Miley Cyrus ist zurück, und dieses Mal lässt sie offiziell das „Cyrus“ aus allem weg. Ihr neues Album Bass Persuades erscheint am Freitag (17. September) über Atlantic Records, ein Wechsel von ihrem bisherigen Label Columbia. Das Set mit zehn Tracks wurde von Cyrus gemeinsam mit Kid Harpoon, Maxx Morando, Michael Pollack und The Monsters & Strangerz geschrieben und produziert.
Sie wird die Veröffentlichung mit zwei Shows im Hollywood Bowl an diesem Wochenende feiern, als Vorband spielt das aus Brooklyn stammende Post-Punk-Quartett Model/Actriz. Diese Band ist neben dem langjährigen Weggefährten Andrew Wyatt auch als Featured Artist auf dem Album vertreten.
Was Miley über das Album sagte
Cyrus schrieb bei der Ankündigung des Projekts auf Instagram: „Musik ergreift von uns Besitz. Wir fühlen sie, singen sie, manchmal tanzen wir zu ihr, lassen sie heraus und machen weiter. Sie ist kraftvoll, verletzlich, süß und stark.“
Der Titel des Albums und die erste Single mögen einen clubtauglicheren Sound nahegelegt haben. Einige ihrer Äußerungen dazu könnten dasselbe impliziert haben. Doch das vollständige Set mischt Balladen, die von schwindelerregenden Synths geprägt sind, mit luftigen Akustiksongs und einigen Tracks, die für die Tanzfläche gemacht sind.
Das Ranking, vom Besten zum Schlechtesten
Billboard hat alle 10 Tracks gerankt. So landen sie:
- „Bass Persuades“
- „Bass Persuades Remixx“
- „Neon Signs“ (feat. Andrew Wyatt)
- „REDLIGHTS“
- „Different Religion“ (feat. Model/Actriz)
- „Orbit“
- „Snow“
- „Let’s Get Married“
- „Orbiter“
- „Falling“
Die Zahlen geben Billboards Rangfolge von bestem zu schlechtestem ab.
Warum der Remix zu kurz greift
„Bass Persuades Remixx“ beschließt das Album. Die Idee war klug: eine alternative Version des Openers und der ersten Single. Stattdessen dünnt er nur das Arrangement des Originals aus, erhöht das Tempo und lässt Cyrus gehetzt klingen. Das zusätzliche „x“ im Titel ist ein Gimmick, das sich nicht auszahlt.
Neon Signs kämpft mit seinem eigenen Witz
„Neon Signs“ beginnt mit einem sanft wiegenden Groove und einer ABBA-ähnlichen Melodie. Cyrus’ und Wyatts Stimmen mischen sich gut. Dann verliert sich der Song in einem Paar hauchender gesprochener Bridges, in denen die beiden cartoonhaft flirten: „Some people say I’m creepy… but others think I’m just right.“ „No, you’re perfect! So perfect!“ Es ist ein Insiderwitz, in den wir nicht eingeweiht sind.
REDLIGHTS verfehlt den Hook
„REDLIGHTS“ könnte der nächste „Flowers“ sein, mit einem leichten Slow-Disco-Groove und wallenden 70er-Jahre-Streichern. Aber es fehlt ein großer gesanglicher Hook oder eine klare textliche Idee. Zeilen wie „Truth is all we need/ And also what I fear“ und „Anywhere you go/ I will also go“ landen unbeholfen.
Different Religion Packt einen Schlag
Die ersten 10 Sekunden von „Different Religion“ sind atemberaubend, wenn ein Gitarrenschwall Cyrus weicht, der erklärt: „I’ve got my own God/ He drives a fast car.“ Model/Actriz‘ spiky industrielle Untermalung passt perfekt. Der Rest des Songs kühlt zu schnell ab, der Refrain driftet in vertrautes Alt-Pop-Territorium ab und Cole Hadens düsteres Croon verschmilzt awkward mit Cyrus‘ süßeren Vocals.
Bass Persuades Kommt Nah Heran
„Bass Persuades“ beginnt mit „Let’s go“, einem bedrohlichen Synth-Riff und einem der fesselndsten Titel des Jahres. Der Refrain – „The kids don’t want to dance“ – wirkt ziellos, und die kurzen Synth-Bleats wirken unterproduziert. Es ist ein unterhaltsamer Song mit Potenzial, aber er erreicht nie ganz die Höhen, die er verspricht.
Orbit Liefert Verletzliche Vocals
„Orbit“ ist eine Electric-Piano-Ballade mit einigen von Cyrus‘ stärksten Vocals. Lyrics wie „When you look at me it’s primal/ When you wave to me it’s tidal/ And the gravity is vital/ ‚Else I’d float away“ verleihen persönliches Gefühl. Die wirbelnden Synths geben ihm Einsatz, auch wenn er nie ganz einen anderen Gang erreicht.
Snow Beendet das Album mit einer Beunruhigenden Note
„Snow“ beginnt als schwindelerregende Ballade mit funkelnden Synths. Sein letzter Abschnitt wird schwerer, mit arpeggierten Synths, gemischt mit einem knurrenden Depeche-Mode-ähnlichen Low-End. Cyrus echot „Together we both fall“, dann zischt er „It doesn’t get better.“ Es ist ein faszinierendes Ende und hätte wahrscheinlich das Album schließen sollen.
Let’s Get Married Ist der Hit
Der offensichtlichste Hit auf Bass Persuades und wahrscheinlich die zweite Single des Albums, kam mit einem glamourösen Schwarz-Weiß-Musikvideo. Es ist so schön und gewinnend wie Something Beautifuls „End of the World.“
KEY FACTS BOX – Album: Bass Persuades, 10 Tracks – Veröffentlichungsdatum: Freitag, 17. September – Label: Atlantic Records – Shows: Zwei Nächte in der Hollywood Bowl – Opening Act: Model/Actriz
ALBUM TRACKS – „Bass Persuades Remixx“ – „Neon Signs“ (feat. Andrew Wyatt) – „REDLIGHTS“ – „Different Religion“ (feat. Model/Actriz) – „Bass Persuades“ – „Orbit“ – „Snow“ – „Let’s Get Married“ – „Orbiter“ – „Falling“
BILLBOARD-RANGLISTE 1. „Bass Persuades“ 2. „Bass Persuades Remixx“ 3. „Neon Signs“ (feat. Andrew Wyatt) 4. „REDLIGHTS“ 5. „Different Religion“ (feat. Model/Actriz) 6. „Orbit“ 7. „Snow“ 8. „Let’s Get Married“ 9. „Orbiter“ 10. „Falling“
Quellenmaterial: „Miley Cyrus’ ‚Bass Persuades‘: Alle 10 Tracks im Ranking“, Billboard.
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