Disney verbrachte Jahre damit, Into the Woods auf die Leinwand zu bringen. Das Broadway-Musical von 1987 von Stephen Sondheim und James Lapine hatte andere Studios und Produzenten besiegt, bevor Walt Disney Pictures 2012 seine eigene Adaption ankündigte, mit Rob Marshall als Regisseur und John DeLuca als Produzent. Marshalls Film kam am 25. Dezember 2014 in die Kinos, nach einer Premiere in New York City am 8. Dezember. Er läuft 125 Minuten. Es ist eine musikalische Fantasy-Komödie, und sein Tagline ist eine Warnung: „Sei vorsichtig, was du dir wünschst…“
Trailer, über Walt Disney Studios Philippines.
Ein Bäcker, eine Hexe und vier unmögliche Dinge
Die Handlung ist eine Kollision von Märchen. Ein Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) wollen ein Kind. Eine Hexe (Meryl Streep) hat sie verflucht. Die Hexe erwischte einst den Vater des Bäckers dabei, wie er ihren Garten ausraubte, während seine Frau schwanger war, und verlangte deren Baby als Gegenleistung. Er stahl auch ihre magischen Bohnen, woraufhin die Hexe von ihrer eigenen Mutter mit Alter und Hässlichkeit bestraft wurde.
Die Hexe bietet einen Deal an. Sie kann den Fluch aufheben, wenn das Paar vier Dinge für einen Trank sammelt: eine Kuh so weiß wie Milch, ein Umhang so rot wie Blut, Haare so gelb wie Mais und einen Schuh so rein wie Gold. Sie selbst kann keines davon berühren.
Diese Jagd zieht das Paar in die Geschichte aller anderen hinein. Sie treffen Jack (Daniel Huttlestone), der seine Kuh Milky-White verkauft. Der Bäcker tauscht die gestohlenen Bohnen der Hexe, die Jacks Mutter wegwirft; sie wachsen zu einer Bohnenranke heran. Sie treffen Rotkäppchen (Lilla Crawford) und bemerken ihren roten Umhang. Sie sehen Rapunzel (Mackenzie Mauzy), die adoptierte Tochter der Hexe und leibliche Schwester des Bäckers, die ihr Haar für ihren Prinzen herunterlässt. Aschenputtel (Anna Kendrick) flieht vor ihrem Prinzen in goldenen Schuhen.
Die Besetzung ist hochkarätig: Johnny Depp als der Große Böse Wolf, Chris Pine als Aschenputtels Prinz, Christine Baranski als die Stiefmutter, Tracey Ullman, Tammy Blanchard und Lucy Punch. Der Film ist inspiriert von den Märchen der Brüder Grimm „Rotkäppchen“, „Aschenputtel“, „Hans und die Bohnenranke“ und „Rapunzel“.
Wo der Film sein Geld verdient
Die Darstellerinnen und Darsteller tragen den Film. Die Kritiken waren überwiegend positiv, mit Lob für die schauspielerischen Leistungen, insbesondere Streep und Blunt, sowie für den visuellen Stil, die Produktionswerte und die Musiknummern. Blunts Bäckersfrau ist der Motor des Films; sie will das Kind und leistet die Arbeit. Streep spielt die Hexe ohne Augenzwinkern, was wichtig ist, wenn das Material leicht zur Pantomime werden könnte. Marshall drehte alles in Großbritannien, darunter in den Shepperton Studios in London.
Die Kritik an Into the Woods ist stimmig und berechtigt: der Ton im letzten Akt. Die zweite Hälfte des Musicals wird düster, und der Film zieht nicht voll mit. Er will die Konsequenzen ohne das Gewicht. Der Fluch der Hexe, die gestohlenen Bohnen, das als Gegenleistung verlangte Baby — die Geschichte beruht darauf, dass Menschen für das bezahlen, was sie genommen haben. Wenn der Film das abschwächt, untergräbt er seine eigene Prämisse.
Hier ist, was wirklich zählt, in der Rangfolge:
- Blunt und Streep, die dem Film Rückgrat geben.
- Das Produktionsdesign und die Sondheim-Nummern.
- Der letzte Akt, in dem der Film ins Stolpern gerät.
Er ist dennoch ein kommerzieller Erfolg. Seine veröffentlichte Kritikerwertung liegt bei 6,9/10, oder 69/100 bei Metacritic — eine Zahl, die gut, aber nicht großartig ist und zur Spaltung in den Kritiken passt. Das Ensemble ist zu groß, als dass jeder zur Geltung käme; Depps Wolf ist ein Cameo, und die Stiefmutter und die Stiefschwestern sind Inventar. Die aus vier Aufgaben bestehende Quest-Struktur hält die Mitte in Bewegung, doch sie macht die Figuren auch zu Botengängern.
Into the Woods ist ein guter Film, der ein harter hätte sein können. Die Besetzung stimmt, die Lieder stimmen, die Optik stimmt. Was fehlt, ist Nerv im letzten Akt, und das ist der Teil, der entscheidet, ob ein Märchen etwas bedeutet.
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