Louis Creed zieht mit seiner Familie von Boston in ländliche Gegenden von Maine, und der Wald birgt ein Geheimnis: einen Friedhof, der die Toten wieder zum Leben erweckt. Der Film „Pet Sematary“ von 2019 will Sie erschrecken und gelingt das meist auch. Er schleppt jedoch, wiederholt sich und stützt sich auf eine Prämisse, die im dritten Akt abgenutzt wirkt.
Trailer, über Paramount Pictures.
Die Creed-Familie zieht nach Ludlow
Dr. Louis Creed, gespielt von Jason Clarke, verlässt Boston für die ruhige Stadt Ludlow mit seiner Frau Rachel, gespielt von Amy Seimetz, und ihren beiden Kindern, Ellie und Gage. Ihr neues Zuhause liegt in der Nähe eines mysteriösen Friedhofs, auf dem die Haustiere der Gemeindemitglieder begraben sind. Der Aufbau ist einfach und effektiv. Der Film weiß genau, was er tut, bis er anfängt, Schichten hinzuzufügen.
Jud Crandalls Warnung
John Lithgow spielt Jud Crandall, den Nachbarn mit einer Schwäche für Ellie. Er führt Louis an dem Tierfriedhof vorbei zu einem uralten Friedhof und erklärt, dass die Toten dort zurückkehren, verändert. Er entschuldigt sich dafür, Louis’ Katze, Church, wieder zum Leben erweckt zu haben, und sagt: „Manchmal ist tot besser.“ Dieser Satz fasst den ganzen Film zusammen: die Toten kehren zurück, aber nicht so, wie sie gegangen sind.
Juds Warnung kommt früh. Der Film verbringt zu viel Zeit damit, darum herumzuschweifen, Szenen und Momente zu wiederholen, die nichts Neues hinzufügen. Der Wendigo-Geist wird oft erwähnt, fühlt sich aber selten mehr als nur ein Gesprächsthema an.
Church kehrt lebend zurück
Church stirbt am Halloween von einem Lastwagen überfahren. Jud beerdigt ihn auf dem uralten Friedhof, und die Katze kehrt am nächsten Tag zurück. Sie ist aggressiv und gewalttätig, zerreißt einen Vogel und frisst ihn lebendig. Die Szene ist verstörend, aber sie ist auch der Höhepunkt des Films. Sie zeigt, was der Friedhof kann, und ist wirklich beunruhigend.
Dann tötet der Film Ellie, die älteste Tochter, während ihrer Geburtstagsfeier. Sie wird von einem entgleisten Tankwagen getroffen und getötet. Die Familie ist am Boden zerstört, und Rachel und Gage fahren ein paar Tage zu Rachels Eltern. Louis spürt, dass er sie zurückbringen könnte. Jud warnt ihn davor, sagend, sie wäre nicht mehr dieselbe.
Diese Warnung sollte den Höhepunkt darstellen. Stattdessen zieht der Film den letzten Akt in die Länge, wiederholt Szenen der Trauer und des Entsetzens, die nichts zur Spannung beitragen. Der Lohn verliert an Kraft, weil der Aufbau zu lange dauert.
Die Präsenz des Wendigo
Der Wendigo wird als ein Geist beschrieben, von dem man glaubt, dass er den Friedhof heimsucht. Es ist eine vage Präsenz, kein Charakter mit viel Substanz. Der Film behandelt ihn als Bedrohung, ohne ihm viel Form zu geben. Das ist eine verpasste Gelegenheit. Ein klareres Verständnis davon, was der Wendigo will, hätte die Geschichte straffen können.
Was funktioniert
Jason Clarke trägt den Film mit einer stillen Verzweiflung, die Louis menschlich wirken lässt. Amy Seimetz spielt Rachel mit einer stetigen, geerdeten Angst. John Lithgow verkauft Juds Schwäche für Ellie, ohne jemals ins Lächerliche zu geraten. Die schauspielerischen Leistungen sind stark genug, um den Film zusammenzuhalten, selbst wenn das Drehbuch schwächelt.
Der Film ist am besten, wenn er sich an das Ausgangsmaterial hält. Die Wiederbelebungsszenen sind aufrichtig beunruhigend, und die Idee, die Toten wieder zum Leben zu erwecken, hat immer noch Kraft. Wenn der Film dieses Prämisse vertraut, funktioniert er.
Was nicht funktioniert
Das Tempo ist das größte Problem. Der Mittelteil wiederholt sich, mit Szenen des Entsetzens, die die Geschichte nicht voranbringen. Der Film ist 101 Minuten lang, fühlt sich aber aufgrund der Art und Weise, wie er die Zeit behandelt, länger an. Der dritte Akt zieht sich hin und dehnt die Einsätze aus, anstatt sie zu straffen.
Der Film stützt sich auch auf eine Prämisse, die nicht ganz überzeugend ist. Die Wiederbelebung der Toten ist eine fesselnde Idee, aber der Film bekennt sich ihr nie ganz. Es ist eher ein Horrorfilm über Trauer als ein Horrorfilm über die Wiederkehr der Toten.
Das Fazit
Pet Sematary ist ein kompetent gemachter Horrorfilm, der nie zu einem großartigen wird. Die schauspielerischen Leistungen sind stark, die Prämisse ist solide, und die Schrecken sind vorhanden. Aber das Tempo zieht sich hin, der Mittelteil wiederholt sich, und der letzte Akt erfüllt nicht das Versprechen seines Aufbaus.
Es ist ein Film, den man einmal sehen kann, aber nicht unbedingt noch einmal besuchen möchte.
3,8 von 10
Kasten mit den wichtigsten Fakten
- Laufzeit: 101 Minuten
- Regie: Dennis Widmyer, Kevin Kölsch
- Drehbuch: Jeff Buhler
- Hauptdarsteller: Jason Clarke, Amy Seimetz, John Lithgow
- Produktionsbudget: 20 Millionen Dollar
- Weltweit eingespielt: über 113 Millionen Dollar
- Veröffentlichung: 5. April 2019
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