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Achtzehn Jahre später lastet Spider-Man: Shadow of the Web immer noch Entscheidungen gegen Arcade-Spiele

Ein Wandkletterer bewegt sich durch die Straßen von Manhattan, belastet von Entscheidungen, die seine Seele formen.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A masked hero clings to the shadowed heights of a wet Manhattan street, pondering the fate of many souls.

Spider-Man: Web of Shadows bringt den Mann an der Wand zurück auf den Boden, und das ist der springende Punkt. Dieses Action-Adventure von 2008 von Treyarch tauscht die luftakrobatischen Kunststücke früherer Spider-Man-Titel gegen ein geerdetes, offenes Erkunden von Manhattan aus, und das funktioniert meistens. Das Ergebnis ist ein düsteres, moralisch verworrenes Spiel, das Neugierde über schnelle Reflexe belohnt.

Das Spiel verzweigt sich in drei Versionen: ein vollwertiges 3D-Abenteuer für PS3, PC und Xbox 360, plus ein 2.5D-Beat-‚em-up für PSP und PS2 und ein Metroidvania-ähnlicher Plattformer für den Nintendo DS. Wir testen hier die Hauptversion, die, die es Ihnen ermöglicht, durch die Straßen von New York City zu laufen und echte Entscheidungen zu treffen, wer lebt und wer stirbt. Diese Version ist das beste Argument dafür, warum Spider-Man diese Art von Behandlung benötigt.

Trailer, über Activision.

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Ein dunkler Turn in Manhattan

Die Geschichte stützt sich stark auf die Symbionten-Invasion, eine Bedrohung, die Spider-Man zwingt, sich mit unwahrscheinlichen Verbündeten zusammenzutun, um Manhattan zu retten. Es ist düsterer als die meisten vorherigen Spider-Man-Spiele, und der Ton stimmt. Bosstraten sind brutal, und das Spiel vertraut Ihnen, Entscheidungen zu treffen, die beeinflussen, wie die Geschichte endet.

Dieses Moralsystem ist das Highlight. Ihre Entscheidungen sind wichtig, und das Spiel verfolgt sie im gesamten Stadtgebiet. Manche Spieler werden die Bedeutung dieser Entscheidungen lieben. Andere werden das System für begrenzt halten, da die Entscheidungen an eine Handvoll Begegnungen und nicht an jede Straßenecke gebunden sind.

Auf den Straßen unterwegs

Das Open-World-Design ist der Bereich, in dem Web of Shadows am erfolgreichsten ist. Manhattan ist dicht und belebt, und Sie können zwischen Gebäuden schwingen, an Wänden hochklettern oder einfach den Bürgersteig entlanggehen. Das Spiel belohnt die Erkundung, und Nebenquests tauchen oft genug auf, um Sie in Bewegung zu halten.

Der Kampf ist das schwächste Glied. Feinde schwärmen, und die Kamera hat Schwierigkeiten, mitzuhalten, besonders in engen Situationen. Die Bosstraten sind zwar das Highlight. Sie erfordern Geduld und Timing, und die besten Szenen des Spiels passieren, wenn Spider-Man sich größeren Feinden stellt.

Verbündete und Fähigkeiten

Das Beschwören von Verbündeten während Kämpfen ist eine lustige Wendung. Es fügt dem Kampf Tiefe hinzu, auch wenn das System einfach ist. Das Spiel ermöglicht es Ihnen auch, Ihre Ausrüstung und Fähigkeiten zu verbessern, was Ihnen einen Grund gibt, nach dem Freischalten neuer Kräfte in alte Gebiete zurückzukehren.

Das Tempo zieht in der mittleren Spielhälfte an. Einige Missionen wirken wie Füllmaterial, und der Schwierigkeitsgrad des Spiels fällt unvorhergesehen ab und an. Dennoch bleibt der Kernmechanismus aus Schwingen, Kämpfen und Erkunden durchgehend stark.

Die Grenzen des Moral-Systems

Die moralischen Entscheidungen sind der am häufigsten diskutierte Teil von Web of Shadows und verdienen eine genaue Prüfung. Das Spiel fordert Sie auf, schwierige Entscheidungen zu treffen, aber die Konsequenzen sind manchmal vage. Einige Spieler werden das frustrierend finden. Andere werden den Versuch zu schätzen wissen.

Das Spiel leidet zudem an mangelnder Ausführung in manchen Bereichen. Das Erzähltempo ist ungleichmäßig, und die Kamera geht in engen Korridoren verloren. Dies sind keine tödlichen Fehler, aber sie hindern das Spiel daran, wirklich groß zu werden.

Ein gemischter Eindruck

Kritiker waren zum damaligen Zeitpunkt geteilt. Einige lobten die Bosskämpfe, den zerstörerischen Kampf, die originelle Geschichte und die offene Struktur. Andere hatten Bedenken hinsichtlich der Grenzen des Moral-Systems und der schlechten Umsetzung der Handlung. Der kritische Empfang war insgesamt gemischt bis positiv, und das hat sich bis heute nicht geändert.

Web of Shadows ist ein solides, ambitioniertes Spider-Man-Spiel, das die Reihe in eine neue Richtung lenkt. Es ist nicht ohne Fehler, aber die Stärken überwiegen die Schwächen.

Wichtige Fakten

  • Titel: Spider-Man: Web of Shadows
  • Entwickler: Treyarch
  • Publisher: Activision
  • Plattformen: PS3, PC (Microsoft Windows), Xbox 360
  • Genres: Fighting, Platform, Hack and slash/Beat ‚em up, Adventure
  • Themen: Action, Open World
  • Modi: Einzelspieler
  • Perspektive: Dritte Person
  • Veröffentlichung: Oktober 2008

Das Spiel wurde später aus den digitalen Stores entfernt und am 1. Januar 2014 von allen Verkaufsplattformen genommen, als die meisten von Activision veröffentlichten Spiele, die die Marvel-Lizenz nutzten, zurückgezogen wurden. Dieser Schritt nahm dem Spiel den Zugang zu Online-Shops, löschte aber nicht den Eindruck, den es auf die Serie hinterlassen hatte.

Was nun auffällt, ist, dass Spider-Man: Web of Shadows versuchte, Spider-Man als einen Charakter mit echtem Einsatz zu behandeln, nicht nur als einen Mann, der herumschwingt. Das Moralsystem, die offene Welt, die Bosskämpfe – all das deutet auf ein Spiel hin, das mehr sein wollte als ein einfacher Arcade-Kick. Es war teilweise erfolgreich und scheiterte teilweise, vergaß aber nie, was den Charakter überhaupt erst spielenswert machte.

Wir bewerten Spider-Man: Web of Shadows mit 7 von 10.

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