Pete’s Dragon ist eine ruhige, geduldige Fantasy-Geschichte, die die Songs streicht und sie durch Furcht ersetzt. David Lowery inszeniert nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit Toby Halbrooks geschrieben hat, und das Ergebnis ist ein Film, der sein Ausgangsmaterial – die Geschichte von 1977 – respektiert, während er gleichzeitig seine eigene Stimmung und seinen eigenen Einsatz aufbaut.
Die Geschichte folgt Grace, einer Forstaufseherin, die Pete untersucht, einen zehnjährigen Jungen, der behauptet, mit einem riesigen grünen Drachen namens Elliott im Wald zu leben. Die Prämisse ist einfach: Pete wurde als Kind verlassen, im Wald von Elliott aufgezogen, und Grace muss entscheiden, ob sie ihm glauben soll. Lowery nutzt die Kulisse des pazifischen Nordwestens, um die Welt nah und geerdet zu halten, und der Film verliert nie aus den Augen dieses Gleichgewichts zwischen Wunder und Schrecken.
Robert Redford spielt Mr. Meacham, den alten Holzschnitzer, dessen Geschichten über den Drachen in der Stadt schon lange als Fantasie abgetan wurden. Grace, seine Tochter, wird von Bryce Dallas Howard gespielt, und Oakes Fegley spielt Pete mit einer ruhigen, bescheidenen Präsenz, die das emotionale Gewicht des Films trägt.
Trailer, über Rotten Tomatoes Trailers.
Der Drache selbst
Der wahre Star des Films ist Elliot, der Drache, dessen Stimme John Kassir liefert. Sein Design ist ein großes, grünes, geflügeltes Wesen mit gelben Augen, und seine Präsenz ist sowohl sanft als auch überwältigend. Wenn Elliott erscheint, verschiebt sich der Film von einer kleinen, menschlichen Geschichte zu etwas, das einer Märchengeschichte näher kommt, und der Film geht mit dieser Verschiebung geschickt um.
Gavin und die Angst der Stadt
Gavin, gespielt von Karl Urban, treibt den zweiten Teil des Films voran. Als Jäger und Holzhacker treibt seine Verfolgung von Pete und Elliott die Geschichte voran. Wes Bentley spielt Jack, den Sägewerksbesitzer und Vater von Natalie, der zwischen seinem Geschäft und seinem Gewissen gefangen ist, und Oona Laurence spielt Natalie, das junge Mädchen, das Pete zuerst trifft. Gemeinsam bilden sie das menschliche Drama, das Elliots Existenz kompliziert.
Leistung und Tempo
Die Darstellungen sind durchweg stark. Dallas Howard ist konstant überzeugend als Grace, Redfords Mr. Meacham ist warmherzig und fesselnd, und Fegleys Pete ist ein glaubwürdiges, verletzliches Kind. Der Ton des Films ist ungleichmäßig: er verbringt lange Abschnitte damit, langsam Schrecken aufzubauen, bevor er zu Szenen sanfter Erhabenheit wechselt, und manchmal wirken die beiden wie unterschiedliche Filme. Aber der Film bekennt sich voll und ganz zu beidem, und dieses Engagement ist Teil seines Reizes.
Das Urteil
Pete’s Dragon ist ein Remake, das seinen Platz verdient. Es nimmt eine geliebte Kindergeschichte und macht sie düsterer, bodenständiger und emotional komplexer. Der Film hat eine Laufzeit von 103 Minuten und bewegt sich in einem bedachten Tempo voran, das manche Zuschauer als langsam und andere als fesselnd empfinden werden.
Faktenbox – Laufzeit: 103 Minuten – Genres: Abenteuer, Familie, Fantasy – Regie: David Lowery – Drehbuch: David Lowery, Toby Halbrooks – Box Office: 143,7 Millionen Dollar weltweit bei einem Budget von 65 Millionen Dollar
Der Film ist nicht perfekt. Sein Tempo ist ungleichmäßig, aber er bekennt sich mit gleicher Kraft zu Schrecken und Erhabenheit. Pete’s Dragon verdient seinen Platz.
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