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Maleficent Review: Angelina Jolie fliegt mit den Flügeln, doch der Drehbuch kommt nie von der Stelle

Eine dunkle Märchen Geschichte von Flügeln und Verrat, in der die düsteren Gedanken einer Heldin ihren Fluch über eine Prinzessin nicht ganz entfalten können.

Von mitch·5 Min. Lesezeit
A winged fairy perches above a verdant forest, gazing toward a distant, golden palace.

Angelina Jolies Maleficent wird einen dunklen Märchenfilm sein und landet meistens bei einem dunklen Kinderfilm. Der Film setzt die böse Hexe von Schneeweißchen und Rosenrot als brodleriende Heldin mit Flügeln um und verbringt die Mehrheit seiner Länge damit, zu erklären, warum sie überhaupt böse geworden ist. Das Ergebnis ist ein visuell beeindruckender Film, der eine dünn aufgebaute Handlung hat – ein Märchen, das sich nie ganz von seinem Erklären lösen kann.

Trailer, via Walt Disney Studios Philippines.

Die Flügel von Maleficent

Jolie spielt die Titelrolle als flügellose Fee namens Maleficent, die im Moor, einem Waldreich, lebt, das sie vor Menschen schützt. Sie ist freiheitsliebend, mächtig und unbekümmert, bis ein junger Prinz namens Stefan (gespielt von Sharlto Copley) in ihr Leben tritt. Ihre Freundschaft wächst zu mehr aus, und dann verrät er sie auf eine Weise, die den ganzen Plot in Gang setzt. Das Verrat ist der Motor der Handlung und auch die schwächste Stelle des Films.

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Das Verrat soll erklären, warum Maleficent die Prinzessin Aurora (Elle Fanning) zum Zeitpunkt ihrer Geburt verflucht. Aber der Film legt sich nicht vollständig in die Tiefe dieses Wundes. Es zeigt das Verrat, es zeigt die Verfluchung, und dann geht es weiter. Der Gefühlsweg fühlt sich überstürzt an, und der Zuschauer bleibt mit den Lücken zwischen Ursache und Wirkung zurück.

Elle Fannings Prinzessin Aurora

Fanning spielt Aurora als hellwachen, neugierigen Mädchen, das zur Geburt von seinen Eltern getrennt wird und in einer Turm von drei Fees großgezogen wird. Ihr Auftritt ist kompetent, aber die Rolle ist begrenzt. Aurora ist der Einstieg des Publikums in die Geschichte, und der Film baut auf ihre Naivität, um Maleficents Wut gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Aber der Film lässt Aurora nicht außerhalb ihres kindlichen Zustands heranwachsen, selbst als sie eine Prinzessin und Mutter wird.

Der Film führt auch einen Nebencharakter namens Diaval (Sam Riley) ein, einen Rabe, den Maleficent in einen Mann verwandelt. Diaval soll ein treuer Freund sein, aber seine Funktion besteht hauptsächlich darin, Maleficents Augen und Ohren in der menschlichen Welt zu sein. Seine Szenen sind einige der besten des Films, aber sie sind auch die vorhersehbarsten. Er ist der Art von Charakter, der immer dann auftaucht, wenn das Plot einen nützlichen Spion oder einen Moment des Komischen braucht.

Das Moor und das Schloss

Die Bühnenbildgestaltung ist der Stelle, wo Maleficent wirklich strahlt. Der Moor ist ein grüner Königreich voller alter Bäume und leuchtender Wesen. Das Schloss ist ein scharfer Kontrast, alles Marmor und Gold. Die visuelle Unterschied zwischen den beiden Welten ist scharf, und es hilft die Idee zu verkaufen, dass Maleficents Welt rein ist, während die menschliche Welt korrupt ist. Die Filme Handlungen sind auch gut choreographiert, besonders eine klimatische Schlacht, die Drachen und Heere beinhaltet.

Aber die Bilder können den Text nicht retten. Der Film ist zu lang, und er wiederholt sich oft. Es gibt mindestens drei große Szene, die ähnlichen Boden abdecken: Stefans Verrat, Maleficents Fluch, und das finale Gefecht. Jede fühlt sich wie eine Wiedergabe desselben Geschichtes von einem leicht anderen Blickwinkel aus an. Die Gänge leiden unter diesem, und der Film zieht sich in seinem mittleren Akt.

Das Problem mit Maleficent

Das größte Problem mit Maleficent ist dass es nie vollständig zu seinem zentralen Charakter verpflichtet ist. Maleficent soll eine Antagonistin sein, aber der Film hält ihre Kanten immer weich. Sie ist verraten, ja, aber sie ist auch ständig verzeihend. Sie ist verflucht, ja, aber sie ist auch ständig selbst zu Läuterung bringend. Am Ende des Films ist Maleficent weniger eine Antagonistin und mehr ein missverstandener Opfer des Zufalls.

Der Film kämpft auch mit seiner Botschaft. Es will etwas über Macht, Habgier, und die Natur des Bösen sagen, aber es zieht sich stets zurück von seinem eigenen Thesis. Die Botschaft wird verdünnt durch die ständige Not, Maleficent liebenswürdig zu machen. Der Film ist so begierig uns für sie zu haben, dass es vergisst uns vor ihr zu haben.

  1. Der Verratscene ist der emotionale Kern des Geschichtes, aber sie ist eilend und unvollständig beschrieben.
  2. Elle Fannings Aurora ist ein statisches Charakter, das nie über seinen kindlichen Zustand hinaus wächst.
  3. Der Moor und das Schloss sind visuell beeindruckend, aber der Film wiederholt sich in seinen Szene.
  4. Angelina Jolie spielt Maleficent mit Intensität, aber der Text hält ihre Antagonistie immer weich.
  5. Die Botschaft des Films über Böses wird verdünnt durch seine Not, Maleficent liebenswürdig zu machen.

Das Urteil

Maleficent ist ein Gemisch. Es hat Momente echter Schönheit und einige starke Leistungen, aber es wird gehemmt von einem Drehbuch, das nicht entscheiden kann, welchen Geschmack es erzählen will. Es ist zu dunkel, um ein Kinderfilm zu sein, und zu leicht, um eine richtige Fantasy-Epic zu sein. Die besten Szenen des Films sind seine ruhigsten, wo Maleficent durch die Moorwand geht und wir sehen die Welt, die sie schützt. Diese Momente funktionieren, weil sie den Bildern erlauben, zu sprechen.

Die schlechtesten Szenen des Films sind seine lautesten, wo Maleficent Heere und Drachen bekämpft. Diese Szenen sind technisch beeindruckend, aber narrativ leer. Sie existieren, um die Effekte zu präsentieren, nicht, um die Geschichte voranzutreiben.

Maleficent ist ein Film, der leichter bewundert als geliebt wird. Es ist eine technische Leistung, die nie ein großes Film wird. Seine Ambition ist klar, aber seine Ausführung versagt. Es ist eine Märchen, das nie ganz seiner eigenen Moralisierung entkommt.

Der Film sitzt mit einer Bewertung von 5.6 aus 10.

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