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Masters of Sex Rezension: Showtimes langsam entflammende Erkundung der Sexualforschung und ihrer Kosten

Eine Rezension von Showtimes Masters of Sex, einem Drama über die Pioniere der Forschung zur menschlichen Sexualität Mitte des 20. Jahrhunderts.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A man and woman stand together in a dimly lit 1950s laboratory, examining human anatomy charts.

Showtimes Masters of Sex ist ein langsam erzähltes, figurenzentriertes Drama über die Menschen hinter der sexuellen Revolution. Es folgt Dr. William Masters (Michael Sheen) und Virginia Johnson (Lizzy Caplan), wie sie in den 1950er- und 1960er-Jahren bahnbrechende Forschung zur menschlichen Sexualität betreiben. Die Serie basiert auf Thomas Maiers gleichnamiger Biografie und umfasst vier Staffeln mit 46 Folgen; sie startete am 29. September 2013 und endete am 13. November 2016.

Die zentrale Spannung der Serie besteht darin, dass Masters ein brillanter Wissenschaftler ist, der emotional verkümmert ist, während Johnson eine alleinerziehende berufstätige Mutter ist, die ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus ist. Ihre Partnerschaft ist sowohl beruflich als auch zutiefst persönlich, und die Serie verfolgt, wie ihre gemeinsame Arbeit sowohl ihre Karrieren als auch ihr Leben verändert.

Trailer, via AW Editor.

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Die Studie beginnt

Die Geschichte beginnt im Oktober 1956, als Masters, ein Fruchtbarkeitsspezialist an der Washington University in St. Louis, beschließt, die menschliche Sexualität zu untersuchen. Er stellt Johnson ein, eine ehemalige Nachtclubsängerin, als seine Sekretärin. Sie erweist sich als außergewöhnlich intelligent und sympathisch, was die Teilnehmer bei seinen ersten Beobachtungen des Sexualverhaltens beruhigt.

Doch die Studie gerät sofort in Schwierigkeiten. Provost Barton Scully (Beau Bridges) erfährt von ihrer Existenz und stoppt sie. Masters verlegt die Studie vorübergehend in ein Bordell, kehrt aber schließlich an die Universität zurück, nachdem er Scullys Homosexualität entdeckt und ihn erpresst hat.

„Er ist ein brillanter Wissenschaftler, der den Kontakt zu seinen eigenen Gefühlen verloren hat, und sie ist eine alleinerziehende berufstätige Mutter, die ihrer Zeit voraus ist.“

Der persönliche Preis

In der Serie geht es nicht nur um die Forschung. Es geht auch um den persönlichen Preis, den es bedeutet, ein Pionier zu sein. Masters’ Frau Libby (Caitlin FitzGerald) will ein Baby, aber Masters, der keines will, belügt sie damit, dass sie unfruchtbar sei. In Wirklichkeit ist seine Spermienzahl niedrig. Libby entdeckt die Lüge und lässt sich künstlich befruchten, wodurch ihr Sohn Johnny zur Welt kommt.

Johnsons Rolle entwickelt sich von der Sekretärin zur wissenschaftlichen Mitarbeiterin, und die beiden werden zu den Subjekten ihrer eigenen Studie. Sie haben Sex miteinander und zeichnen ihre physiologischen Reaktionen auf, im Glauben, das Experiment sei rein wissenschaftlich. Die Ethik dieses Vorgehens beginnt Masters zu stören, der Johnson für ihre Beiträge zu „seiner“ Studie bezahlen will. Sie fühlt sich beleidigt und kündigt.

Masters ist am Boden zerstört. Er sagt Johnson, dass er sie braucht, und sie haben Sex. Der Moment ist intim und weicht von dem üblichen Fokus der Serie auf Daten und Forschung ab.

Die Präsentationskatastrophe

Der Höhepunkt kommt, als Masters sich darauf vorbereitet, ihre Ergebnisse an der Washington University zu präsentieren. Die Präsentation wird zur Katastrophe, und er wird entlassen. Die Episode trifft wie ein Schlag in die Magengrube, weil die Serie über Stunden hinweg Masters’ Ruf als angesehener Akademiker aufgebaut hat.

Die letzte Staffel endet im August 1969, als die Arbeit von Masters und Johnson endlich die Öffentlichkeit erreicht. Sie erscheinen auf Johnny Carsons Couch und landen auf dem Cover des Time Magazine. Die Serie scheut die Ironie nicht, dass ihre Forschung, die einst verborgen und geheim war, zu einer nationalen Sensation wird.

Die Besetzung

Sheen und Caplan tragen die Serie. Sheen spielt Masters als einen Mann, der brillant, aber sozial unbeholfen ist, und Caplan spielt Johnson als eine Frau, die unerschütterlich unabhängig und emotional belastbar ist. Ihre Chemie ist der Motor der Serie, und ihre gemeinsamen Szenen sind durchweg die besten der Serie.

Auch die Nebenbesetzung ist stark. Caitlin FitzGerald verleiht Libby Tiefe, einer Frau, die in einer Ehe mit einem emotional unerreichbaren Mann gefangen ist. Annaleigh Ashford spielt Betty DiMello.

Die Serie ist in einem zeitgemäßen Stil gedreht, mit Kostümen und Kulissen, die die 1950er und 1960er Jahre heraufbeschwören. Das Produktionsdesign ist akribisch, und die Liebe zum Detail hilft, die Geschichte in ihrem historischen Kontext zu verankern.

Was nicht funktioniert

Nicht alles funktioniert. Einige der späteren Staffeln wirken überstürzt, da die Serie Jahre im Leben des Paares in eine Handvoll Episoden presst. Das Tempo verlangsamt sich in den mittleren Staffeln erheblich, und manche Zuschauer mögen die zweite Hälfte der Serie als weniger fesselnd empfinden als die ersten beiden.

Es gibt auch eine Spannung zwischen der wissenschaftlichen Strenge der Serie und ihrem emotionalen Erzählen. Die Forschung ist faszinierend, doch die Serie opfert manchmal die Klarheit zugunsten des Dramas, sodass die Zuschauer unsicher über die technischen Details der Methoden von Masters und Johnson bleiben.

Die Serie wurde 2013 für einen Golden Globe Award als beste Dramaserie nominiert. Sie wurde am 30. November 2016 nach vier Staffeln von Showtime abgesetzt.

Fazit

Masters of Sex ist ein fehlerhaftes, aber unverzichtbares Stück Fernsehen. Es behandelt schwierige Themen mit Sorgfalt und wartet mit zwei herausragenden Darstellungen im Zentrum auf. Die Erkundung von Sexualität, Geschlecht und Macht durch die Serie ist heute relevant, und ihr Porträt zweier Menschen, die die Welt veränderten, ist unvergesslich.

Wertung: 8,6/10.

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