Tom Clancy’s Ghost Recon: Future Soldier fordert die Spieler auf, in eine Kriegszukunft vorzustoßen, die in keiner Weise den Kriegen der Vergangenheit gleicht. Der Shooter aus dem Jahr 2012 versetzt Soldaten in einen Konflikt, der von Drohnen, Satelliten und vernetzter Intelligenz geprägt ist, und versucht, diese Zukunft unmittelbar und nicht fern wirkend erscheinen zu lassen. Es gelingt ihm manchmal, und manchmal stolpert er, aber das dahinterliegende Ehrgeiz ist echt. Dies ist ein Spiel über den Kampf im Hier und Jetzt, nicht im Hier und Jetzt plus zehn Jahre.
Die Handlung
Future Soldier spielt in einem fiktiven Südamerika, einer Region, in der Grenzen verschwimmen und Regierungen auseinanderbrechen. Die Geschichte dreht sich um eine Terrorgruppe, die die Kontrolle über ein Satellitennetzwerk übernommen hat und dadurch Echtzeit-Informationen über jede militärische Bewegung in der Region erhält. Die Ghosts, die Elite-Truppe, die der Spieler anführt, müssen sie aufhalten und gleichzeitig mit einer korrupten lokalen Regierung fertig werden, die mehr an Macht als an Frieden interessiert ist. Es ist eine einfache Konstruktion, verpackt in globaler Bedeutung.
Die Präsentation stützt sich auf Motion Capture und Gesichtsanimation, um das Drama zu verkaufen. Charaktere bewegen sich mit Gewicht, und ihre Reaktionen tragen echte Emotionen in sich, selbst wenn der Dialog dünn ist. Diese Aufmerksamkeit für die Darstellung verkauft den Einsatz besser als jede inszenierte Rede jemals könnte.
Die Neue Ausrüstung
Die größte Änderung gegenüber früheren Ghost Recon-Spielen ist die Ausrüstung. Spieler können Drohnen für Luftunterstützung anfordern, feindliche Kommunikationsnetzwerke hacken und Exoskelette nutzen, die zusätzliche Geschwindigkeit und Ausdauer verleihen. Diese Werkzeuge sind nicht nur Spielzeuge; sie prägen, wie jede Mission abläuft. Eine Drohne kann ein Ziel aus der Ferne markieren, ein Hack kann feindliche Positionen aufdecken, und ein Exoskelett ermöglicht es einem Soldaten, einen Kampf zu überstehen, der ihn sonst beenden würde.
Das System belohnt Planung. Stürmisch ohne Luftunterstützung anzufordern, ist eine Wahl, und das Spiel respektiert sie. Missionen bestrafen Zögern selten, aber sie bestrafen Nachlässigkeit. Ein gehacktes Telefon könnte eine Hinterhalt aufdecken, und ein gefallener Kamerad ist für immer verloren.
Die Missionsstruktur
Missionen lassen sich in Phasen aufteilen, wobei jede eigene Ziele hat. Einige beinhalten heimliches Eindringen, andere erfordern offenen Kampf, und wieder andere verbinden beides. Das Spiel verfolgt den Fortschritt mit einer Kartenübersicht, die die Position des Spielers, die des Feindes und die noch ausstehenden Ziele anzeigt. Diese Transparenz verhindert, dass Missionen sich verloren anfühlen, selbst wenn die Anzahl der Gegner steigt.
Die Schwierigkeitskurve ist ungleichmäßig. Einige Begegnungen lassen sich mit einem sicheren Finger lösen, während andere Geduld und präzise Positionierung erfordern. Die besten Missionen zwingen die Spieler dazu, zwischen Ausrüstung zu wechseln, mit Teamkollegen zu kommunizieren und Ressourcen wie Munition und Gesundheit zu verwalten. Die schlechtesten fühlen sich wie Routinearbeit an.
The Look of War
Future Soldier setzt auf einen visuellen Stil, der sich auf Licht und Schatten anstatt auf reines Spektakel stützt. Die Umgebungen sind dicht bewachsen mit Vegetation, Gebäuden und Wasser, und das Spiel nutzt diese Elemente, um Deckung und Schutz zu schaffen. Scharfschützenschüsse haben ein befriedigendes Gewicht, und Explosionen sind aus der Ferne gut erkennbar. Das Ergebnis ist ein Spiel, das sich geerdet anfühlt, selbst wenn seine Technologie futuristisch ist.
Die Mehrspieler-Modi tragen die gleiche DNA wie die Kampagne. Spieler können Squads beitreten, Drohnen rufen und die gleichen Exoskelette nutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die Modi umfassen Team-Deathmatch, Dominanz und einen Modus, der auf Hacking und Informationsbeschaffung basiert. Keiner von ihnen bricht neues Terrain, aber sie bieten genug Abwechslung, um eine Session am Laufen zu halten.
| Mode | Focus |
|---|---|
| Team Deathmatch | Reine Tötungsbilanz |
| Dominanz | Kontrollpunkte |
| Hack and Intel | Ressourcengewinnung ( |
Was hält es zurück (
Die Geschichte leidet unter dünner Charakterentwicklung. Die Antagonisten sind gesichtslose Bedrohungen, und die Verbündeten sind meist funktionierende Zahnräder in der Maschine. Es fehlt eine emotionale Verankerung, die den Spieler durch den mittleren Abschnitt der Kampagne zieht, und dieses Fehlen ist spürbar. (
Das Tempo zieht ebenfalls in den mittleren Kapiteln an. Missionen, die mit Spannung beginnen, werden oft zu einem langsamen Schleichen, während der Spieler nach dem nächsten Ziel sucht. Die Stärken des Spiels – detaillierte Missionen, intelligenter Geräteinsatz – werden durch Abschnitte verwässert, in denen die Action ins Stocken gerät. (
Das Fazit (
Tom Clancy’s Ghost Recon: Future Soldier ist ein solider Eintrag in einer Reihe, die immer eine Balance zwischen taktischer Tiefe und Zugänglichkeit gehalten hat. Sein neues Ausrüstungssystem ist eine echte Bereicherung für das Genre, und seine visuelle Ausrichtung setzt einen Standard dafür, wie Militär-Shooter aussehen können, ohne auf Spektakel zurückzugreifen. Die Kampagne stolpert zwar an manchen Stellen, und die Geschichte verdient die ihr auferlegten Einsätze nie ganz, aber das Kernspiel bleibt fesselnd. (
Der Mehrspielermodus hält es wert, dafür zu sorgen, dass man zurückkehrt, besonders für Spieler, die squadbasierte Wettkämpfe mögen. Es ist keine Neuerfindung, aber es ist eine zuverlässige Ergänzung zum Hauptspiel. (
Wertung: 7,5 von 10. (
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