Step by Step hatte am 20. September 1991 auf ABC Premiere und lief sieben Staffeln lang über zwei Sender, bevor die Serie am 26. Juni 1998 auf CBS endete. Die Sitcom folgt Frank Lambert und Carol Foster, zwei alleinerziehenden Elternteilen, die sich im Urlaub in Jamaika kennenlernen, sich verlieben und auf der Stelle heiraten. Ihre Verbindung schafft eine Patchworkfamilie mit sechs Kindern, und die Serie verfolgt die Reibungen zwischen Franks Kindern – J.T., Alicia und Brendan – und Carols Trio: Dana, Karen und Mark.
Die Prämisse ist einfach. Frank, ein geschiedener Bauunternehmer, dessen Frau ihn verlassen hat, hat drei Kinder. Carol, eine Witwe und Salonbesitzerin, hat drei eigene. Sie leben in Port Washington, Wisconsin, und planen, ihre Ehe geheim zu halten. Dieser Plan scheitert, als Frank bei einem Barbecue, das alle Kinder einander vorstellen soll, versehentlich J.T. von der Hochzeit erzählt. Die Kinder reagieren mit Überraschung und Wut, und die Serie verbringt die nächsten 160 Episoden damit, ihnen beim Zusammenleben zuzusehen.
Die Mischung, die funktioniert
Die Stärke der Serie liegt in ihrem Ensemble. Patrick Duffy spielt Frank mit Wärme und Geduld, und Suzanne Somers verankert Carols Seite mit einem scharfen Sinn für Humor. Brandon Call, Christine Lakin und Josh Byrne treten als Franks Kinder auf, während Staci Keanan, Angela Watson und Christopher Castile Carols Seite vervollständigen. Die Chemie zwischen diesen Darstellern verkauft die Reibungen, und die Serie greift selten zu billigen Witzen.
Was Kritiker übersahen
Kritiker lehnten Step by Step früh ab. Der Pilot erhielt durchweg negative Kritiken, und die Serie wurde danach weitgehend ignoriert. Der Vergleich mit The Brady Bunch war zutreffend – beide Serien zeigen zwei Gruppen von Geschwistern, die durch die Wiederverheiratung ihrer Eltern zusammengebracht werden –, doch der Umgang der Serie mit Konflikten war bodenständiger. The Brady Bunch zeigte selten echte Spannungen; Step by Step stürzte sich hinein.
Die Absetzung, die fast nicht stattfand
ABC setzte Step by Step im Mai 1997 wegen sinkender Einschaltquoten ab. CBS sprang ein und übernahm die Serie zusammen mit Family Matters für sein eigenes Freitagabendprogramm. Der Schritt hielt die Serie eine weitere Staffel am Leben, doch das offizielle Ende kam im Juni 1998.
Die Prämisse, aufgeschlüsselt
- Frank Lambert ist ein geschiedener Bauunternehmer, dessen Frau ihn verlassen hat
- Carol Foster ist Witwe und Besitzerin eines Salons
- Ihre drei Kinder haben jeweils ihre eigenen ausgeprägten Persönlichkeiten
- In der Grill-Szene kommt das Geheimnis ans Licht
- Die Serie umfasst 160 halbstündige Folgen in sieben Staffeln
Das Wachstum der Familie
Jede Folge folgt einer typischen Patchwork-Familien-Situation. Streitigkeiten entstehen aus Persönlichkeitskonflikten, doch die Serie verfolgt das langsame Wachsen der Loyalität zwischen den Kindern. Am Ende haben sie gelernt, einander zu tolerieren. Dieser Bogen ist der Kern der Serie, und er hält besser stand, als der Ruf der Serie vermuten lässt.
Wo es hapert
Die Serie ist nicht subtil. Die Prämisse ist dünn, und der Humor stützt sich auf vorhersehbare Konstellationen. Die Figuren wiederholen Woche für Woche dieselben Witze. Manche Folgen verlassen sich zu stark auf konstruierte Konflikte, um Spannung zu erzeugen. Die Serie setzt zudem auf Gaststars und wiederkehrende Nebenhandlungen, um ihre Laufzeit zu füllen, obwohl diese selten viel zur zentralen Familiendynamik beitragen.
Das Vermächtnis
Step by Step war ein Produkt seiner Zeit, eine Sitcom, die für das TGIF-Programm des Network-Fernsehens gemacht wurde. Sie hat nie vorgegeben, etwas anderes zu sein. Die Serie ist kein großartiges Stück Fernsehen, aber ein kompetentes, und ihr Herz ist am rechten Fleck.
„Sie hatten vor, ihre Ehe geheim zu halten, doch Frank verrät J.T. versehentlich, dass sie verheiratet sind.“
Diese Zeile erfasst den wesentlichen Widerspruch der Serie. Die Figuren wollen Privatsphäre, doch die Serie will Spektakel. Meistens findet die Serie einen Weg, beides auszubalancieren.
Endgültiges Urteil
Step by Step ist eine solide, wenn auch unspektakuläre Sitcom. Sie hat ihre Schwächen – repetitive Witze, dünne Prämisen, eine Neigung, ihre Laufzeit zu strecken –, aber sie hat auch eine echte Zuneigung zu ihren Figuren. Die besten Momente der Serie entstehen, wenn sie das Tempo herausnimmt und die Familie atmen lässt. Das Format der Patchwork-Familie wurde anderswo besser umgesetzt, doch Step by Step verdient seinen Platz als verlässlicher, wenn auch unspektakulärer Beitrag zum Genre.
Bewertung: 7,8/10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





