EA Sports UFC 2 landete im März 2016 mit einem einfachen Versprechen: den Kampf real wirken lassen. EA Canada baute die Fortsetzung auf der Marke Ultimate Fighting Championship auf, lieferte sie für PlayStation 4 und Xbox One aus und setzte Ronda Rousey und Conor McGregor auf den Cover. Das Ergebnis ist ein Spiel, das besser aussieht, als es sich spielt – und diese Lücke ist die ganze Geschichte.
Trailer, via EA SPORTS MADDEN NFL.
Ronda Rousey und Conor McGregor auf dem Cover
Der Kader ist das wichtigste Feature. Mehr als 250 Kämpfer sind spielbar, und sowohl männliche als auch weibliche Kämpfer sind enthalten. Diese Breite ist wichtig. Ein UFC-Spiel lebt oder stirbt davon ab, ob der Kämpfer, den man möchte, darin enthalten ist, und EA Canada hat dieses Problem hier größtenteils gelöst.
Die Fortsetzung folgte auf EA Sports UFC aus dem Jahr 2014, ein Spiel, das echte Kritik erhielt. EA Canada sagte, es habe eine große Menge an Feedback von Fans aus der ersten Veröffentlichung berücksichtigt und hoffe, dass das Zuhören die Fortsetzung drastisch verbessern würde. Viele Ergänzungen wurden hinzugefügt, um dies zu beweisen.
Kicks, Punches, Submissions und Takedowns
Kämpfe verlaufen ähnlich wie im echten Leben. Man wählt einen Kämpfer aus und passt den Kampf an — Gegner, Ort, Regeln. Angriffe umfassen Kicks, Punches, Grappeln, Submissions und Takedowns. Ausdauer, Schaden und Positionierung wirken sich alle darauf aus, wie ein Kampf endet.
Die Präsentation verkauft es. Kämpfer zeigen sichtbare Schäden, während ein Kampf verläuft. Eine Menge füllt die Arena, Schiedsrichter arbeiten den Käfig ab, Ringmadchen und ein Sprecher erledigen die Einmärsche, und Joe Rogan und Mike Goldberg kommentieren die Action. Diese Kommentatorenkabine ist ein echter Gewinn — es ist der Klang des Sports, nicht ein generischer Sportspiel-Drohnen-Sound.
Karrieremodus, Ultimate Team und Knockout Mode
Die Modusliste ist der Bereich, in dem EA Sports UFC 2 sich zu dünn ausbreitet. Geordnet nach dem Zeitaufwand, den jeder davon rechtfertigt:
- Karrieremodus — erstelle einen Kämpfer und erklimme die UFC-Ränge; man kann auch einen echten Kämpfer damit durchspielen.
- Ultimate Team Mode — baue ein Deck aus Karten, die Kämpfer repräsentieren, und spiele gegen Decks anderer Spieler, verdiene nach jedem Kampf Münzen, um anzupassen und aufzurüsten.
- Knockout-Modus — manns nur durch Knockout gewinnen, mit Stamina-Balken entfernt, damit der Fokus auf Schlägen und nicht auf Ringen oder Submission-Techniken liegt.
- Übungsmodus — trainiere Fähigkeiten gegen einen passiven Gegner.
- Online-Modi — der Standard-Mehrspielermodus.
Der Karrieremodus ist der stärkste aller Modi, und das ist deutlich zu spüren. Der Ultimate-Team-Modus wirkt wie eine nachträglich hinzugefügte Funktion.
Die Optik trägt das Spiel
Die Kritiken zum Release waren generell positiv, und der Konsens kristallisierte sich heraus: Die Optik war der stärkste Aspekt des Spiels. Publikationen lobten auch die Verbesserungen gegenüber dem vorherigen Spiel und die Größe des Rosters. Die Hauptkritikpunkte betrafen das Fehlen von Tiefe in einigen Modi.
Diese Einschätzung ist berechtigt. Der Unterschied zwischen dem Aussehen des Spiels und dem, was es im Inneren zu tun gibt, ist das entscheidende Faktum von EA Sports UFC 2. Die Kämpfe wirken überzeugend. Die Struktur darum herum ist dünner, als der Roster vermuten lässt.
Was das Fan-Feedback behoben hat
Der klarste Gewinn ist die Korrektur der Probleme des ersten Spiels. EA Canada ist zu den Leuten zurückgekehrt, die EA Sports UFC gekauft haben, und hat das Spiel basierend auf ihren Aussagen neu aufgebaut. Der Roster wuchs, die Präsentation wurde geschärft und der Kampf selbst kam dem Sport, den es imitiert, näher.
Was das Feedback nicht behoben hat, ist das Modedesign. Der Ultimate-Team-Modus verlangt von dir, dich für Karten und Münzen in einem Spiel zu interessieren, dessen gesamter Reiz in der Unmittelbarkeit eines Kampfes liegt. Der Knockout-Modus entfernt Ausdauer und Ringen, was ihn zu einer Kuriosität und nicht zu einem Ziel macht. Der Übungsmodus erfüllt seinen Zweck und nichts weiter.
Joe Rogan und Mike Goldberg im Kommentar
Der Kommentar verdient eine eigene Anmerkung. Rogan und Goldberg sind die Stimmen der echten UFC, und ihre Präsenz trägt mehr zur Atmosphäre bei als jeder Lichteffekt. Die Menge, die Schiedsrichter und der Ansager dienen alle dem gleichen Ziel: Ein Videospiel wie eine Live-Übertragung wirken zu lassen.
Es funktioniert. Die Kämpfe sind überzeugend. Die Struktur darum herum ist dünner als die Liste der Kämpfer vermuten lässt.
Das Urteil über EA Sports UFC 2
EA Sports UFC 2 ist das am besten aussehende Kampfspiel seiner Zeit und unter der Oberfläche ein wirklich gutes Kampfspiel. Mehr als 250 Kämpfer, echter Schaden, echtes Kommentatorteam und ein Karrieremodus, der die Investition wert ist. Es ist auch ein Spiel, das nie ganz herausfindet, was es mit all dem außerhalb des Käfigs anfangen soll.
Die Optik waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der stärkste Aspekt und sind es immer noch. Das ist zugleich ein Kompliment und eine Beschränkung. Wenn bei einem Kampfspiel die beste Funktion darin besteht, wie es aussieht, müssen die Kämpfe gut sein – und das sind sie. Die Modi sind das Rauschen. Der Kampf ist das Signal.
Wesentliche Fakten
- Veröffentlichung: März 2016
- Entwickler: EA Canada
- Publisher: Electronic Arts
- Plattformen: PlayStation 4, Xbox One
- Kader: Mehr als 250 Kämpfer
- Kritiker-Aggregat: 7,4/10 (13 Ausgaben)
7,4 von 10
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