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‚The World Next Door‘: Charakter-Art überzeugt, Rätsel halten nicht mit

Ein junges Mädchen findet sich in einer Parallelwelt voller magischer Kreaturen gefangen, in der Rätsel und Bindungen über ihr Schicksal entscheiden.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A young girl walks among strange creatures in a brightly painted parallel world.

Jun ist ein rebellischer Teenager und findet sich in einer Parallelwelt voller magischer Kreaturen gefangen. Diese Prämisse klingt einfach, und meistens bleibt es auch dabei. The World Next Door ist ein Puzzle-Abenteuerspiel von Rose City Games, veröffentlicht von Viz Media, und es läuft auf PC, Mac und Nintendo Switch. Es basiert auf einer Vogelperspektive, einer vielseitigen Besetzung von Charakteren und einer Geschichte, die sich sowohl wie Anime als auch wie Indie-Spiele anfühlen möchte.

Trailer, via vizmedia.

Juns Welt

Der Aufbau ist klassische Fantasy-Literatur. Jun ist in einer Welt gefangen, die sie nicht versteht, und die Menschen, die sie dort trifft, sind der Schlüssel zum Entkommen. Das Spiel setzt stark auf Charakterentwicklung und fordert die Spieler auf, durch Gespräche und kleine freundliche Gesten Bindungen aufzubauen. Dieser Ansatz funktioniert am besten in ruhigen Momenten, weniger gut, wenn das Tempo schnelleres Handeln verlangt.

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Magische Kreaturen

Die Kreaturen, die diese Welt bevölkern, sind der stärkste visuelle Anreiz des Spiels. Jede sieht anders aus, und die Art Direction verleiht der Welt eine handgemalte Qualität, die sie von anderen Puzzle-Abenteuern auf der Switch abhebt. Die Spieler verbringen viel Zeit damit, durch diese Umgebungen zu laufen und sich zwischen den Rätseln die Kulisse anzusehen.

Rätsel und Kampf

Rätsel bilden das Rückgrat von The World Next Door. Die Spieler bewegen Teile über ein Raster, lösen Logikprobleme und finden Wege durch enge Passagen. Der Kampf ist leichter, er basiert auf schnellem Timing und dem Ausweichen von Angriffen. Keines der beiden Systeme ist besonders tiefgründig, aber beide sind brauchbar für ein Spiel, das vorankommen will.

Vogelperspektive

Die isometrische Perspektive passt natürlicherweise zu dieser Art von Spiel. Die Spieler sehen den ganzen Raum auf einmal, was bei der Planung von Zügen und beim Erkennen von Lösungen hilft. Es ist eine klare, lesbare Art, die Welt zu präsentieren, obwohl manche Rätsel dadurch auf den ersten Blick schwerer zu erfassen sind.

Besetzung von Charakteren

Die Besetzung ist der Bereich, in dem das Spiel am hellsten strahlt. Jun trifft eine große Vielfalt von Menschen, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit und seinem eigenen Hintergrund. Manche Beziehungen fühlen sich stärker an als andere, aber das Spiel belohnt konsequent die Spieler, die sich die Zeit nehmen, mit allen zu reden. Es ist ein Spiel über Verbindungen, auch wenn seine Systeme dieser Ambition nicht ganz gerecht werden.

Erzählstruktur

Die Geschichte entfaltet sich langsam, mit Kapiteln, die sich auf einzelne Charaktere und ihre Entwicklungen konzentrieren. Dieses Tempo funktioniert gut für charaktergetriebene Momente, weniger gut für Actionsequenzen. Das Spiel investiert viel Zeit in den Aufbau von Momenten, die nie ganz die versprochene Wucht entfalten.

Mehrspielermodus

Der Mehrspielermodus existiert als Option und ermöglicht es den Spielern, sich einen Bildschirm zu teilen und gemeinsam Rätsel zu lösen. Es ist eine schöne Ergänzung, auch wenn sie das Kern-Erlebnis nicht wesentlich verändert. Die Einzelspieler-Kampagne bleibt das Herzstück des Spiels.

Was funktioniert

  • Das Charakterdesign und die Kreaturenkunst stechen visuell hervor
  • Die Besetzung bietet eine breite Palette an Persönlichkeiten zum Auseinandersetzen
  • Die Vogelperspektive macht die Welt leicht lesbar

Was zu kurz kommt

  • Rätsel- und Kampfmechaniken entbehren der Tiefe
  • Einige Kapitel wirken mit Füllinhalten gestreckt
  • Die Geschichte baut Spannung auf, die das Spiel nicht vollständig auflöst

Veröffentlichungszeitplan

Plattform Veröffentlichungsdatum
PC (Windows) 2019
Mac 2019
Nintendo Switch 2019

Fazit

The World Next Door ist ein Spiel mit einer starken Identität und einer schwächeren Umsetzung. Seine Kunst und seine Besetzung verdienen Besseres als die Systeme, auf denen sie aufbauen. Spieler, die charakterorientierte Geschichten mögen, werden hier viel zu lieben finden, auch wenn die Rätsel und der Kampf nie ganz die Höhen erreichen, die die Geschichte verspricht. Es ist ein Spiel, das angenehm anzusehen und gelegentlich fesselnd zu spielen ist, aber selten beides gleichzeitig.

Wertung: 6,4 von 10.

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