Sacha Baron Cohens kasachischer Journalist kommt mit einem Dokumentarfilmteam und einem Auftrag nach Amerika. Borat Sagdijew soll die Kultur der Vereinigten Staaten zum Wohle seiner Heimat studieren. Tatsächlich durchstreift er das Land, trifft echte Menschen in echten Situationen und lässt sein Verhalten die Arbeit tun.
Trailer, via HdDvdMovies.
Borat Sagdijew landet in Amerika
Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan läuft 84 Minuten. Larry Charles führte Regie. Baron Cohen schrieb das Drehbuch mit Anthony Hines, Peter Baynham, Dan Mazer und Todd Phillips. Der Slogan ist unverblümt: „Come to Kazakhstan, it’s nice!“
Die Prämisse ist ein Reisebericht. Borat durchquert die Nation, und die Menschen, die er trifft, sind keine Schauspieler. Ihre Reaktionen sind der Film. Sein rückständiges Verhalten ruft starke Reaktionen hervor, und diese Reaktionen legen Vorurteile und Heucheleien in der amerikanischen Kultur offen.
Diese Struktur ist der ganze Trick, und sie hält.
Asamat und die Straße
Borats Produzent Asamat wird von Ken Davitian gespielt. Ihre Partnerschaft gibt dem Film seinen Antrieb. Luenell tritt als Luenell auf. Pamela Anderson, Bob Barr und Alan Keyes treten alle als sie selbst auf, ohne Nennung im Abspann.
Die Produktionscredits nennen Rollen, die verraten, was für ein Film das ist. Alex Daniels ist der Naked Fight Coordinator. Jim Vickers ist der Kidnapping Consultant. Peewee Piemonte wird für Saftey genannt. Michael Li, Harry Wowchuk und Nicole Randall bilden das Action Team.
Diese Titel sind keine Witze. Sie sind Stellenbeschreibungen.
Der Dokumentarfilm-Rahmen
Die Methode des Films ist seine Bedeutung. Borat ist ein falscher Journalist, der durch ein echtes Land läuft, und der Dokumentarfilm-Rahmen lässt Fremde sagen, was sie sonst vielleicht nicht sagen würden. Die Komik entsteht aus der Kluft zwischen dem, was Borat ist, und dem, was die Menschen annehmen, dass er ist.
Diese Lücke ist der Punkt, an dem der Film seine Ziele findet. Der Humor zündet am stärksten, wenn die Person auf dem Bildschirm nicht eingeweiht ist.
Wo der Film ins Rutschen gerät
Nicht jede Station verdient ihren Platz. Eine Laufzeit von 84 Minuten lässt dem Film wenig Raum zum Atmen, und manche Begegnungen wirken eher als Spektakel denn als Argument. Der Schock erntet ein Lachen. Der Punkt geht verloren.
Der Film altert auch auf eine Weise, die seine Macher nicht kontrollieren konnten. Was 2006 als Entlarvung gelesen wurde, liest sich in Strecken heute als Stunt, der an Menschen vollzogen wird, die dem nicht zugestimmt haben.
Was die Publikumswertung aussagt
Die TMDB-Publikumswertung liegt bei 6,8 von 10 bei 6.160 Stimmen. Diese Zahl ist fair. Der Film ist scharf, engagiert und in seinen besten Passagen wirklich lustig. Er ist zugleich ungleichmäßig, und seine Methode wirft Fragen auf, die er nie beantwortet.
Das Urteil über 84 Minuten
Baron Cohen hat hier etwas Dauerhaftes geschaffen. Die Figur überlebte den Film. Der Film ist die 84 Minuten wert.
6,8 von 10
Zahlen, die zählen
- Titel: Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan
- Jahr: 2006
- Regie: Larry Charles
- Laufzeit: 84 Minuten
- Genre: Komödie
- Bewertung: 6,8 von 10 (TMDB-Publikumswertung, 6.160 Stimmen)
- Slogan: „Come to Kazakhstan, it’s nice!“
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