The Bigs erschien im Juni 2007 in Nordamerika für Xbox 360, PlayStation 3, PlayStation 2, Wii und PlayStation Portable. Im Oktober folgte in der PAL-Region eine ausschließlich für Wii veröffentlichte Version. Auf dem Cover des Arcade-Baseballspiels war Albert Pujols zu sehen.
Albert Pujols und der Turbo-Knopf
Der First Baseman der St. Louis Cardinals ziert die Packung. Der First Baseman der Minnesota Twins und frühere MVP Justin Morneau erhielt sein eigenes Cover auf einer limitierten kanadischen Edition, die nur über Future Shop und Best Buy verkauft wurde. Radiomoderator Damon Bruce übernimmt den Play-by-Play-Kommentar.
Diese Cover-Auswahl verrät das Konzept: echte Spieler, unwirkliches Baseball. Das beschriebene Gameplay des Spiels stützt sich auf „outrageous visuals and intuitive gameplay mechanics“ und bevorzugt stilistisches Design gegenüber realistischem Spiel. Power-ups und Turbo stehen im Mittelpunkt, und das Spiel hat einen „Street“-Charakter.
Der Online-Modus unterstützt auf den meisten Konsolen der siebten Generation bis zu vier Spieler. Die Wii-Version unterstützt ihn nicht.
Dan Brady über den Vergleich mit Slugfest
Als der erste Trailer erschien, sah das Spiel stark nach Midways MLB-Slugfest-Serie aus. Produzent Dan Brady nahm dazu in einem IGN-Interview Stellung.
„the Slugfest design team made a lot of choices that really made it difficult for a fan of baseball to take the game seriously“, sagte Brady. „Punching on the base path was just one of many of those decisions. The Bigs is authentic baseball taken to arcade proportions.“
Das ist die richtige Verteidigung, und sie hält weitgehend stand. Der Arcade-Exzess bleibt.
Hier ist, was bei The Bigs am wichtigsten ist, in einer Rangfolge:
- Das Turbo- und Power-up-System, das jedem At-Bat einen Schub an Spannung verleiht.
- Der Online-Modus für vier Spieler, den die Wii-Version überhaupt nicht beherbergen kann.
- Das Pujols-Cover und Damon Bruce‘ Kommentar, die den Sendetraum verkaufen.
Wo The Bigs landet
The Bigs ist ein gutes Arcade-Baseballspiel, das genau weiß, was es ist. Das Brady-Zitat ist die ganze Designvorgabe: den Sport ernst nehmen, die Regeln weniger. Es funktioniert, weil das Turbo-System Timing statt Geduld belohnt und weil der Online-Modus für vier Spieler dem Arcade-Chaos ein Ventil gibt.
Die Wii-Version ist das schwache Glied, und nicht wegen der Bewegungssteuerung – weil sie den Online-Modus komplett streicht. Ein Spiel, das auf Chaos für vier Spieler ausgelegt ist, sollte keine Version auf den Markt bringen, die das nicht bieten kann.
Eine Fortsetzung, The Bigs 2, folgte am 7. Juli 2009. Das Original hält sich noch immer als die klarere Umsetzung der Idee.
Die Wertung ist 7,3/10, ein IGDB-Kritikeraggregat auf Basis von 5 Publikationen.
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