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Risen 3 im Test: Verlorene Seele, Gestohlener Donner – Ein fesselndes Premise, ungleichmäßige Umsetzung. )

Die Seele eines namenlosen Helden wird vom Schattenlord gestohlen, und eine Suche beginnt durch eine zerbrochene Welt aus Ruinen und Schatten.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A warrior stands amid ruins lit by faint crystal light, searching for his stolen soul.

Risen 3: Titan Lords setzt einen jungen Krieger wieder zusammen, nachdem seine Seele vom Schattenlord gestohlen wurde. Dieses Konzept klingt gewagt. Die Umsetzung erfüllt es jedoch nicht immer.

Trailer, über Deep Silver.

Die Ausgangssituation

Die Welt hat keine Götter mehr, und die Titanenkriege wüten über sie hinweg. Eine neue Bedrohung steigt aus dem Boden auf. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines neuen „Namenslosen Helden“, der den Protagonisten aus den beiden vorherigen Spielen ablöst. Dieser Held wurde bisher weder gesehen noch erwähnt, stellt sich aber als Bruder von Patty Steelbeard, einer wiederkehrenden Figur, und Sohn des verstorbenen Piratenkapitäns Gregorius Emanuel Steelbeard heraus.

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Der Held erwacht aus einem Traum, in dem er gegen den Geist des Piratenkapitäns Crow kämpft, der in Risen 2: Dark Waters starb. Er und Patty landen an der Krabbenküste, um in einem alten Stammesheiligtum nach Schätzen zu suchen. Stattdessen finden sie eine Schädelschacht voller schattenhafter Kreaturen.

Der Seelenraub

Als die Gruppe die Höhle betritt, erscheint ein magisches Portal aus Kristall und beschwört den Schattenlord herbei. Der Dämon überrascht alle und schleudert sie zu Boden. Er verzehrt die Seele des Helden, scheint ihn dabei zu töten und lässt Patty und seine Crew ihn begraben.

Später trifft der Hexendoktor Bones auf der Insel ein und führt ein Ritual am Körper des Helden durch. Das weckt den Helden zurück ins Leben. Bones erklärt, dass er nicht wirklich lebt – seine Seele ist in der Unterwelt gefangen – und dass seine Voodoo-Magie nur die Leiche reanimiert hat.

Die Suche nach der Seele

Bones warnt, dass der Held mit jedem Tag, den er ohne seine Seele verbringt, mehr seinen Verstand verliert. Schließlich wird er ein willenloser Diener der Schatten. Bones selbst hatte einst seine Seele verloren, was Teil einer Mission in Risen 2 war, und sie wiederhergestellt. Das Bergen der Seele des Helden wird jedoch schwieriger sein, da sie von den Schatten gefangen gehalten wird.

Der Plan ist, Hilfe von den Magiern zu holen, einer Gruppe verbotener Zauberer, die die Minen von Taranis durchsuchen, auch bekannt als die Insel des Donners, nach Kristallen suchen, die mit magischer Energie aufgeladen sind. Sie werden von den Wächtern beschützt. Um sie zu erreichen, kann der Held versuchen, den Wächtern direkt beizutreten, oder er kann eine der anderen Gilden in Risen 3 wählen, um seine Ziele zu erreichen.

Was funktioniert

Das Open-World-Design bietet dem Spieler ausreichend Raum, zwischen den Quests umherzuwandern. Die Atmosphäre ist düster und stimmungsvoll, mit zerstörten Tempeln und unterirdischen Gängen, die gefährlich wirken. Das Kampfsystem ist einfach, aber effektiv, wodurch der Held Gegner mit Schwert, Zaubern und Begleitern bekämpfen kann.

Was fehlt

Die Geschichte verliert im mittleren Abschnitt an Schwung. Quests laufen manchmal ineinander über, und das Tempo verlangsamt sich, während der Held von Ort zu Ort reist. Die Sprachausgabe ist ausreichend, aber dünn, und einige der Texte wirken gehetzt.

Das Spiel verrät zudem sein Alter auf den drei Plattformen, auf denen es läuft: PlayStation 3, PC und Xbox 360. Texturen sind rau, Animationen sind steif, und die Bildrate sinkt während intensiver Kämpfe ab. Keine dieser Probleme ist fatal, aber sie verhindern, dass das Spiel frisch wirkt.

Das Urteil

Risen 3: Titan Lords ist ein kompetenter, aber uneinheitlicher Eintrag in der Reihe. Der Aufbau ist stark, die Welt ist reichhaltig, und der Kampf hält stand. Aber der mittlere Abschnitt zieht sich, und die technische Präsentation verrät ihr Alter.

Das Spiel erhält eine Bewertung von 5,1 von 10.

Wichtige Fakten

  • Entwickler: Piranha Bytes
  • Publisher: Deep Silver
  • Plattformen: PlayStation 3, PC (Windows), Xbox 360
  • Genres: Rollenspiel (RPG), Abenteuer
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Wertung: 5,1/10

Fazit

Risen 3: Titan Lords ist Fans des Genres, die ein düsteres Fantasy-Sandbox-Spiel mit einem starken zentralen Mysterium suchen, einen Spielwert zu eigen. Es ist nicht das optisch ansprechendste Spiel auf einer der drei Plattformen, und es erfüllt seine eigenen Ambitionen nicht immer. Aber der Kernmechanismus – die Suche nach einer verlorenen Seele bei der Erkundung einer zerbrochenen Welt – ist fesselnd genug, um bis zum Ende durchzuhalten.

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