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Shank Review: Kleis Beat-‚Em-Up-Wiederbelebung setzt auf Stil statt Substanz

Eine Geschichte der Rache, eine Klinge der Wut und ein längst verblasstes Genre – Shank erhebt sich erneut in einer Geschichte des Zorns.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A masked warrior brandishes a blade amid a crowd of foes upon a darkened thoroughfare.

Shank ist ein Side-Scrolling-Hack-and-Slash-Spiel, das auf dem Versprechen eines Comebacks für ein Genre aufbaut, das weitgehend verschwunden war. Es wurde von Klei Entertainment entwickelt und 2010 von Electronic Arts veröffentlicht und versetzt die Spieler in die Rolle von Shank, einem ehemaligen Auftragsmörder der Mafia, der nach der Ermordung seiner Freundin Eva Rache sucht. Das Spiel wurde im Dezember 2011 als Teil des Humble Indie Bundle 4 erneut veröffentlicht.

Die Prämisse ist einfach. Shank kämpft sich durch Wellen von Feinden, Bossen und Combos und verwendet dabei Messer, eine Kettensäge, Pistolen, Maschinengewehre und Granaten. Der Kunststil lehnt sich stark an eine Comic-Stilisierung an, und die Handlung des Spiels wurde von Marianne Krawczyk geschrieben, die an der God of War-Reihe mitgearbeitet hat.

Trailer, via watchTechNews.

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Das Setup

Shank steuert sich wie ein klassisches Beat-‚em-up, allerdings mit einem Twist. Angriffe sind Controller-Tasten zugewiesen, und ihre Kombination erzeugt Combos. Gefallene Feinde lassen temporäre Waffen fallen, die für eine begrenzte Zeit verwendet werden können. Der Spieler kann außerdem Gegner greifen, werfen und sie aus der Luft anspringen. Zu den akrobatischen Moves gehören das Schwingen an Laternenpfählen und das Laufen entlang von Werbetafeln.

Feinde zeigen Gesundheitsbalken auf dem Bildschirm an, eine Hommage an die Wurzeln des Genres in Titeln wie Final Fight. Der Mehrspielermodus, der als Prequel zur Hauptgeschichte dient, lässt zwei Spieler Shank und seinen Partner Falcone steuern. Sie arbeiten zusammen, um Bosse zu besiegen und Ziele zu erfüllen.

Die Rachegeschichte

Die Einzelspieler-Kampagne folgt Shanks Suche nach Rache an der Mafia, die Eva getötet hat. Zur Besetzung der Sprecher gehören Marcel Davis als Shank und Becky Poole als Eva. Die Geschichte wird in zwei Teilen erzählt: der Hauptkampagne und dem Kooperationsmodus, der die Ereignisse vor der Hauptgeschichte abdeckt.

Was funktioniert

Der visuelle Stil ist die stärkste Stärke des Spiels. Die Comic-Kunstrichtung zieht sich sowohl durch das Gameplay als auch durch die Zwischensequenzen und verleiht Shank eine unverwechselbare Identität, die sich von anderen Actiontiteln der damaligen Zeit abhebt. Kritiker lobten dieses Aussehen durchweg.

Das Kampfsystem ist flüssig und reaktionsschnell, und das Combo-System belohnt Spieler, die das Timing erlernen. Die temporären Waffen sorgen für Abwechslung in den Begegnungen, und die akrobatischen Moves verleihen Shank ein Bewegungsgefühl, das lebendig wirkt.

Wo es zu kurz kommt

Das Leveldesign ist uneben, und einige Kritiker bemerkten, dass sich das Gameplay repetitiv anfühlen kann. Bosskämpfe sind häufig, aber nicht immer einprägsam. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels steigt gelegentlich sprunghaft an, und das Fehlen eines Speicherpunktsystems bedeutet, dass sich der Fortschritt fragil anfühlen kann.

Die Zahlen

  • Entwickler: Klei Entertainment
  • Publisher: Electronic Arts
  • Plattformen: PlayStation 3, Linux, PC (Windows), Mac, Xbox 360
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Im Dezember 2011 als Teil des Humble Indie Bundle 4 erneut veröffentlicht
  • Nachfolger: Shank 2, veröffentlicht 2012

Kommerzielle Performance

Shank verkaufte sich zehntausendfach und blieb im September 2010 unter den Top 20 der Xbox-Live-Arcade-Spiele. Diese Leistung deutet darauf hin, dass das Spiel über seine kritische Rezeption hinaus ein Publikum fand.

Das Urteil

Shank ist eine kompetente Wiederbelebung eines beliebten Genres, doch es verfehlt die Größe. Sein Grafikstil ist markant, sein Kampf befriedigend und seine Geschichte hat Gewicht. Doch das unebene Leveldesign und das repetitive Pacing hindern es daran, die Höhen seiner Vorbilder zu erreichen.

Das Spiel bleibt ein solider Beitrag im Katalog von Klei und ein bemerkenswerter Moment in der Geschichte des Genres. Für Fans von Beat-‚em-ups bietet es einen nostalgischen Nervenkitzel mit frischen Wendungen. Für Neueinsteiger ist es eine gute, aber fehlerhafte Einführung in einen Stil, der Geduld erfordert.

Wertung: 6,8 von 10

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