„Sam Greenfield ist die unglücklichste Person der Welt, und sie verbringt den Großteil ihrer Zeit in Luck, um das zu beweisen.“
Das ist die Ausgangssituation für einen Film, der eigentlich funktionieren sollte. Eva Noblezada spielt Sam, eine waise junge Frau, deren Leben von Pech geprägt ist – von der Zwangsvertreibung aus dem Pflegeheim bis zum Verlust einer Münze, die ihr Glück kurzzeitig reparierte. Das Konzept ist einfach: Sam tauscht eine Münze mit einer sprechenden schwarzen Katze namens Bob (synchronisiert von Simon Pegg), betritt das Land des Glücks und muss eine Ersatzmünze finden, bevor Bob verbannt wird. Es klingt wie ein vielversprechender Pitch. Die Umsetzung erreicht das Ziel jedoch nicht ganz.
Trailer, über Apple TV.
Sams Problem mit dem Glück
Der Film beginnt damit, dass Sam Essen mit einer schwarzen Katze teilt, dann eine Münze findet, die ihr Glück verbessert. Sie verliert sie, indem sie sie herunterspült. Das ist der Motor der gesamten Geschichte, und es ist auch das Problem. Die Macht der Münze wird nie erklärt, außer durch ihre Existenz. Sams Pech wird durch eine Montage etabliert, nicht durch den Charakter, und der Film vertraut darauf, dass das Publikum akzeptiert, dass sie unglücklich ist, ohne zu zeigen, warum.
Bob ist ein besserer Charakter. Er ist eine sprechende Katze, die die Münze für Reisen benötigt, und seine Verzweiflung verkauft die Einsätze. Peggs Sprechleistung ist energiegeladen, und Bobs Verärgerung über Sams Ungeschicklichkeit treibt den Großteil des Films‘ Humor voran. Aber Bob ist auch der Grund, warum Sam ins Land des Glücks geht, und der Film verbringt nicht genug Zeit damit, zu erklären, warum sie sich sonderlich um ihn kümmern sollte, abgesehen vom Deal, den sie geschlossen haben.
Das Land des Glücks
Das Land des Glücks ist der Ort, an dem der Film am härtesten versucht, zu beeindrucken. Kreaturen wie Kobolde leben dort und schaffen Glück für Menschen auf der Erde. Es gibt ein Pennystation, eine Apparat für schlechtes Glück und einen Zwischenraum zwischen den Gebieten für gutes und schlechtes Glück. Jeff das Einhorn (synchronisiert von Flula Borg) leitet die Apparat für schlechtes Glück, die verhindert, dass Pechpartikel am Randomizer haften bleiben, einer Maschine, die sowohl Glück als auch Pech auf die Erde sendet.
Die Weltgestaltung ist ehrgeizig. Das Problem ist, dass der Film sich nicht darauf einlässt. Charaktere wie Hazel (gestaltet von Adelynn Spoon), Dragon (Jane Fonda) und Captain (Whoopi Goldberg) werden eingeführt und innerhalb von Minuten wieder vergessen. Der Film springt von Location zu Location, vom Penny-Depot zum In-Between, ohne sich die Zeit zu nehmen, dem Publikum zu ermöglichen, sich in eine davon einzuleben.
| Charakter ( | Rolle ( | Sprecher ( |
|---|---|---|
| Sam Greenfield ( | Die unglücklichste Person der Welt ( | Eva Noblezada ( |
| Bob ( | Sprechender Kater, der das Penny benötigt ( | Simon Pegg ( |
| Dragon ( | Kreatur im Land des Glücks ( | Jane Fonda |
| Captain | Ein weiteres Wesen im Land des Glücks | Whoopi Goldberg |
Was funktioniert, was nicht
Simon Pegg liefert die beste Leistung des Films. Sein Bob ist frustriert, verzweifelt und gelegentlich charmant, und seine Chemie mit Noblezada trägt Szenen aus, die sonst dünn wirken. Flula Borg als Jeff das Einhorn bringt eine trockene Energie in die In-Between-Sequenzen, und das visuelle Design der Welt des Glücks ist fantasievoll genug, um mehrfaches Ansehen zu rechtfertigen.
Die größte Schwäche des Films ist das Tempo. Bei 105 Minuten wirkt er überladen. Nebenhandlungen über Hazels Adoptionswünsche und das Schicksal des Penny-Depots kommen und gehen ohne Auflösung. Der Film verspricht eine Geschichte über das Umkehren des Glücks und liefert stattdessen eine Reihe von Action-Szenen.
Das Urteil
Glück ist ein Film mit einer großartigen Idee und einem schwachen Griff um sein eigenes Konzept. Die Animation ist hell, die Sprecher sind mit von der Partie, und die Welt des Landes des Glücks hat echtes Potenzial. Aber die Geschichte kann nicht entscheiden, ob sie eine Charakterstudie oder ein Cartoon-Abenteuer sein will, und es gelingt ihr, keines von beiden gut zu machen.
Dies ist ein Film, der weiß, dass er Pech hat, und nicht weiß, was er dagegen unternehmen soll. Der Slogan „Manchmal braucht man nur, dass alles schief geht“ kommt der These des Films am nächsten. Es ist auch das Kürzeste, was der Film aussagt.
Der Film feierte seine Premiere in Madrid am 2. August 2022 und wurde bei Apple TV+ und in ausgewählten Kinos in den Vereinigten Staaten am 5. August veröffentlicht. Er erhielt gemischte Kritiken.
Der Film ist nun zum Streamen verfügbar.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





