CBS‘ Salvation versuchte, ein globales Katastrophendrama um eine einfache Prämisse herum aufzubauen: Ein Asteroid ist sechs Monate davon entfernt, die Erde zu treffen. Der Sender gab ihm zwei Staffeln, 26 Folgen und eine Besetzung unter der Leitung von Santiago Cabrera, Jennifer Finnigan und Charlie Rowe. Das Ergebnis ist eine Serie, die nie wirklich Fuß fasst, eine Mischung aus Science-Fiction und Politthriller, die sich mit sicherem Fernsehen statt mit kühnem Erzählen zufriedengibt.
Trailer, via televisionpromosdb.
Die Prämisse
Die Serie folgt einem MIT-Absolventen und einem Tech-Superstar, die einem rangniedrigen Pentagon-Beamten eine atemberaubende Entdeckung bringen: Ein Asteroid ist nur noch sechs Monate von einer Kollision mit der Erde entfernt. Das ist das Setup. Was folgt, ist eine Parade vertrauter Katastrophenklischees, herausgeputzt mit schicker, glänzender Produktionsqualität.
Die Figuren reagieren auf vorhersehbare Weise. Cabrera spielt Darius Tanz, einen brillanten Wissenschaftler, dessen Arbeit zum Zentrum der Krise wird. Finnigan spielt Grace Barrows, eine Regierungsbeamtin, die versucht, die Folgen zu bewältigen. Rowe spielt Liam Cole, einen Tech-Unternehmer mit den Mitteln, die Reaktion zu finanzieren. Die Serie verbringt den Großteil ihrer Laufzeit damit, diese drei Menschen über Strategie streiten zu lassen, mit gelegentlichen Abstechern in Privatleben, die eher angeflanscht als wesentlich wirken.
Das Problem mit zwei Staffeln
Das größte Problem ist das Tempo. Ein Countdown von sechs Monaten sollte Dringlichkeit erzeugen. Stattdessen dehnt Salvation das Drama über zwei Staffeln aus und weitet die Bedrohung zu einer Zeitlupenpanik, die ihre Spannung verliert. Die Folgen wiederholen dieselben Gespräche über Evakuierung, Diplomatie und wissenschaftliche Forschung, oft ohne viele neue Informationen.
Die Serie kämpft auch mit dem Maßstab. Sie versucht, die globalen Auswirkungen eines Asteroideneinschlags einzufangen, doch der Umfang wirkt ungleichmäßig. Manche Folgen konzentrieren sich eng auf die Beziehungen der Hauptfiguren; andere springen zu internationalen Krisen, die hastig skizziert wirken. Das Ergebnis ist eine Serie, die ein großes Bild verspricht, aber ein kleines liefert.
Vergleich der Staffeln
| Staffel | Folgen | Premiere | Verlängerung/Absetzung |
|---|---|---|---|
| 1 | 13 | 12. Juli 2017 | Verlängert um Staffel 2 |
| 2 | 13 | 25. Juni 2018 | Abgesetzt am 20. November 2018 |
Die erste Staffel hatte einen stärkeren Aufhänger. Sie führte die Asteroidenbedrohung ein und etablierte den zentralen Konflikt zwischen Wissenschaft, Politik und öffentlicher Panik. Die zweite Staffel versuchte, die Krise zu lösen, doch die Auflösung wirkte überstürzt. Die Serie endete mit einem Cliffhanger, der nie aufgelöst wurde, und hinterließ bei den Zuschauern das Gefühl einer unerledigten Angelegenheit.
Die Besetzung trägt, was das Drehbuch nicht kann
Die Besetzung leistet solide Arbeit innerhalb der Grenzen des Drehbuchs. Cabrera bringt Charisma in die Rolle des Tanz und spielt ihn als Mann des Intellekts und der Überzeugung. Finnigan und Rowe erhalten beide Momente, um Bandbreite zu zeigen, obwohl ihre Handlungsbögen dünner sind, als die Schauspieler verdienen. Die Nebenbesetzung, darunter Ian Anthony Dale als Harris Anders und Ashley Thomas als Alonzo Carver, füllt die Welt aus, ohne jemals zentral für sie zu werden.
Es gibt auch einige verpasste Gelegenheiten. Die Serie berührt Themen wie Führung, Opfer und die Grenzen menschlichen Wissens, doch sie gräbt selten tief genug, um diese Ideen nachhaltig zu verankern. Der Asteroid selbst wird mehr zur Kulisse als zur Figur, und die Versuche der Serie, die Bedrohung durch individuelle Geschichten zu personalisieren, wirken oft erzwungen.
Was schiefgelaufen ist
Hier ist eine kurze Übersicht über die größten Schwächen der Serie:
- Tempo: Der Sechs-Monats-Countdown wirkt über zwei Staffeln gestreckt.
- Umfang: Globale Auswirkungen werden versprochen, aber unbeständig geliefert.
- Figurenentwicklung: Die Hauptfiguren entwickeln sich trotz einer großen Besetzung kaum.
- Spannung: Der Serie gelingt es nicht, über ihre Laufzeit anhaltende Dringlichkeit aufzubauen.
- Auflösung: Die zweite Staffel überstürzt ein Ende, das Fragen unbeantwortet lässt.
Nichts davon ist für sich genommen fatal. Zusammengenommen ergeben sie eine Serie, die kompetent, aber vergessenswert ist.
Das Urteil
Salvation ist ein ordentlich gemachtes Katastrophendrama, das nie wirklich großartig wird. Es hat eine starke Prämisse, eine fähige Besetzung und ein Budget, das auf dem Bildschirm sichtbar ist. Was ihm fehlt, ist ein Gefühl von Zielstrebigkeit. Die Serie scheint unsicher zu sein, ob sie ein spannungsgeladener Thriller oder eine nachdenkliche Erkundung der Menschheit in der Krise sein will, und sie legt sich auf keinen der beiden Wege fest.
Die Endwertung liegt bei 4,8 von 10. Das spiegelt eine Serie wider, die anschaubar, aber nicht einprägsam ist, eine kompetente Leistung, die hinter ihren Ambitionen zurückbleibt. Für Fans von Katastrophendramen gibt es bessere Optionen. Für Gelegenheitszuschauer mögen die glänzenden Bilder und die vertraute Handlung der Serie eine kurze Ablenkung bieten. Doch der Asteroid schlägt nie mit dem Gewicht ein, das er sollte, und Salvation ebenso wenig.
4,8 von 10.
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