Trine 4: The Nightmare Prince bringt die drei Helden der Trine-Reihe für ein letztes Abenteuer zurück. Das Spiel fordert die Spieler auf, einen Charakter zu wählen und gemeinsam Rätsel zu lösen, und das gelingt ihm ausreichend gut, um eine solide Bewertung von 7,8 von 10 zu erreichen.
Trailer, über XBOX.
Drei Helden, Eine Welt
Spieler können zwischen drei Charakteren wählen: Amadeus dem Zauberer, Zoya der Diebin und Pontius dem Ritter. Jeder hat einen eigenen Fähigkeiten-Satz. Amadeus wirft Feuerbälle und erschafft Eismauern. Zoya ist schnell und kann an Wänden hochklettern. Pontius verursacht schweren Schaden und beschützt Verbündete mit einem Schild.
Das Spiel vermischt Plattforming, Kampf und Rätsellösung. Spieler bewegen sich durch Level, kämpfen gegen Feinde und lösen physikalische Herausforderungen. Die Mischung funktioniert, weil die drei Charaktere sich gegenseitig ausbalancieren. Ein Rätsel, das einen Helden in die Sackgasse treibt, belohnt oft die beiden anderen. Wenn ein Spieler nicht weiterkommt, eröffnet der Wechsel zu den Fähigkeiten eines anderen Charakters meist eine neue Lösung.
Der Wald der Angst
Die Handlung spielt in einem dunklen Wald namens Wald der Angst. Bäume wachsen unnatürlich hoch, und die Luft fühlt sich falsch an. Die Geschichte folgt den drei Helden, während sie den Nightmare Prince verfolgen, einen jungen Jungen, der dunkle Magie beherrscht. Der Prinz ist nicht böse, aber er trägt einen Fluch mit sich herum, der Angst über das Land ausbreitet.
Die Erzählung ist einfach. Das Schreiben stützt sich auf den Dialog zwischen den drei Helden statt auf lange Zwischensequenzen. Charaktere sprechen über Angst, Verantwortung und die Last der Macht. Es ist keine tiefgründige Geschichte, aber sie gibt den Rätseln einen Grund zum Existieren. Die Geschichte schreitet stetig voran und lässt die Rätsel viel vom Gewicht tragen.
Rätsel, die Geduld belohnen
Die Rätsel sind das Herzstück von Trine 4: The Nightmare Prince. Sie fordern die Spieler auf, über Höhe, Timing und Schwerkraft nachzudenken. Einige Rätsel erfordern einen Feuerball, um einen Weg freizumachen. Andere benötigen eine Eismauer, um eine Brücke zu bauen. Wenige fordern Pontius‘ schwere Schwert, um durch Stein zu schlagen.
Die besten Rätsel belohnen Geduld. Spieler lernen einen neuen Trick und finden dann einen Weg, ihn später im Level anzuwenden. Das Spiel bestraft das Scheitern nicht, aber es bringt die Spieler dazu, nachzudenken. Sobald ein Spieler einen Trick gemeistert hat, wird das Level vor ihm leichter lesbar.
Kampf gegen die Schattenarmee
Feinde kommen in Wellen. Die Schattenarmee schickt Soldaten, Ritter und fliegende Kreaturen auf die Helden zu. Der Kampf ist unkompliziert: Ausweichen, angreifen, wiederholen. Er ist nicht tiefgründig, aber er hält das Tempo hoch.
Bosskämpfe stechen heraus. Jeder Boss nutzt die Umgebung auf clevere Weise. Ein Kampf erfordert, dass die Spieler eine bewegliche Plattform besteigen, während sie Flammen ausweichen. Ein anderer zwingt den Dieb, während eines schmalen Zeitfensters eine Wand hochzuklettern. Diese Kämpfe wirken größer als der reguläre Kampf.
Steuerung über Plattformen
Trine 4: The Nightmare Prince läuft auf mehreren Plattformen: Stadia, PS4, PC und XONE. Die Steuerung ist über alle Versionen hinweg konsistent. Spieler bewegen sich, zielen und wirken Zauber mühelos. Das Spiel verarbeitet Eingaben gut, auch mit Controllern.
Die Bildrate ist in den meisten Levels stabil. Einige dichte Szenen mit vielen Gegnern auf dem Bildschirm sinken leicht ab, aber nichts beeinträchtigt das Spielerlebnis. Die Ladezeiten variieren je nach Hardware, sind aber kurz genug, um die Spieler nicht zu stören.
Klang und Bild
Der Kunststil ist handgezeichnet und hell. Charaktere sind ausdrucksstark, und die Welt wirkt lebendig. Der Soundtrack passt zum Tonfall, der von ruhig zu angespannt während Bosskämpfen übergeht. Die Sprachausgabe ist auf kurze Sätze beschränkt, passt aber zur Märchenkulisse.
Wo es zu kurz kommt
Nicht alles funktioniert. Einige Rätsel stützen sich zu stark auf die Fähigkeit eines Charakters, was Spieler zwingt, wiederholt zwischen Helden zu wechseln. Dies kann den Fluss eines Levels unterbrechen. Die Schwierigkeitskurve fällt auch in der Mitte des Spiels ab, wo einige Abschnitte zu einfach wirken.
Die Geschichte hätte mehr Tiefe vertragen können. Die drei Helden sind sympathisch, aber ihre Entwicklung ist oberflächlich. Der Bösewicht, der Nightmar-Prince, ist sympathisch, aber seine Motive bleiben bis spät im Spiel unklar. Gegen Ende wissen die Spieler, warum der Prinz so handelt, wie er handelt, aber der Weg dorthin hätte reicher sein können.
Ein solider Abschluss
Trine 4: The Nightmare Prince ist ein starker Eintrag in der Reihe. Es nimmt vertraute Ideen und poliert sie. Die Rätsel sind clever, der Kampf ist befriedigend, und die Kulisse ist einprägsam. Es treibt das Genre nicht voran, aber es führt alles gut aus.
Für Spieler, die die Reihe seit Beginn verfolgt haben, ist dies ein passendes Ende. Für Neulinge ist es ein guter Einstiegspunkt. Das Spiel ist zugänglich genug, um neue Spieler anzulocken, während es gleichzeitig diejenigen belohnt, die Jahre mit der Reihe verbracht haben.
Die Stärken des Spiels lassen sich anhand ihrer Bedeutung für das Gesamterlebnis leicht einordnen:
- Rätsel – der Kernmechanismus, der das gesamte Abenteuer antreibt
- Kämpfe – befriedigend, aber nicht im Fokus
- Story – einfach und effektiv, nicht tiefgründig
- Präsentation – hell, ausdrucksstark und passend zum Märchensetting
- Wiederspielwert – solide, wenn auch nicht endlos
Trine 4: The Nightmare Prince erhält eine Wertung von 7,8 von 10. Es ist ein solides, poliertes Abenteuer, das die Zeit, die Spieler investieren, wertschätzt.
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