Trump möchte seinen Namen am Kennedy Center sehen. Er drohte mit der Schließung, falls er das nicht bekommt, und sagte, das Gebäude „wird am Ende abgerissen werden“. Das ist eine kühne Forderung von einem Präsidenten, der Jahre damit verbracht hat, seinen Namen auf Kriegsschiffe, Flughäfen und andere Infrastruktur zu bringen. Aber es ist nicht beispiellos. Präsidenten haben Dinge nach sich benannt seit Jahrhunderten, obwohl diese Gewohnheit selten genug ist, um eine vollständige Liste von Beispielen kaum eine Seite zu füllen.
Washingtons frühe Beschäftigung mit der Benennung nach sich selbst
Der erste ernsthafte Versuch kam 1792, als Washingtons Regierung die Idee diskutierte, sein Bild auf amerikanischer Währung anzubringen. Der Coinage Act war in der Diskussion, und die Idee eines Porträts auf dem Dollar wurde geäußert. Aber das Repräsentantenhaus war dagegen. Sie beriefen sich auf die monarchische Bindung als Grund, amerikanisches Geld von Präsidentenporträts zu befreien.
Washington soll gesagt haben, er wolle keine große Aufregung. Er vermied prunkvolle Selbstfeierlichkeiten während seiner Präsidentschaft, selbst als die Bundesstadt Washington zu Ehren ihm benannt wurde, während er noch im Amt war.
Teddy, Coolidge und Wilson lassen ihre Namen auf Dämme setzen
Die nächste Welle kam im frühen 20. Jahrhundert. Theodore Roosevelt, Calvin Coolidge und Woodrow Wilson hatten jeweils Dämme nach sich benannt, während sie im Amt waren. Diese Namen wurden in der Regel von politischen Unterstützern angetrieben, nicht von den Präsidenten selbst.
Der Hoover-Staudamm bietet einen komplizierteren Fall. Er wurde 1930 von Hoovers Innenminister, Ray Lyman Wilbur, umbenannt. Die Umbenennung würdigte Hoovers Rolle bei der Aushandlung des Colorado River Compact. Hoover war erfreut über den Namen, sprach aber nicht viel darüber öffentlich.
Franklin D. Roosevelt war jedoch, laut Historiker David Woolner, nicht besonders daran interessiert, Dinge nach sich benennen zu lassen. Roosevelts Innenminister, Harold Ickes, wollte, dass der Staudamm in seinen ursprünglichen Namen, den Boulder Dam, zurückversetzt wird, und berief sich auf den Boulder Canyon Project Act und seine Abneigung gegen Hoover. Roosevelt hielt seine Rede zur Einweihung im Einklang mit dem ursprünglichen Namen und nannte ihn „Boulder Dam“.
Der Kampf um den Namen des Hoover-Staudamms
Der Kampf um den Namen des Staudamms fand 1947 eine Lösung. Der Kongress stimmte einstimmig für die Umbenennung des Staudamms in Hoover Dam. Die Abstimmung würdigte Hoovers frühe Unterstützung des Projekts und seine humanitäre Arbeit während und nach beiden Weltkriegen.
Trumps Tendenz, Dinge nach sich selbst zu benennen
Trump hat eine ähnliche Tendenz gezeigt, wenn auch mit aggressiveren Methoden. Er hat gedroht, Einrichtungen zu schließen, wenn sein Name nicht darauf erscheint. Er hat darauf gedrängt, dass sein Name auf Kriegsschiffen, Flughäfen und anderer Infrastruktur erscheint. Die Drohung gegenüber dem Kennedy Center ist das jüngste Beispiel für dieses Verhalten.
Die Tendenz wirft eine Frage auf: Warum lassen Präsidenten Dinge nach sich selbst benennen? Ein Gebäude, eine Straße oder eine Brücke trägt einen Namen für Generationen. Ein Präsident, der seinen eigenen Namen an eine dauerhafte Struktur knüpfen kann, stellt sicher, dass sich zukünftige Generationen an ihn erinnern.
