„General Hospital“ wurde erstmals am 1. April 1963 auf ABC ausgestrahlt und läuft seitdem ununterbrochen. Das ist eine lange Zeit für eine Serie über Ärzte, Krankenschwestern, Mobster und den gelegentlichen Yachtenkapitän. Es ist auch eine lange Zeit, um das Publikum zu bitten, sich für eine fiktive Stadt namens Port Charles, New York, und ihre endlosen Familienfehden zu interessieren. Die Serie ist ein Relikt einer einfacheren Art von Fernsehen, das auf Melodram und Kontinuität setzt, die Jahrzehnte zurückreichen. Es ist kein Relikt, das sich besonders gut hält.
Schauplatz
Port Charles ist eine eher kleine Stadt mit einem großen Krankenhaus, einem schicken Hotel, einem Diner und einer Waterfront, die Kriminelle anzieht. Die Serie wurde von Frank und Doris Hursley kreiert und läuft seit ihrem Debüt ununterbrochen auf ABC. Sie begann als halbstündige Serie und wuchs schließlich auf eine volle Stunde an, obwohl aus den verfügbaren Informationen nicht genau hervorgeht, wann diese Erweiterung stattfand. Die Serie wird in den Prospect Studios in Los Angeles, Kalifornien, gedreht.
Die Stadt selbst ist Teil einer größeren fiktiven Welt, die mit anderen Seifenopern geteilt wird. Der Originaltext erwähnt Llanview, Pine Valley, New York City und Corinth als Orte, die im selben Universum existieren. Das bedeutet, dass Charaktere aus einer Show manchmal in einer anderen auftauchen können.
Die Familien
Die Serie dreht sich weniger um Medizin und mehr um die Menschen, die in Port Charles leben. Die aktuellen Familien sind die wohlhabenden Quartermaines, die kriminalkämpfenden Corinthoses, die bürgertümlich gestellten Scorpios und Joneses, die aristokratische Familie Cassadine und die abenteuerlustigen Spencers. Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte von Dysfunktion, Verrat und Liebesdreiecken mit sich.
Ursprünglich konzentrierte sich die Serie auf das medizinische Personal von „General Hospital“. John Beradino spielte Dr. Steve Hardy, und Emily McLaughlin spielte Krankenschwester Jessie Brewer. Beide blieben bis zu ihrem Tod im Jahr 1996 bzw. 1991 bei der Serie. Rachel Ames stieß ein Jahr später zur Besetzung und hatte ihren letzten Auftritt im Jahr 2015.
Die Einschaltquoten
„General Hospital“ erreichte seinen Höhepunkt in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren. Von 1979 bis 1988 hatte die Serie mehr Zuschauer als jede andere Daytime-Soap-Opera. Ein Teil dieses Erfolgs war auf das „Superpaar“ Luke und Laura zurückzuführen, deren Hochzeit im Jahr 1981 30 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte.
Diese Zahl ist beeindruckend, aber auch ein historisches Artefakt. Die Serie hat seitdem keinen ähnlich massiven Moment mehr hervorgebracht.
Ableger
General Hospital hat im Laufe der Jahre mehrere verwandte Sendungen hervorgebracht. 1964 wurde eine Schwester-Soap namens The Young Marrieds geschaffen. Sie lief zwei Jahre und wurde aufgrund geringer Einschaltquoten abgesetzt. Die Serie brachte außerdem die Daytime-Serie Port Charles (1997–2003) und den Primetime-Ableger General Hospital: Night Shift (2007–2008) hervor.
Diese Ableger sind hauptsächlich von Interesse als Beweis für die Ambitionen des Franchises.
Feuer und Yacht
Die Serie hatte einige bemerkenswerte Handlungsstränge. In den 1990er Jahren spendete Sonny Corinthos einen zusätzlichen Flügel, der der AIDS-Forschung gewidmet war. In den 2000er Jahren spendete Carly Corinthos ein pädiatrisches Zentrum für die Hirnneurologie. Im Jahr 2009 zerstörte ein Brand das Krankenhaus, das mit Geld der Quartermaine-Familie wieder aufgebaut wurde.
