzulänglichkeit waren 2004 frisch, haben aber hier an Schärfe verloren. Der Film stützt sich stark auf Rückverweise auf frühere Teile, was bedeutet, dass jeder, der diese Filme nicht gesehen hat, die Hälfte des Spaßes verpassen wird. Für langjährige Fans gibt es Trost in der Vertrautheit. Für Neueinsteiger gibt es viel zu erklären.
Die Kritiken
„Little Fockers“ erhielt negative Kritiken. Das Budget des Films in Höhe von 100 Millionen Dollar wurde mit Skepsis betrachtet, und das Endprodukt tat wenig, um dies zu zerstreuen. Die Laufzeit des Films beträgt 98 Minuten, was kurz genug ist, dass er straffer hätte sein sollen. Stattdessen wirkt er aufgebläht, mit Szenen, die man hätte kürzen können, um den Fokus zu schärfen.
Die Zahlen
De Niro und Stiller verdienten jeweils 20 Millionen Dollar für ihre Rollen in „Little Fockers“. Der Film spielte 310,7 Millionen Dollar bei einem Budget von 100 Millionen Dollar ein, was ihn trotz des schlechten Anlaufs zu einem kommerziellen Erfolg machte. Er wurde am 22. Dezember 2010 von Universal Pictures in den Vereinigten Staaten und Kanada sowie von Paramount Pictures international veröffentlicht.
Das Urteil
„Little Fockers“ ist ein Geldeintreiber, der als Familienkomödie getarnt ist. Er hat einen starken Cast, ein erkennbares Konzept und eine gesunde Kinoeinnahme. Was ihm fehlt, ist ein Sinn für Bestimmung. Die Witze sind bekannt, der Einsatz ist gering, und der Film verbringt zu viel Zeit damit, sich zu wiederholen. Hier gibt es keine Überraschung, nur Wiederholung.
Das ist zu beachten:
- Die Chemie zwischen De Niro und Stiller bleibt elektrisierend.
- Die Geburtstagsfeier-Szene ist auf die beste Weise chaotisch.
- Andis Garcias Flirtation mit Greg steigert die Spannung.
- Jacks Weigerung, Greg als seinen Nachfolger zu akzeptieren, treibt die Handlung voran.
- Der Film verlässt sich zu stark auf Rückverweise zu früheren Teilen, was seinen Reiz für Neueinsteiger einschränkt.
Das alles reicht nicht aus, um „Little Fockers“ vor seinen Mängeln zu bewahren. Der Film ist ein hohles Echo seiner Vorgänger, erbaut auf einem Fundament, das bereits gelegt ist. Es ist eine Fortsetzung, die intelligenter hätte sein sollen. Stattdessen ist es ein abgenutzter Witz, der noch einmal erzählt wird.
Wertung: 2,7 von 10
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