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Assassin’s Creed Review: Michael Fassbender trägt eine leere Hülle (1)

Eine Rezension von Assassin's Creed, der 2016 entstandenen Verfilmung des Videospiels, die den Geist der Reihe nicht einfängt.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A hooded assassin stands on a high tower overlooking a medieval city.

Assassin’s Creed ist ein Videospiel über Zeitreisen und politische Attentate. Es ist auch ein Film über einen Mann, der nicht wirklich wach ist. Der Film, der 2016 veröffentlicht wurde, versucht, das Action-Adventure-Franchise auf die große Leinwand zu übertragen. Das misslingt.

Die Prämisse ist einfach. Callum Lynch (Michael Fassbender) entdeckt, dass er von Aguilar de Nerha abstammt, einem Attentäter, der während der spanischen Inquisition lebte. Durch ein Gerät namens Animus erlebt Callum die Erinnerungen seines Vorfahren und erlernt die Fähigkeiten eines Meisterkillers. Die Handlung soll ein angespanntes Rennen zwischen den Assassinen und den Tempelrittern um ein uraltes Artefakt sein. Stattdessen wirkt es wie eine Reihe von Inszenierungen, die lose mit keinerlei Dringlichkeit verbunden sind.

Trailer, über 20th Century Studios.

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Michael Fassbender trägt die Last

Fassbender ist der beste Grund, Assassin’s Creed anzusehen. Er spielt Callum mit einer müden Intensität, die die emotionalen Einsätze des Aufwachens im Körper eines anderen Menschen vermittelt. Seine Leistung fundiert ein Drehbuch, das ansonsten zwischen Actionsequenzen und Expositions-Dumps schwankt. Selbst wenn der Dialog flach ist, findet Fassbender Momente stiller Menschlichkeit in der Reise des Charakters.

Der Nebencast kommt nicht so gut zurecht. Marion Cotillard ist als Maria zu sehen, einer Templer-Agentin, die Callums romantische Gegenspielerin sein soll. Ihre gemeinsamen Szenen sind unangenehm, und die Chemie kommt nicht an. Der Film versucht, Spannung zwischen ihnen aufzubauen, aber die Beziehung fühlt sich wie ein Handlungspunkt und nicht wie eine Charakterverbindung an.

Eine zerbrochene Handlung

Die narrativen Probleme beginnen früh und hören nie auf. Die Animus-Technologie wird schlecht erklärt, und der Film stützt sich auf ein Deus Ex Machina-Ende, das alles untergräbt, was vorher geschah. Das Tempo ist unregelmäßig. Actionsequenzen werden durch lange Abschnitte von Dialog über die Geschichte der Assassinen und Tempelritter unterbrochen, die von Schauspielern gehalten werden, die scheinbar aus Karteikarten vorlesen.

Der Film hat zudem mit der Größe zu kämpfen. Die Geschichte springt von Spanien über Italien nach England, und jeder Ort fühlt sich wie eine Touristenattraktion und nicht wie eine lebendige Welt an. Die visuellen Effekte sind kompetent, können aber nicht verbergen, dass der Film eine hohle Hülle seines Ausgangsmaterials ist. Die Videospiele sind dicht mit Lore und Systemen. Der Film ist eine oberflächliche Wiedererzählung einiger ausgewählter Szenen.

The Running Order

Szene Ort Zeit
Eröffnung Heutiges Paris Jetzt
Erinnerung Eins Mittelalterliches Spanien Vergangenheit
Erinnerung Zwei Renaissance Italien ( Vergangenheit (
Erinnerung Drei ( Heutiges London ( Jetzt (
Höhepunkt ( Antikes Rom ( Vergangenheit (

Die obige Tabelle erfasst die Struktur des Films. Er springt hin und her durch die Zeit, aber die Übergänge sind ruckartig. Jede Erinnerung ist eine in sich geschlossene Sequenz, und der Film findet keine Möglichkeit, diese miteinander zu verbinden. (

Was funktioniert und was nicht (

Hier ist eine kurze Übersicht über die Stärken und Schwächen des Films: (

  1. Michael Fassbenders Darstellung verkörpert die Hauptrolle. (
  2. Die Actionsequenzen sind gut inszeniert, wenngleich wiederholend.
  3. Die historischen Settings sind visuell beeindruckend.
  4. Die Handlung ist verschachtelt und schlecht erklärt.
  5. Die romantische Nebenhandlung zwischen Callum und Maria wirkt gezwungen.
  6. Das Ende löst den zentralen Konflikt auf eine Weise, die die gesamte Erfahrung entwertet.

Der größte Fehler des Films ist seine Unfähigkeit, den Geist der Spiele einzufangen. Die Spiele handeln von Freiheit, Neugierde und der Freude an der Erkundung. Assassin’s Creed handelt davon, Michael Fassbender Gebäude erklimmen und Wachen bekämpfen zu sehen. Das ist ein engerer Rahmen, und das zeigt sich.

Das Schlusswort

Assassin’s Creed ist eine Enttäuschung. Es nimmt eine geliebte Marke und verwandelt sie in einen generischen Actionfilm mit Video-Spiele-Anstrich. Die schauspielerischen Leistungen sind solide, aber die Regie ist schlecht. Das Drehbuch ist ein einziges Chaos, und der letzte Akt wirkt gehetzt und unbefriedigend.

Der Film ist keine komplette Katastrophe. Er hat Momente echter Spannung, und Fassbender liefert eine starke Hauptrolle ab. Aber die Fehler sind zu zahlreich, um sie zu ignorieren. Das Tempo ist nicht stimmig, die Handlung ist dünn, und das Ende hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.

Wenn Sie ein Fan der Spiele sind, werden Sie wahrscheinlich das Kino betreten und sich betrogen fühlen. Wenn Sie neu in der Franchise sind, werden Sie sich vielleicht fragen, warum sich jemand die Mühe gemacht hat, sie zu adaptieren. Keine der beiden Gruppen bekommt das, was sie von dieser Adaption erwarten.

Der Ruf des Films hat sich mit der Zeit nur noch verschlechtert. Kritiker vergaben ihm zum damaligen Zeitpunkt 3,6 von 10 Punkten, und diese Zahl hat sich gehalten. Es bleibt einer der schwächsten Einträge in der Geschichte der Marke.

Wertung: 3,6 von 10

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