Crime Boss: Rockay City fordert dich auf, König von Rockay City zu werden, ein Verbrechen nach dem anderen. Selten fühlt es sich wie eine Krone an, die es sich zu nehmen lohnt.
Der kooperative Ego-Shooter wurde von Ingame Studios entwickelt und von 505 Games veröffentlicht und erschien am 28. März 2023 für Windows über den Epic Games Store. Versionen für PlayStation 5 und Xbox Series X/S folgten am 15. Juni 2023. Eine Steam-Veröffentlichung kam am 18. Juni 2024. OpenCritic bewertet das Spiel mit 5,4/10, und diese Zahl hat Bestand.
Trailer, via IGN.
Travis Baker und der leere Thron
Das Szenario ist einfach. Der vorherige Crime Boss ist tot, und der Thron steht offen. Du spielst Travis Baker, einen Mann, der es auf die Krone abgesehen hat. Doch du bist nicht der Einzige, der um sie kämpft.
Du stellst eine Crew aus Kriminellen zusammen und schickst sie auf Missionen, um einzudringen, zu stehlen und Feinde zu besiegen. Wähle deine Crew nach ihren Fähigkeiten und ihrem Fachwissen aus und führe dann den Raubzug durch. Geh mit dem Geld, dem Revier und letztlich der Krone davon.
Michael Madsen und Chuck Norris in ihren letzten Rollen
Die Besetzung ist das lauteste Verkaufsargument des Spiels. Michael Madsen und Chuck Norris treten beide in ihren letzten Auftritten für ein Videospiel auf. Danny Trejo, Danny Glover, Michael Rooker, Kim Basinger, Vanilla Ice und Damion Poitier runden die Besetzung ab.
Das ist eine bemerkenswerte Besetzung für jedes Projekt, geschweige denn für einen Debüt-Shooter eines kleinen Studios. Hier beginnen auch die Probleme. Ein berühmtes Gesicht in einer Zwischensequenz rettet keine Mission, der die Ideen ausgehen.
Vier Kriminelle, ein Fluchtweg
Missionen setzen vier Kriminelle auf ein Ziel an. Du steuerst einen und arbeitest mit anderen Spielern oder KI-Teammitgliedern in der Ego-Perspektive zusammen. Banken, Lastwagen und Juweliergeschäfte sind die üblichen Ziele.
Sammle genug Beute, und du kannst gehen. Brauchst du zu lange, wird Polizeiverstärkung wahrscheinlicher. Der Vergleich mit der Payday-Reihe ist unvermeidlich, und Crime Boss entkommt ihm nicht.
Urban Legends und die Roguelike-Kampagne
Es gibt schnelle Einzelspiele für Spieler, die nur einen Job wollen. Es gibt sechs Mini-Kampagnen namens „Urban Legends“, jede mit drei Missionen, die aneinandergereiht sind und durch eine lose verbindende Geschichte verknüpft werden.
Dann gibt es die Einzelspieler-Kampagne, die mit Roguelike-Elementen aufgebaut ist. Man erweitert das Territorium in Rockay City, nachdem der vorherige Untergrundboss stirbt. Man teilt Gangmitglieder Revierkämpfen zu, kauft neue Waffen und führt Missionen aus, um neues Gebiet zu erobern. Stirbt man in einer Mission, ist der Durchlauf vorbei. Angeworbene Crewmitglieder, die bei einem Job verloren gehen, sind für immer aus dem Kader verschwunden.
Ein Florida, das wie Miami Vice aussieht
Rockay City liegt in einem Florida, das nach Miami Vice gestaltet ist. Das Spiel trägt seine Einflüsse offen zur Schau. Es imitiert absichtlich Kriminalfilme der 1990er Jahre wie Heat.
Diese Imitation ist das ganze Problem. Das Spiel weiß, wie es sich anfühlen will. Es erreicht es nie ganz.
Die Heist-Schleife nutzt sich ab
Die Spannungsschleife ist erkennbar: Beute schnappen, die Uhr im Blick behalten, sich auf Verstärkung einstellen. Es funktioniert die ersten paar Male. Dann zeigen sich die Nähte. KI-Teamkameraden sind schlechte Partner. Die Roguelike-Kampagne bestraft einen einzigen Tod durch das Auslöschen von Stunden, was wie Einsatz wirkt, sich aber als Frustration spielt.
Die Besetzung hätte einen besseren Rahmen um sich herum verdient. Dass Madsen und Norris dem zustimmen, ist ein seltsamer Schlusspunkt.
Veröffentlichungsplan
| Plattform | Veröffentlichungsdatum |
|---|---|
| Windows (Epic Games Store) | 28. März 2023 |
| PlayStation 5 | 15. Juni 2023 |
| Xbox Series X/S | 15. Juni 2023 |
| Steam | 18. Juni 2024 |
Was Crime Boss richtig macht
Die Prämisse ist nicht das Scheitern. Ein auf einer Crew basierender Crime-Shooter mit einer Roguelike-Kampagne und einer Miami-Vice-Kulisse ist ein guter Pitch. Das Revierkrieg-System gibt dem Einzelspielermodus eine Form, die dem schnellen Spiel fehlt.
Doch Form ist keine Substanz. Crime Boss: Rockay City bedient sich bei Heat und Payday und fügt Hollywood-Namen hinzu, und das Ergebnis ist ein Spiel, das nie zu einer eigenen Sache wird. Die 5,4/10 ist fair.
Wertung: 5,4 von 10
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