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Astral Chain Test: PlatinumGames‘ Switch-Exklusivtitel mit fünf Legionen schneidet noch immer tief

Astral Chain im Test: PlatinumGames' Switch-Exklusivtitel von 2019 verbindet Zwillingsbeamte mit fünf angeketteten Legionen. Unser Urteil zum Kampfsystem, zur Arche und zur Ermittlungsarbeit.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A futuristic police officer and a glowing blue Legion fight a monstrous Chimera in a neon-lit city street.

PlatinumGames entwickelte Astral Chain um eine einfache Idee herum: zwei Charaktere, eine Kette, kein Raum, stillzustehen. Das Switch-exklusive Spiel erschien 2019 und gilt noch immer als eines der schärfsten Actionspiele der Konsole.

Trailer, via Nintendo of America.

Takahisa Taura und die Nier: Automata-Abstammung

Takahisa Taura führte bei Astral Chain Regie, nachdem er als Lead Game Designer bei Nier: Automata gearbeitet hatte. Hideki Kamiya, der Schöpfer von Devil May Cry und Bayonetta, beaufsichtigte das Projekt. Der Mangazeichner Masakazu Katsura entwarf die Charaktere.

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Diese Besetzung erklärt vieles. Der Kampf hat die übliche Schärfe von Platinum, doch die Struktur bedient sich bei Ermittlungsspielen und Open-World-Abenteuern. Das Ergebnis ist ein Hack and Slash, das einen dazu auffordert, zwischen den Kämpfen langsamer zu werden und zu ermitteln.

Die Arche, Neuron und das Jahr 2078

Astral Chain spielt im Jahr 2078. Die Menschheit ist nahezu ausgestorben und hat sich auf die Arche zurückgezogen, eine Megastadt, die als künstliche Insel errichtet wurde. Chimären, normalerweise unsichtbare Kreaturen aus der Astral Plane, greifen durch Wurmlöcher namens Gates an und verbreiten „rote Materie“, die Lebewesen in Aberrationen verwandelt.

Die Neuron-Einsatzgruppe, eine Abteilung der Polizei der Arche, wehrt sich mit Legionen – Chimären, die durch eine psychische Kette an einen Offizier gebunden sind. Man spielt einen von zwei Zwillingsrekruten. Der Zwilling des anderen Geschlechts ist Akira Howard. Zur Besetzung gehören Captain Maximilian Howard, Commander Yoseph Calvert sowie die Offiziere Alicia Lopez und Jin Wong.

Fünf Legionen, eine Kette

Der Kampf dreht sich darum, den eigenen Charakter und die eigene Legion gleichzeitig zu steuern. Fünf Legionen kommen im Spielverlauf vor, jede mit einer eigenen Aufgabe:

  1. Sword Legion — schnelle Klingenangriffe, die Schaltkreise durchtrennen und Gegner unterbrechen
  2. Archer Legion — visiert Schwachpunkte und entfernte Schalter an
  3. Arm Legion — kraftvolle Schläge, die große Objekte bewegen
  4. Axe Legion — erzeugt einen Schild und durchbricht gegnerische Schilde
  5. K9 Legion — verfolgt Gerüche, gräbt verborgene Objekte aus und kann geritten werden

Man beginnt mit der Sword Legion und fängt die anderen vier. Legionen wechseln mitten im Kampf, steigen durch Erfahrungspunkte auf und besitzen eine eigene Gesundheitsanzeige, die sich leert, solange sie beschworen sind.

Eine laufende Ordnung, die Planung verdient

Phase Was man tut
Fallarbeit Charaktere befragen, Beweise untersuchen, Logikrätsel lösen
Astralplane Gefährliches Gelände durchqueren, Rätsel, Kämpfe im Dungeon-Stil
Kampf Legionen wechseln, Angriffe verketten, Chimären bändigen

Die Abschnitte in der Astral-Ebene spielen sich wie traditionelle Dungeons. Sie lockern das Tempo auf, doch die Ermittlungsphasen können sich gegen den Schwung der Kämpfe ziehen.

Wo Astral Chain strauchelt

Die Steuerung zweier Charaktere ist das ganze Spiel, und es dauert, bis sie sich natürlich anfühlt. Frühe Kämpfe bestrafen nachlässige Legion-Positionierung. Der Health-Verlust bei beschworenen Legionen erhöht den Druck, erzwingt aber auch ständiges Wechseln, das den von Platinum aufgebauten Flow unterbrechen kann.

Die Geschichte folgt vertrauten Mustern. Zwillinge, eine tote Mutter, eine Adoption durch den Captain, eine rasende Legion. Es funktioniert, überrascht aber selten.

Das Urteil zu Astral Chain

Astral Chain verdient seinen Platz unter den besten Actionspielen der Switch. Das Legion-System ist eine echte mechanische Erfindung, kein Gimmick, und die fünf Formen verleihen dem Kampf echte Bandbreite. Die Ermittlungshälfte ist schwächer, und die Handlung begnügt sich mit Kompetenz statt Ambition.

Was zählt, ist, dass Platinum etwas abgeliefert hat, das nur Platinum machen würde. Astral Chain ist die Kette wert.

8,9 von 10.

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