Ben Afflecks Regiedebüt schickt zwei Privatdetektive nach Dorchester, um ein vermisstes vierjähriges Mädchen zu finden, und der Film lässt sie – oder uns – nie mit der einfachen Antwort zufrieden.
Trailer, via Kris Van den Bosch.
Patrick Kenzie und Angie Gennaro
Casey Affleck spielt Patrick Kenzie und Michelle Monaghan spielt Angie Gennaro, Partner und ein Paar, angeheuert von Amanda McCreadys Tante Bea und Onkel Lionel, weil sie keine Polizisten sind und sich in der Nachbarschaft auskennen. Der Film, geschrieben von Ben Affleck mit Aaron Stockard nach Dennis Lehanes Roman von 1998, läuft 113 Minuten und wurde von Miramax am 19. Oktober 2007 veröffentlicht.
Der Aufbau ist ein Procedural. Amanda verschwand aus der Wohnung ihrer alleinerziehenden Mutter in Dorchester, zuletzt gesehen mit ihrer Puppe Mirabelle. Die Detectives Remy Bressant und Nick Poole, gespielt von Ed Harris und John Ashton, weisen das Paar auf Corwin Earle hin, einen bekannten Kinderschänder. Morgan Freeman ist Captain Jack Doyle, dessen eigene Tochter Jahre zuvor getötet wurde. Amy Ryan ist Helene McCready, die Mutter.
Dann wendet sich der Film. Helene und ihr Freund Ray sind Süchtige und Drogenkuriere für den haitianischen Drogenboss Cheese, und sie stahlen 130.000 Dollar von ihm. Ray wird ermordet aufgefunden. Patrick verhandelt mit Cheese, der bestreitet, das Mädchen genommen zu haben.
Alle wollen die Wahrheit … bis sie sie finden.
Der Steinbruch und was folgt
Doyle liest Patrick ein Transkript vor, in dem Cheese die Station anruft, um einen Austausch zu arrangieren. Der Austausch, an einem Steinbruch, geht schief: Ein Schusswechsel bricht aus und Cheese wird getötet. Es wird angenommen, dass Amanda in den Teich gefallen und ertrunken ist. Angie bringt Mirabelle zu Helene zurück. Doyle übernimmt die Verantwortung für den misslungenen Austausch und tritt vorzeitig in den Ruhestand.
Zwei Monate später wird ein siebenjähriger Junge in Everett entführt, und Patrick erhält Informationen. Hier endet die Quelle, und es genügt, das eigentliche Thema des Films zu benennen: nicht die Suche, sondern was ein Mensch mit einer Antwort tut, die er nicht wollte.
Die Besetzung um die Hauptdarsteller leistet die tragende Arbeit:
- Casey Affleck als Patrick Kenzie
- Michelle Monaghan als Angie Gennaro
- Ed Harris als Remy Bressant
- Amy Ryan als Helene McCready
- Morgan Freeman als Jack Doyle
Ryan erhielt eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin, und der Film war der letzte, der von The Ladd Company veröffentlicht wurde, bevor das Unternehmen am 19. Dezember 2007 schloss. Er spielte weltweit 34 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von 19 Millionen Dollar.
Was der Film richtig macht
Affleck inszeniert wie ein Mann, der in diesem Viertel aufgewachsen ist, und die Straßen von Dorchester wiegen schwerer als jede einzelne Szene. Die Mystery-Mechanik ist solide, aber vertraut – eine gestohlene Beute, ein Drogenboss, eine misslungene Übergabe. Was Gone Baby Gone heraushebt, ist die moralische Falle, die er aufstellt und sich weigert, sauber zuschnappen zu lassen. Der größte Vorzug des Films ist Ryan, deren Helene eher sorglos als böse ist, was das Ende schwerer abzuhaken macht.
Die Schwäche ist die Balance. Freeman und Harris bekommen Autoritätsfiguren zu spielen, und sie spielen sie gut, aber das Drehbuch stützt sich auf die Verfahrensmomente, wenn die menschlichen schärfer sind. Der Tagline verspricht eine Abrechnung mit der Wahrheit; der Film liefert sie größtenteils.
7,2 von 10.
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