Major William Cage hat noch nie einen Tag im Kampf erlebt. Das ist das Erste, was Edge of Tomorrow über seinen Helden erzählt, und es ist der Motor von allem, was folgt. Doug Limans militärischer Science-Fiction-Film von 2014 wirft einen Pressesprecher in einen Krieg, den er seine ganze Karriere lang vom Schreibtisch aus geschildert hat, tötet ihn dann in Minuten und lässt ihn alles noch einmal machen.
Trailer, via Warner Bros..
Der Strand in Frankreich
Das Szenario ist knapp und schnell. Mimics landen 2015 in Deutschland und nehmen den größten Teil Kontinentaleuropas ein. Bis 2020 verliert die United Defense Force ohnehin, bis Sergeant Rita Vrataski bei Verdun gewinnt. General Brigham befiehlt Cage, die Invasion Frankreichs von der Frontlinie aus zu begleiten. Cage versucht, Brigham zu erpressen, den Befehl zurückzunehmen. Brigham lässt ihn verhaften und zum Private degradieren, dann schickt er ihn nach Heathrow, um sich J-Squad unter Master Sergeant Farell anzuschließen.
Er stirbt am Strand. Er wacht in Heathrow auf. Wiederholung.
Tom Cruise und Emily Blunt
Tom Cruise spielt Cage als Feigling, der mit jedem Tod ein Stück kompetenter wird, und der Film ist klug genug, seine Fähigkeiten über die Schleifen hinweg aufzubauen, statt sie auf einmal ankommen zu lassen. Emily Blunts Rita ist die bessere Idee: Sie gewann bei Verdun, weil sie dieselbe Kraft hatte, erlangt durch das Blut eines Alpha, und verlor sie durch eine Bluttransfusion. Sie erkennt seine Vorahnung, bevor er sie erklären kann, und befiehlt ihm, sie in der nächsten Schleife zu finden.
Die Nebenbesetzung ist bewusst dünn. Brendan Gleesons Brigham und Bill Paxtons Farell existieren, um Cage auf den Strand zu drängen, und Paxton macht das Beste daraus.
Was die Schleife kostet
Die Zeitschleife ist hier kein Gimmick. Sie ist eine Trainingsmontage mit einer Opferbilanz, und der Film hält die Kosten sichtbar: Jede Verbesserung wird mit demselben Tod bezahlt.
Was Edge of Tomorrow zurückhält, ist der dritte Akt, in dem die Schleife aufhört, Probleme zu erzeugen, und beginnt, sie zu lösen. Die Spannung, die den Strand unerträglich machte, verfliegt, sobald Cage und Rita mit einem Plan zusammenarbeiten.
Was funktioniert, im Ranking
Gemessen an dem, was der Film am besten macht:
- Die Strandinvasion, überfallen und massakriert, ist die stärkste Sequenz.
- Ritas Vorgeschichte in Verdun gibt der Mechanik ihre Logik.
- J-Squad und die Heathrow-Basis sind Textur, keine Charaktere.
- Der letzte Akt ist die schwächste Strecke.
Edge of Tomorrow ist ein schlanker, gut gebauter Actionfilm mit einer großartigen Idee und der Disziplin, sie zu wiederholen. Er läuft 114 Minuten und verschwendet selten eine davon. Der Slogan – „Live. Die. Repeat.“ – ist der ganze Pitch, und zwei Akte lang verdient der Film ihn.
7,1 von 10.
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