Three Fields Entertainments Danger Zone will, dass man für Geld crasht. Der Pitch, direkt aus dem Studio, ist einfach: Verursache den größten Autounfall, den du kannst. Es ist ein 3D-Fahrzeugzerstörungsspiel, ein Genre, das die Gründer gut kennen — sie bauten den Crash-Modus in Burnout, bevor sie sich selbstständig machten.
Eine virtuelle Crash-Test-Anlage
Danger Zone spielt in einer virtuellen Crash-Test-Anlage. Man schlüpft in die Rolle eines gefährlichen Fahrers und arbeitet sich durch rund zwanzig Szenarien, jedes bestückt mit geparkten oder fahrenden Fahrzeugen und anderen Hindernissen. Das Ziel sind Punkte. Man erzielt sie, indem man sein Auto in die Szene fährt — den „First Impact“ — und Kettenreaktionen von Kollisionen auslöst.
Das Setup ist direkt von Burnouts Crash-Modus inspiriert, und Three Fields verheimlicht das nicht. Wenn der First Impact genug Schaden anrichtet, kann man einen „SmashBreaker“ auslösen, der das Fahrzeug explodieren lässt und weitere Kettenreaktionen auslöst. Die Punkte richten sich nach dem Grad des Schadens, mit Sonderpunkten für einzigartige Ziele und andere szenariospezifische Ziele. Online-Bestenlisten ordnen die Ergebnisse ein.
Shunt, Smash, Repeat
Das Instrumentarium ist bewusst eng. Schiebe Fahrzeuge in den Gegenverkehr. Bring Anhänger zu Fall, um ihre Ladung abzuwerfen. Nutze den SmashBreaker, um dein Fahrzeug zu bewegen. Je mehr Explosionen man verursacht, desto größer die Punktzahl. Bonus-Pickups liegen im Wrack für Spieler, die sie ergattern können.
Es läuft auf Unreal Engine, und das Studio verkauft die Kombination aus echten physischen Crashes mit explosivem Gameplay. Das ist das ganze Spiel. Es gibt keine Karriere aufzubauen, kein Auto zu tunen, keine Story, die man über sich ergehen lassen muss.
Ein Paradies für den ausgebrannten Pendler
Das Marketing setzt stark auf Road Rage. Wenn man von Stau und verstopften Straßen ausgebrannt ist, schlägt das Studio vor, auf die Autobahn zur Danger Zone zu fahren und Rache am Berufsverkehr zu nehmen. Es nennt den Ort ein Paradies für diejenigen, die ihr Fahren gern flambiert mögen.
Diese Rahmung ist ehrlich darüber, was das Spiel ist: ein Druckventil, keine Simulation. Danger Zone ist Einzelspieler, wird aus der Third-Person-Ansicht gespielt und ist unter Racing, Indie und Arcade eingeordnet. Das Arcade-Label ist das zutreffende.
Das Konzept ist einfach : crash for cash, indem man den größten Autounfall verursacht.
Woher die Wertung kommt
Danger Zone erschien im Mai 2017 für PC und PlayStation 4 und erreichte im Oktober 2017 die Xbox One. Von der IGDB-Kritikerwertung über neun Medien hinweg erhielt es 6,4 von 10 Punkten. Diese Zahl steht genau dort, wo das Spiel steht: kompetent, billig und dünn.
Die Burnout-Abstammung ist das Stärkste hier und zugleich das Problem. Der Crash-Modus funktionierte als Nebenattraktion innerhalb eines größeren Rennspiels, als Pause zwischen den Rennen. Danger Zone dehnt diese Nebenattraktion zu einer vollständigen Veröffentlichung aus und verlangt, dass sie das Ganze allein trägt. Zwanzig Szenarien mit Anstoßen und Auslösen der Explosion sind ein schöner Nachmittag. Mehr ist es nicht.
Das Punktesystem ist der kluge Teil. Sonderpunkte für einzigartige Ziele und szenariospezifische Vorgaben drängen die Spieler über die offensichtliche Frontalkollision hinaus zu den seltsameren Winkeln – der Anhänger, der seine Ladung über drei Spuren verliert, der Pick-up, der hinter dem bereits verursachten Wrack steckt. Bestenlisten geben diesen Punkten einen Ort, und die Jagd nach einem saubereren Durchlauf ist real.
Das Versäumnis ist die Abwechslung. Jedes Szenario stellt dieselbe Frage mit anderem Verkehr. Hat man erst gelernt, wie sich die Physik verhält – wie ein Anstoß in den Gegenverkehr hineinwirkt, wann sich der SmashBreaker lohnt –, überraschen die Szenarien nicht mehr. Das Spiel fügt nie ein neues Verb hinzu.
Was 6,4 einem bringt
Danger Zone ist ein kleines, gut gemachtes Arcade-Spielzeug mit einer guten Idee und keinem Interesse an einer zweiten. Die Crashs fühlen sich richtig an, der SmashBreaker ist ein befriedigender Knopf, und die Bestenlisten geben dem Ganzen ein Rückgrat. Nichts daran ist kaputt. Nichts daran ist aber auch überraschend.
Die 6,4 ist fair, und sie ist auf eine bestimmte Weise fair: Dies ist ein Spiel, das man ein Wochenende lang genießt und dann nicht mehr daran denkt. Three Fields kannte das Publikum des Crash-Modus und hat direkt dafür entwickelt. Dieses Publikum wird bekommen, wofür es gekommen ist. Alle anderen werden bemerken, wie schnell den Szenarien die neuen Fragen ausgehen.
Spielt es, wenn die Wendung „crash for cash“ euch zum Lächeln bringt. Lasst es sein, wenn der Crash etwas bedeuten muss.
6,4 von 10
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