„W“ ist eine Fernsehserie aus dem Jahr 2016 über einen Mann, der in einem Krankenhausbett aufwacht, ohne Erinnerung an seine Vergangenheit und ohne die Möglichkeit, zu seiner Familie zurückzukehren. Es ist eine Serie über Identität, Überwachung und das langsame Auffinden eines auf Lügen aufgebauten Lebens. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michael Marshall Smith.
Die Geschichte
Die Serie begleitet Jack Taylor, gespielt von Eoin Macken, während er versucht, sein Leben nach dem Aufwachen in einem Krankenhauszimmer ohne Erinnerung an seine Identität wieder aufzubauen. Er hat eine Frau, Rachel, und zwei Kinder, aber er kann sich nicht an sie erinnern. Als er beginnt, seine Vergangenheit zu untersuchen, entdeckt er, dass die Welt um ihn herum ihn beobachtet und dass die Menschen, die er für Freunde hielt, nicht die sind, die sie vorgeben zu sein.
Was funktioniert
- Die zentrale Leistung von Eoin Macken, der die gesamte Serie auf seinen Schultern trägt.
- Das Schreiben, das die Handlung vorantreibt und gleichzeitig langsam die Wahrheit enthüllt.
- Der Nebencast, insbesondere die Schauspieler, die Jack’s Freunde und Kollegen spielen, die auf ihre eigene Weise verdächtig sind.
- Die Atmosphäre, die angespannt und beengt wirkt, selbst in ruhigen Momenten.
Was nicht funktioniert
- Einige der späteren Enthüllungen wirken gehetzt, besonders wenn die Serie versucht, alles miteinander zu verbinden.
- Das Tempo verlangsamt sich in den mittleren Episoden, was die Geduld der Zuschauer auf die Probe stellen kann.
- Die Auflösung ist zwar befriedigend, lässt aber einige Fragen unbeantwortet.
Die Serie ist am besten, wenn sie sich auf Jacks Ermittlungen und die Menschen konzentriert, denen er auf seinem Weg begegnet. Die Nebenfiguren, darunter Rachel, ihre Schwester Laura und der lokale Polizeichef, sind alle mit genug Tiefe geschrieben, um das Publikum bei der Stange zu halten. Die Serie zeigt außerdem gut, welchen Tribut die Suche nach Identität von Jack fordert, sowohl körperlich als auch emotional.
Die letzte Episode bringt alles zusammen und verknüpft die Fäden der Verschwörung zu einem ordentlichen Gesamtpaket. Es ist ein befriedigendes Ende, lässt aber einige Fragen offen. Die Mehrdeutigkeit ist beabsichtigt, könnte aber manche Zuschauer unzufrieden zurücklassen.
„W“ ist ein starker Vertreter des Genres des psychologischen Thrillers. Es ist gut gespielt, gut geschrieben und für die meiste Laufzeit gut getimt. Der langsame Aufbau lohnt sich am Ende, auch wenn das Finale nicht alle Fragen beantwortet. Es ist eine Serie, die Geduld und Aufmerksamkeit belohnt und noch lange nach Ende im Gedächtnis bleibt.
„W“ erhält 8,4 von 10 Punkten.
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