Ghostbusters: The Video Game ist ein Spiel, das auf einer einfachen Prämisse aufbaut: Vier College-Studenten werden in das Ghostbusters-Universum gezogen, und sie müssen New York City vor einer Geisterinvasion retten. Es ist auch ein Spiel, das genau weiß, was es sein will, und das darin größtenteils erfolgreich ist.
Trailer, via Game Master TV.
Was funktioniert
Der Aufbau ist geradlinig. Vier neue Rekruten stoßen zum Ghostbusters-Team, und sie sehen sich schnell einer Bedrohung gegenüber, die über die üblichen schleimspuckenden Geister hinausgeht. Das Spiel bedient sich bei den Filmen für seinen Ton und seine Bösewichte, und es setzt stark auf die Idee, dass die Ghostbusters eine Gruppe von Wissenschaftlern sind, die zufällig Monster bekämpfen. Diese Balance zwischen Komödie und Action ist die größte Stärke des Spiels.
Der Humor ist durchgehend konsistent und wird durch Dialoge vermittelt, die öfter treffen als danebengehen. Das Spiel versteht, dass die Ghostbusters am besten funktionieren, wenn sie als ein Team von Profis behandelt werden, die zufällig lustig sind, und nicht als eine Gruppe von sprücheklopfenden Faulenzern. Diese Unterscheidung ist wichtiger, als sie klingt, denn sie ermöglicht es dem Spiel, zwischen Witzen und angespannten Momenten zu wechseln, ohne eines von beidem zu verlieren.
Der Protonenpack
Die Steuerung ist der Punkt, an dem das Spiel strauchelt. Die zentrale Schussmechanik ist ordentlich, aber das Zielen kann sich falsch anfühlen, besonders bei schnellen Verfolgungen. Der Protonenpack fühlt sich schwer und langsam beim Zielen an, was einige der größeren Kämpfe schwieriger macht, als sie sein sollten. Spieler, die andere Spiele des Genres gespielt haben, werden den Unterschied wahrscheinlich sofort bemerken.
Das Spiel enthält außerdem einen aufgeladenen Schuss, der einen Raum von kleineren Gegnern säubern kann, und diese Fähigkeit ist nützlich genug, dass sie oft eingesetzt wird. Sie löst die Zielprobleme nicht, aber sie gibt den Spielern eine Möglichkeit, sich durch Menschenmengen zu bahnen, ohne sich allein auf Genauigkeit zu verlassen.
Optionale Missionen
Die Hauptkampagne ist kurz, aber sie ist vollgepackt mit Nebenmissionen, die der Welt Tiefe verleihen. Diese Missionen sind optional, aber sie sind es wert, erledigt zu werden. Sie ermöglichen es den Spielern, die Stadt zu erkunden und mehr von der Ausrüstung der Ghostbusters in Aktion zu sehen. Der Nebeninhalt ist der Bereich, in dem die Liebe zum Detail des Spiels am deutlichsten zum Vorschein kommt.
Jede Nebenmission schickt die Spieler an einen bestimmten Ort, oft ein öffentliches Gebäude oder eine Sehenswürdigkeit, und verlangt von ihnen, ein bestimmtes Geisterproblem zu lösen. Einige dieser Missionen umfassen:
- Einfache Hol-Questen
- Fallen stellen
- Rätsel lösen
Die Abwechslung verhindert, dass das Tempo ins Stocken gerät, selbst wenn die Haupthandlung langsamer wird.
Das Aussehen und der Klang
Die Grafik ist für die damalige Zeit solide. Die Charaktermodelle sind detailliert, und die Stadt selbst ist voller Leben. Das Spiel nutzt seine lizenzierten Schauplätze gut und lässt die Spieler durch wiedererkennbare Straßen und Wahrzeichen gehen. Besonders stark ist die Beleuchtung, wobei Neonreklamen und Straßenlaternen der Stadt ein bewohntes Gefühl verleihen.
Die Musik passt zum Ton. Sie ist eine Mischung aus treibenden Action-Tracks und leiseren, nachdenklichen Stücken, und sie tritt selten zu weit hervor. Die Synchronisation ist durchweg gut, wobei die wiederkehrende Besetzung ihre Zeilen mit derselben Energie liefert wie in den Filmen.
Das Längenproblem
Im Kern ist Ghostbusters: The Video Game ein kurzes Spiel. Die Hauptgeschichte dauert etwa sechs bis acht Stunden, je nachdem, wie schnell ein Spieler sie durchläuft. Die Nebenmissionen fügen weitere paar Stunden hinzu, aber das Spiel verlangt keinen großen Zeitaufwand.
Diese Kürze ist sowohl ein Segen als auch ein Fluch. Einerseits bedeutet sie, dass das Spiel straff und fokussiert bleibt. Andererseits bedeutet sie, dass es weniger Inhalt gibt, als manche Spieler vielleicht wollen. Das Spiel genießt man am besten in kurzen Sitzungen statt als Marathon.
Der Vergleich mit anderen
Hier ist ein kurzer Blick darauf, wie Ghostbusters: The Video Game im Vergleich zu ein paar anderen Spielen desselben Genres abschneidet:
| Merkmal | Ghostbusters: The Video Game | Andere Action-Horror-Spiele |
|---|---|---|
| Humor | Stark, beständig | Schwankt stark |
| Kampf | Ordentlich, unbeholfenes Zielen | Normalerweise flüssiger |
| Grafik | Solide für die damalige Zeit | Meist besser |
| Länge | Kurz | Länger |
| Wiederspielwert | Niedrig | Höher |
Die Stärken des Spiels sind sein Humor und sein Worldbuilding. Seine Schwächen sind seine Steuerung und seine Länge. Spieler, die ein schnelles, lustiges Abenteuer wollen, werden viel zu genießen finden. Spieler, die ein tiefes, weitläufiges Erlebnis wollen, werden wahrscheinlich mit dem Wunsch nach mehr gehen.
Das Spiel enthält auch einen Mehrspielermodus, der den Wiederspielwert für diejenigen erhöht, die kooperatives Spielen mögen. Es ist eine kleine Ergänzung, aber sie gibt den Spielern einen Grund zurückzukehren, nachdem sie die Kampagne beendet haben.
Endwertung
Ghostbusters: The Video Game ist ein kompetentes, unterhaltsames Actionspiel mit einem großartigen Sinn für Humor und einer starken Kulisse. Es ist kein perfektes Spiel, und seine technischen Unebenheiten hindern es an der Größe. Aber es ist ein Spiel, das liefert, was es verspricht, und das mit einem Maß an Selbstvertrauen, das bei Lizenzspielen selten ist.
Wertung: 7 von 10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





