Ziegen, die in Mülltonnen stecken, Katzen, die in Vasen gefangen sind, und ein Hund, der ein zerkautes Handtuch wie eine Poncho trug – die neuesten Bilder von Tierrettungen sind da, und sie sind reines Chaos. Die Sammlung vereint Social-Media-Posts von Haustieren, die fragwürdige Entscheidungen getroffen und Hilfe bei der Befreiung benötigt haben.
Die Fotos sind lustig, aber die zugrunde liegende Frage ist ernst: wie schlau sind Tiere wirklich?
Neugier schlägt gesundem Menschenverstand
Die meisten Posts beinhalten einfache Neugier, die schiefgegangen ist. Eine Ziege kroch in einen Müllcontainer. Eine Katze steckte ihren Kopf in eine Vase und geriet in Panik, wodurch das Glas zerbrach. Ein Welpe zwängte sich so fest in die Sofakissen, dass er nicht entkommen konnte.
In jedem Fall traf das Tier eine schlechte Wahl und steckte fest. Menschen waren normalerweise zur Stelle, um zu helfen, bevor sie ein Foto für die Ewigkeit machten.
Was Forscher tatsächlich messen
Tierkognition ist ein echtes Forschungsfeld, und Forscher untersuchen, wie Arten Informationen aufnehmen und sie nutzen, um Entscheidungen zu treffen. Nature Education erklärt, dass jede Art ihre eigene Mischung aus kognitiven Fähigkeiten hat, die durch die Probleme geprägt werden, denen sie täglich gegenübersteht.
Forscher am Max-Planck-Institut haben davor gewarnt, menschliches Denken als alleinigen Maßstab zu verwenden. Stattdessen betrachten Wissenschaftler, wie gut ein Tier die Probleme löst, die tatsächlich in seiner eigenen Welt relevant sind.
Krähen, Bienen und Schimpansen
Krähen sind ein herausragendes Beispiel. Neu-kaledonische Krähen stellen Werkzeuge her und benutzen sie, um an Nahrung zu gelangen. Eine Studie der Universität Cambridge ergab, dass die Krähen verfolgen konnten, welche Werkzeuge sie nicht sehen konnten, und mehrere Schritte planten, um ihr Ziel zu erreichen.
Das lässt vermuten, dass mehr dahintersteckt als nur das Greifen nach allem, was vor ihnen liegt.
Schimpansen übertreffen den Menschen zudem bei einigen Aufgaben. In einer Studie, bei der junge Schimpansen Zahlen kurz auf einem Bildschirm sahen, bevor sie abgedeckt wurden, erinnerten sie sich besser daran, wo sich die Zahlen befanden, als erwachsene Menschen, die unter den gleichen Bedingungen getestet wurden.
Bienen zeigen ebenfalls beeindruckende Kognition. Sie führen einen Schwänzeltanz auf, der anderen Bienen mitteilt, wo sich eine Nahrungsquelle befindet, einschließlich Richtung und Entfernung. Laut Nature Education können Bienen auch die Bewegung der Sonne berücksichtigen, wenn sie ausfliegen.
Warum die Bezeichnung „intelligent“ für ein Tier nicht hilfreich ist
Die Beiträge fangen die Absurdität der Situation ein. Diese Tiere sind auf vielfältige Weise fähig – sie können kommunizieren, weite Strecken zurücklegen und schwache Gerüche wahrnehmen, die Menschen übersehen.
Aber Neugierde geht über gesundem Menschenverstand. All diese Fähigkeiten bringen Sie nur so weit, wenn die Neugierde Sie dazu veranlasst, Ihren Kopf an einen Ort zu stecken, an dem er ganz offensichtlich nicht hingehört.
Faktenbox – Sammlung: „Skurrile Fotos von Tieren, die an den zufälligsten Orten stecken“ – Forschung: Universität Cambridge zur Kognition von Krähen – Forschung: Max-Planck-Institut zur Warnung vor der Messung am Menschen – Forschung: Nature Reviews Psychology-Papier über menschliche Kapazität – Forschung: Nature Human Behaviour zu offener Kultur
Die Quintessenz ist einfach: Tiere sind erstaunlich, aber sie sind eben auch Tiere. Ihre Gehirne lösen die Probleme, die für sie wichtig sind, nicht für uns. Wenn Ihr Haustier also das nächste Mal stecken bleibt, denken Sie daran: Es ist keine Dummheit. Es ist Neugierde.
Und eine Erinnerung daran, dass die Fotos urkomisch sind.
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