Crossing Souls beginnt im Sommer 1986 in Tajunga, Kalifornien, wo fünf Teenager am Fluss eine Leiche finden und den rosa Stein in ihrer Hand an sich nehmen. Dieser Stein lässt sie die Toten sehen und mit ihnen sprechen. Er entzieht zugleich jedem, der ihn hält, das Leben. Fourattic hat sein ganzes Spiel auf diesem Tausch aufgebaut: Jede Reise in die Geisterwelt kostet etwas in der Welt der Lebenden.
Trailer, via IGDBcom.
Der Duat-Stein und was es braucht
Die Freunde sind Chris, ein Baseballfan; Kevin, sein jüngerer Bruder; Matt, der belesene Erfinder; Big Joe, der Muskelprotz mit dem weichen Herzen; und Charlie, der Wildfang. Matt baut ein Gerät, mit dem sie die Kraft des Steins kontrollieren können. Sie verstehen ihn nicht. Kevin stirbt, als Quincy Queen, der Anführer einer Straßengang, den Stein stiehlt. Das Spiel lässt dich diesen Verlust tragen und gibt dir dann das Werkzeug, ihn rückgängig zu machen – nur kannst du ihn nicht rückgängig machen. Du kannst nur mit dem sprechen, was übrig ist.
Fünf Kinder, fünf Arten zu kämpfen
Crossing Souls ist ein Action-Adventure mit Rollenspiel- und Arcade-Grundgerüst. Du wechselst zwischen den fünf Kindern im Handumdrehen und nutzt die Angriffe und Fähigkeiten eines jeden. Du kämpfst gegen lokale Behörden, böse Specter und Kreaturen unbekannter Herkunft. Du sammelst Hinweise in der Stadt und springst zwischen zwei Reichen, um Rätsel zu lösen. Die Vogelperspektive hält die ganze Stadt lesbar, was zählt, wenn das Spiel dich immer wieder auffordert, zwischen Realitätsebenen zu wechseln.
Major Oh Russ und die Quarantäne
Die Verschwörung setzt schnell ein. McKittrick, der Tote am Fluss, arbeitete einst für Major Oh Russ, einen ehemaligen General der U.S. Army, der die Bergung des Duat-Steins organisierte, um die Toten zu kontrollieren und eine Weltinvasion zu starten. McKittrick rebellierte und stahl ihn. Tajunga wird unter Quarantäne gestellt wegen einer ansteckenden Krankheit, die als Deckmantel für die Operation dient. Die vier überlebenden Freunde entkommen, stürzen von einer Straße in einen dunklen Wald und finden ein Militärlager von Geisterkindern, die von einem bösen Geist getäuscht wurden. Sie befreien die Kinder und kehren zurück, um ihre Familien zu holen. Oh Russ hat sie bereits.
Big Joe und die Kaverne
Die Flucht durch den Fluss in die Höhle ist der Ort, an dem Crossing Souls seine besten Ideen einsetzt. Big Joe erleidet eine tödliche Wunde und stirbt. Das verbleibende Trio findet Hieroglyphen, die darauf hindeuten, dass der Duat-Stein den Göttern gehörte. Es ist eine gute Szene in einem Spiel, das sich zu oft mit der Referenz statt mit dem Gefühl zufriedengibt. Das Setting von 1986, die Prämisse der Kinder auf Fahrrädern, die Regierungsverschwörung – all das ist entlehnt, und das Spiel weiß es.
Was der Stein kostet
Crossing Souls erschien am 13. Februar 2018 für Microsoft Windows, macOS, Linux und PlayStation 4, dann am 26. Juli 2018 für Nintendo Switch. Es wird von Devolver Digital veröffentlicht und von Fourattic entwickelt, einem spanischen Studio. Es ist Einzelspieler. Das eigentliche Thema der Handlung ist Trauer – Kevins Tod, Big Joes Tod, die Geisterkinder – und das Spiel ist am schärfsten, wenn der Stein ein Preis statt ein Gadget ist. Das Rätseldesign ist dünner, als die Prämisse verdient, und die Wechselmechanik trägt im Pitch mehr Gewicht als im Spiel. Dennoch bleibt Fourattic dem Ende treu, das es aufgebaut hat. Die Kinder bekommen nicht alle zurück.
Wichtige Fakten – Veröffentlichung: 13. Februar 2018 (Microsoft Windows, macOS, Linux, PlayStation 4); 26. Juli 2018 (Nintendo Switch) – Entwickler: Fourattic. Publisher: Devolver Digital – Plattformen: PlayStation 4, Linux, PC (Microsoft Windows), Mac, PlayStation Vita, Nintendo Switch – Genre: Action-Adventure, RPG, Indie, Arcade. Einzelspieler – Schauplatz: Tajunga, Kalifornien, 1986 – Wertung: 7,1/10
Crossing Souls ist es wert, wegen der Höhle und der beiden Begräbnisse gespielt zu werden. Es ist ein Spiel über einen Stein, der einen mit den Toten sprechen lässt und einen sie nie behalten lässt, und das ist der Teil, den es richtig macht.
7,1 von 10
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