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OpenAI soll 300 Millionen Dollar für die Kamerafirma Glass Imaging ausgeben.

OpenAI kauft Glass Imaging, den Hersteller von Smartphone-Kameras, der hinter Apples Portraitmodus steckt, für über 300 Millionen Dollar.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A smartphone camera module sits on a dark surface under soft blue lighting.

OpenAI hat Glass Imaging, den Hersteller von Smartphone-Kameras, der von den Ingenieuren gegründet wurde, die hinter Apples Portrait Mode steckten, in einem Deal erworben, der laut einem Bericht des Wall Street Journal über 300 Millionen Dollar wert ist. Die Übernahme verschafft dem KI-Labor eine Position im Bereich der Kamerahardware zu einem Zeitpunkt, an dem Gerüchte über den Bau eigener Geräte kursieren.

Glass Imaging wurde 2019 von Ziv Attar und Tom Bishop gegründet, beides ehemalige Apple-Ingenieure, die das Team anführten, das Apples Portrait Mode entwickelte. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Los Altos, Kalifornien, und hatte zuvor etwa 30 Millionen Dollar an Fördermitteln von Investoren eingeworben. Der Deal-Wert stellt OpenAIs Kauf in die gleiche Größenordnung wie seine frühere Übernahme von Jony Ives Unternehmen für 6,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

Details zum Deal

Der Preis von 300 Millionen Dollar stammt aus dem Bericht des Wall Street Journal. OpenAI hat nicht sofort auf eine Anfrage nach einem Kommentar reagiert. Die Berichterstattung des Journal ist die Grundlage für alles, was folgt.

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Die Übernahme bringt zwei Stränge der Silicon-Valley-Geschichte zusammen. Attar und Bishop waren die Ingenieure hinter Apples Portrait Mode. Nun haben diese Ingenieure jahrelang ein Unternehmen aufgebaut, dessen erklärtes Ziel es ist, KI in der Kamera selbst zum Einsatz zu bringen, nicht nach dem Aufnehmen des Fotos.

Was Glass Imaging eigentlich tut

Glass Imagings Kernbotschaft ist, dass KI in der Kamera und nicht außerhalb ihr an Ort und Stelle sein sollte. Das Unternehmen verwendet neuronale Netze, um zu verstehen, wie jedes Kamerasystem funktioniert. Es lernt die verschiedenen Sensoren, Objektive und Verarbeitungspipelines kennen, die in Smartphone-Modellen zu finden sind. Dann wendet es dieses Wissen an, sobald der Auslöser gedrückt wird.

Der Unterschied ist entscheidend. Die meisten KI-Fotografien funktionieren heute als zweiter Durchgang: das Bild wird aufgenommen, dann verbessert es die Software. Glass Imaging möchte, dass die Verbesserung während der Aufnahme des Bildes erfolgt. Das erfordert, dass die Kamera selbst Intelligenz mit sich führt.

Die Gründer des Unternehmens beschreiben den Ansatz als eine Möglichkeit, die physikalischen Größenbeschränkungen von Smartphone-Kameras zu überwinden. Ein größerer Objektiv oder Sensor ist in einem schlanken Telefon selten möglich. Daher versucht die Software, einen Teil der Arbeit zu erledigen, die die Hardware nicht leisten kann.

Der Hintergrund von Attar und Bishop

Attar und Bishop sind das Gesicht von Glass Imaging. Ihr Lebenslauf ist der Grund, warum das Unternehmen überhaupt existiert. Sie entwickelten Apple’s Portrait Mode, der zu einem der prägenden Merkmale des iPhone-Kamerasystems wurde.

Nach ihrem Ausscheiden bei Apple gründeten sie Glass Imaging, um diese Denkweise auf ein breiteres Spektrum von Kameraproblemen anzuwenden. Das Arbeitsschwergebiet des Unternehmens liegt im Bereich der rechnergestützten Fotografie.

Warum OpenAI Kameras kauft

Es wird gemunkelt, dass OpenAI an eigener Hardware arbeitet. Zu den Gerüchten gehören Smartphones, Ohrhörer und KI-Begleitgeräte. Davon wurde jedoch nichts bestätigt. Das Unternehmen hat jedoch ein Muster gezeigt, bei dem es Teams mit spezifischem Fachwissen erwirbt, anstatt alles von Grund auf neu aufzubauen.

Der Glass Imaging Deal passt zu diesem Muster. OpenAI erhält ein Team, das weiß, wie Kameras funktionieren, sowie ein funktionierendes Modell von KI, das in den Aufnahmevorgang integriert ist. Diese Kombination ist wertvoll, unabhängig davon, ob OpenAI Telefone baut oder einfach die Grenzen dessen ausloten möchte, was Kameras leisten können.

Der Ivie Vergleich

Der Deal über 300 Millionen Dollar ist nicht OpenAIs erster großer Hardware-Kauf. Im Jahr 2025 enthüllten OpenAI-CEO Sam Altman und der berühmte Apple-Designer Jony Ive, dass sie gemeinsam an einem Device-Startup namens io gearbeitet hatten. OpenAI kaufte Ivs Unternehmen anschließend für 6,5 Milliarden Dollar.

Der Vergleich ist der interessante Teil. OpenAI hat nun innerhalb weniger Jahre über 6 Milliarden Dollar für zwei separate Hardware-Investitionen ausgegeben. Das erste war ein Designer, der für das Aussehen von Apple-Produkten bekannt ist. Das zweite ist ein Team von Ingenieuren, die für eine Funktion bekannt sind, die verändert hat, wie Telefone Bilder aufnehmen.

Der Unterschied zwischen den beiden Deals ist aufschlussreich. Ive brachte Designsprache und industrielle Erfahrung mit. Attar und Bishop bringen eine spezifische technische Fähigkeit mit sich – die Fähigkeit, KI innerhalb der Kamera arbeiten zu lassen. OpenAI hat nun beides abgedeckt.

Was das für KI-Fotografie bedeutet

Der Deal ist bemerkenswert für das, was er repräsentiert. OpenAI ist nicht länger nur ein KI-Labor. Es wird zu einem Hardware-Unternehmen. Die Frage ist nun, welche Form diese Hardware annehmen wird.

„Wir arbeiten an einem Device-Startup namens io.“

Die Antwort könnte früher eintreffen als erwartet.

Der Kernpunkt

OpenAIs Kauf von Glass Imaging ist ein kluger Schachzug. Das Unternehmen erhält ein Team mit nachgewiesener Erfolgsbilanz, eine funktionierende Technologie und einen klaren Weg nach vorne. Der Deal passt auch zu dem Muster, dass OpenAI spezialisiertes Talent kauft, anstatt allgemeines Ingenieur-Talent.

Die Akquisition ist bemerkenswert für das, was sie repräsentiert. OpenAI ist nicht länger nur ein KI-Labor. Es wird zu einem Hardware-Unternehmen. Die Frage ist jetzt, welche Form diese Hardware annehmen wird.

Die Antwort könnte früher eintreffen als erwartet.

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