Das Metro Court Hotel ist ein prominentes Wahrzeichen in Port Charles. Es wurde von Jasper Jacks auf dem Gelände des Port Charles Hotels errichtet, nachdem dieses 2004 abgebrannt war. Das Hotel ist Courtney Matthews gewidmet, die Jax romantisch umwerben wollte. Carly Corinthos wurde seine Geschäftspartnerin und später war sie zusammen mit Kate Howard Miteigentümerin, als Jax seinen Anteil an sie verkaufte. Das Hotel umfasst ein Skyline-Restaurant, ein Spa, Penthouse-Suiten und Geschäftsbüros. Die derzeitigen Eigentümer sind Carly und Olivia Falconeri.
Kelly’s Diner ist eine kleinere, aber beliebte Institution. Sie wurde von Joe „Paddy“ Kelly gegründet und wurde zu einem Vintage-Restaurant im Herzen von Port Charles. Das Diner hat Zimmer im Obergeschoss, in denen im Laufe der Jahre viele Einwohner und Gäste von Port Charles untergebracht waren. Nach Paddys Tod übernahm seine Frau Rose Kelly die Leitung. Später verkaufte sie es an Ruby Anderson, als Rose die Stadt verließ. Als Ruby starb, hinterließ sie das Diner ihrer Nichte Bobbie Spencer und ihrem Neffen Luke Spencer.
Die Haunted Star ist eine Yacht, die Luke Spencer gehörte. Er erhielt das Schiff als Hochzeitsgeschenk, und es ist ein wiederkehrender Bestandteil der Mythologie der Serie.
Stärken und Schwächen
Die Stärke der Serie liegt in ihrer Kontinuität. Charaktere, die vor Jahrzehnten auftauchten, sind noch heute von Bedeutung. Familiengeschichten reichen über Generationen zurück, und die Serie setzt selten ihre interne Uhr zurück. Für langjährige Zuschauer ist das der Reiz.
Für Neulinge ist das eine Hürde. Die Serie setzt Wissen über vergangene Ereignisse voraus, und es gibt keine einfache Möglichkeit, sich zu informieren. Ein neuer Zuschauer müsste Hunderte von Episoden sehen, um den aktuellen Stand der Dinge zu verstehen.
Die Serie profitiert auch von einem starken Schauspielerensemble. Viele Darsteller sind seit Jahren in der Serie dabei.
Die Schwäche der Serie ist ihre Formel. Eine typische Episode folgt einem vorhersehbaren Muster: eine Krise im Krankenhaus, ein Streit zwischen zwei Familien, eine Enthüllung über die Vergangenheit eines Charakters und ein Cliffhanger, der kurz vor den Abspann endet. Diese Struktur hat sich seit Jahrzehnten nicht geändert.
Die Serie hat auch Probleme mit der Aktualität. Sie spielt in einer modernen Stadt, funktioniert aber nach einer vor-modernen Logik. Die Welt der Serie wirkt veraltet, was sie datiert erscheinen lässt.
Urteil
„General Hospital“ ist ein kulturelles Artefakt mehr als ein aktuelles Ereignis. Es hat länger überdauert als fast jedes andere Programm im amerikanischen Fernsehen, und es hat sich diese Langlebigkeit durch schiere Sturheit verdient. Es weiß, was es ist, und entschuldigt sich nicht dafür.
Die Serie ist nicht für jedermann. Ihr Tempo ist langsam, ihre Geschichten sind repetitiv, und ihre Welt ist von der breiteren Kultur abgeschnitten. Aber für diejenigen, die sie über Jahre hinweg verfolgt haben, bietet sie eine Art von Trost. Die Familien bleiben gleich, die Konflikte wiederholen sich, und die Krisen lösen sich Woche für Woche.
Die Serie läuft derzeit in ihrer 64. Staffel, erreichte dieses Etappenziel im Jahr 2026. Sie hat im Laufe ihrer Laufzeit 10.851 Episoden produziert. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, auch wenn die Qualität der einzelnen Episoden stark variiert.
Schlüsseldaten – Erste Ausstrahlung: 1. April 1963 – Letzte Ausstrahlung: 25. September 2026 – Staffeln: 64 – Episoden: 10.851 – Sender: ABC – Erschaffer: Frank und Doris Hursley – Höchstbewertete Stunde: Hochzeit von Luke und Laura, 30 Millionen Zuschauer (1981)
General Hospital ist eine Sendung, die Geduld belohnt und Neugier bestraft. Am besten genießt man sie als Gewohnheit, nicht als Ziel. Sie hat mehr als sechzig Jahre überdauert und wird voraussichtlich noch weitere überdauern. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie gut ist.
Wertung: 5.8/10
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