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Mala Iqbals Gemälde fragen, was uns Gemeinschaftsräume über uns verraten.

Mala Iqbal malt überfüllte Straßen einer Stadt, in denen Fremde ein Zimmer teilen, wobei jedes Gesicht hinter einem Bildschirm verborgen ist. )

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A crowded subway car bathed in orange and yellow light, faces blurred and turned away.

Mala Iqbals neue Gemälde füllen die Leinwand mit Figuren, die sich um Platz in einer großen Metropole drängen, wobei jede einzelne eine Erinnerung daran ist, dass die Welt ein Raum ist, den wir mit Fremden teilen, von denen die meisten woanders hinschauen. Das Werk stellt eine einfache Frage: wie viel Realität wird durch das aufgebaut, was wir sehen, und wie viel durch das, was wir nicht sehen.

Figuren, die die Oberfläche füllen

Jede Leinwand trägt Figuren, die gegen die Oberfläche gepresst sind und sich mit der Energie einer belebten Stadtstraße bewegen. Viele sind in einem orange-gelben Glanz beleuchtet, eine Prise Künstlichkeit für Menschen, die unter elektrischem Licht leben, an Orten, an denen selbst die Sonne nicht ausreicht. Einige Gemälde verzichten auf diesen Effekt vollständig, wie zum Beispiel „Through the Curtains“ (2026).

Von links nach rechts lässt sich die Szene in drei Teile zerlegen:

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  • Eine Szene des Zusammenbruchs, verborgen hinter einem Tüllvorhang, der wie ein verblichenes Negativ wirkt.
  • Eine Figur, die fast betäubt auf das Geschehen reagiert.
  • Ein weiterer Vorhang schließt die Szene mit einem bildersprachlichen Muster ab und verwandelt das Leben in eine unentschlüsselbare Sprache.

Ich lese es als eine Metapher dafür, wie unsere Bildschirme Zusammenbruch und Gewalt mit jeder Wischbewegung liefern, schneller als wir es verarbeiten können.

Realität, Schicht für Schicht aufgebaut

Jedes Werk handelt von der Konstruktion der Realität, manchmal zusammengebaut, manchmal geschichtet und gelegentlich durch die Anordnung von Bildern, Figuren und Zeichen philosophisch durchdacht. Sozialrealismus wirft einen langen Schatten über die Serie, obwohl die Stimmung näher an Matisses Leichtigkeit als an Angst liegt.

„Times Square“ (2026) trägt eine kalkartige Palette wie Ben Shahn, wodurch das Bild seinen eigenen Charakter erhält, ohne in Verzweiflung zu versinken.

U-Bahnen und falsche Intimität

Viele der Gemälde spielen in U-Bahnen, wo falsche Intimitäten uns die Illusion geben, uns gegenseitig zu kennen. Doch der Künstler lässt die Masken nie fallen. Gesichter wenden sich ab, werden verstellt oder in formschöne Verzierungen verwandelt, wodurch seltsame, aber verlockende Oberflächen ans Licht kommen.

Eine Figur sticht als wiedererkennbar hervor. Das ist die Partnerin des Malers, die Künstlerin Angela Dufresne, in „Subway Riders“ (2026). Sie scheint selbst etwas festzuhalten, indem sie uns anblickt, aber nicht direkt ansieht. Das Werk erinnert uns daran, wie unsere eigenen Beziehungen uns genauso darstellen wie wir sie darstellen.

Die Szene mit dem Vorhang

Die Szene mit dem Vorhang in „Through the Curtains“ (2026) ist ein einzelnes Werk, kein wiederkehrendes Motiv über mehrere Gemälde hinweg. Sie bewegt sich von einer zusammengebrochenen Szene über eine Darstellung aus Tüllvorhang bis hin zu einer betäubten Reaktion und schließlich zu einem Vorhang mit einem bildersymbolartigen Muster. Jede Schicht fügt einen weiteren Schritt zwischen dem hinzu, was geschieht, und der Art und Weise, wie wir es sehen – das Leben wird ein Bild, ein Bild wird ein Bildschirm und der Bildschirm wird ein nicht entschlüsselbarer Code.

Was die Gemälde fragen

Iqbals Gemälde sind nicht nur Bilder einer Stadt. Sie sind Fragen danach, wie wir sie sehen, und wie wir versäumen, uns gegenseitig wahrzunehmen, während wir auf unseren Handys schauen. Die U-Bahnszenen tragen diese Spannung besonders – falsche Intimitäten in einem Raum, in dem alle so tun, als ob sie sich kennen.

Faktenbox

  • Künstlerin: Mala Iqbal
  • Partnerin, die dargestellt wird: Angela Dufresne
  • Genannte Werke: „Through the Curtains“ (2026), „Times Square“ (2026), „Subway Riders“ (2026)

Die Gemälde erzwingen eine Perspektivenverschiebung. Anstatt die Welt als einen festen Satz von Fakten zu sehen, zeigen sie sie als eine konstruierte Realität, Schicht für Schicht aus Bildern, Figuren und Zeichen. Der Betrachter bleibt sich fragend, wie viel von dem, was wir erleben, direkt ist und wie viel gefiltert wird.

Quellenmaterial: „Mala Iqbal Paints the Space We Share With Strangers“, Hyperallergic.

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