Die Drohung gegenüber dem Kennedy Center und ihre Vorgänger
Trumps Drohung, das Kennedy Center zu schließen, ist nicht das erste Mal, dass er diese Taktik anwendet. Er hat wiederholt gedroht, Einrichtungen zu schließen, es sei denn, seine Forderungen werden erfüllt. Das Muster ist konsistent: Name oder Schließung.
| Präsident | Nach ihm benannt | Grund |
|---|---|---|
| Washington | Bundesstadt | Ehrung während der Amtszeit |
| Roosevelt | Damm | Politische Unterstützer |
| Hoover | Damm | Innenminister |
| Roosevelt | Bibliothek | Persönlich initiiert |
| Trump | Schlachtschiffe, Flughäfen | Drohte mit Schließung |
Die Grafik zeigt einen klaren Trend. Die meisten Präsidenten ließen Dinge durch Unterstützer oder offizielle Maßnahmen nach sich benennen. Trump ist der Ausreißer, der mit der Drohung der Schließung versucht, zu bekommen, was er will.
Die einstimmige Abstimmung von 1947 zur Umbenennung des Damms
Die Abstimmung von 1947 war ein Wendepunkt. Einhellig entschied der Kongress, den Damm wieder in Hoover Dam umzubenennen. Die Abstimmung würdigte Hoovers Beiträge zum Colorado River Compact und seine Arbeit während der Weltkriege. Es war eine formelle Anerkennung eines Erbes, das in Frage gestellt worden war.
Die Abstimmung demonstrierte auch die Macht des politischen Prozesses. Sogar ein Präsident, der nicht besonders daran interessiert war, Dinge nach sich zu benennen, konnte eine bleibende Ehrung durch den demokratischen Prozess sichern. Der Name des Damms wurde offiziell.
Was uns das Muster über Trump verrät
Der Vergleich zwischen Roosevelt und Trump ist aufschlussreich. Roosevelt war nicht besonders daran interessiert, Dinge nach sich zu benennen. Er initiierte seine Bibliothek. Trump hingegen hat gedroht, Einrichtungen zu schließen, es sei denn, sein Name erscheine darauf.
Ob Trump Erfolg hat oder nicht, das Muster wird weiterhin prägen, wie Präsidenten über ihre eigenen Namen denken. Die Geschichte der Präsidenten, die Dinge nach sich benennen, ist kurz und selten. Die meisten Präsidenten vermieden dies. Diejenigen, die es versuchten, waren oft erfolgreich. Trump testet die Grenzen dieser Tradition.
Wo die Zeitung steht
Die Zeitung unterstützt Bürger und Kleinunternehmen und ist gegen Behörden, die ihre eigene Befugnis ausschreiben, daher unterstützt sie keine der Seiten in diesem Streit um einen Namen und fordert stattdessen, dass solche Entscheidungen dem Kongress oder den Bürgern selbst überlassen werden, anstatt durch Drohungen oder Exekutivanordnungen geregelt zu werden. Präsidenten haben zuvor Dinge nach sich benannt, aber die meisten taten dies stillschweigend oder durch Unterstützer, nicht durch die Drohung, nationale Institutionen zu schließen.
Das Muster ist über alle Präsidenten hinweg konsistent, Trumps Methode ist jedoch der Ausreißer. Franklin D. Roosevelt, der nicht daran interessiert war, Dinge nach sich zu benennen, sicherte sein Erbe durch seine Bibliothek, die er persönlich initiierte. Trump hingegen droht mit der Schließung, um zu bekommen, was er will. Die Zeitung möchte, dass diese Entscheidung von gewählten Vertretern getroffen wird, anstatt von einem Präsidenten, der die Drohung der Zerstörung ausübt.
Leser sollten aufmerksam sein auf jegliche Exekutivanordnung, die den legislativen Prozess überspringt und den Namen des Landes als persönliches Eigentum behandelt. Die Zeitung unterstützt Bürger und Kleinunternehmen, nicht Mandate, die von einem einzigen Amt verfasst werden.
Quellenmaterial: „A history of presidents naming things after themselves (It’s short. They rarely do),“ NPR.
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