Bridget Jones’s Baby hat ein Problem. Der Film will gleichzeitig zwei Dinge sein, und keiner davon gelingt. Er will eine reife Komödie über eine Frau in ihren Vierzigern sein, die ein Baby erwartet, bei dem sie nicht sicher ist, wessen es ist, und er will eine Fortsetzung einer Filmreihe sein, die seit Jahren keinen Sinn mehr ergibt. Er kann nicht entscheiden, welche Version von Bridget er lustig darstellen will, und das Ergebnis ist ein Film, der seine Laufzeit damit verbringt, uns zu bitten, seine eigene Faulheit zu verzeihen.
Die Prämisse ist einfach. Bridget Jones, erneut gespielt von Renée Zellweger, ist vierunddreißig und nach einer Trennung Single. Sie ist eine Fernsehproduzentin mit einem Job und Freunden und versucht, ein kontrolliertes Leben zu führen. Dann trifft sie Jack, einen attraktiven Mann, den sie auf einem Musikfestival trifft, und sie verbringen eine Nacht miteinander. Eine Woche später trifft sie Mark, ihren Ex-Partner aus dem letzten Film, und stellt fest, dass sie schwanger ist. Die Wendung ist, dass sie nicht weiß, wer der Vater ist.
Sharon Maguire inszeniert nach einem Drehbuch von Helen Fielding, Dan Mazer und Emma Thompson, basierend auf einer Geschichte von Fielding. Es ist der dritte Film der Bridget Jones-Reihe und markiert Zellwegers Rückkehr auf die Leinwand nach einer sechsjährigen Pause.
Trailer, via Universal Pictures.
Mark und Jack müssen beide der Gleiche sein
Der zentrale Witz des Films ist, dass Bridget in zwei Männer verliebt ist, die im Wesentlichen dieselbe Person sind. Mark ist ein Anwalt, ein Mitglied des House of Lords und ein Mann von Stand. Jack ist ein Mathematiker und der milliardenschwere Gründer einer Dating-Website. Er ist auch ein attraktiver Mann, der in der Lage ist, ein Vater zu sein. Auf dem Papier sind sie Gegensätze. Im Film sind sie austauschbar.
Das Drehbuch behandelt dies nicht als Problem. Es behandelt es als Running Gag. Bridget kann sich nicht zwischen ihnen entscheiden, und der Film zeigt uns immer wieder Szenen, in denen jeder Mann genau der gleiche Vater wäre. Es ist eine seltsame Wahl für eine Komödie über Identität, bei der der ganze Sinn darin bestehen sollte, die Spannung zwischen dem zu zeigen, wer diese beiden Männer sind.
Bridgets Vierzig Jahre sind ein Problem
Der Film spielt in der Gegenwart, und Bridget ist in ihren Vierzigern. Das bedeutet, dass sie keine junge Frau ist, die ungewollt schwanger wird. Sie ist eine Frau, die ihre Dreißiger damit verbracht hat, Bücher zu schreiben und witzig zu sein, und jetzt muss sie herausfinden, was sie mit ihrem Leben anfangen soll.
Der Film möchte sich damit nicht auseinandersetzen. Er möchte Bridget zu einem witzigen Chaos machen, aber er kehrt immer wieder zu der Idee zurück, dass sie eine erwachsene Frau ist, die keine Entscheidung treffen kann. Es gibt einen Unterschied zwischen einer Frau, die witzig ist, und einer Frau, die ein Chaos ist, und dieser Film weiß nicht immer, welche er schreibt.
Der Nebencast ist stark. Colin Firth ist Mark wieder zu sehen, und Patrick Dempsey ist Jack wieder zu sehen. Jim Broadbent spielt Bridgets Vater, Gemma Jones ihre Mutter, und Emma Thompson Dr. Rawlings. Sally Phillips spielt Miranda, Bridgets Kollegin und Freundin, und Shirley Henderson spielt Jude, Bridgets Freundin, deren Baby getauft wird.
Die Musikfestival-Szene
Der beste Moment des Films ist auch sein einfachster. Bridget geht mit ihrer Freundin Miranda zu einem Musikfestival und trifft Jack. Sie verbringen den Abend zusammen, und am Morgen wacht sie allein auf und geht. Das ist alles. Die Szene funktioniert, weil es um zwei Menschen geht, die sich treffen und nicht wissen, was als Nächstes passiert.
Der Rest des Films dreht sich immer wieder um diesen Moment und bittet uns zu glauben, dass Bridget eine Wahl über zwei Männer getroffen hat, die sie kaum kennt. Der Film ist am schwächsten, wenn er versucht, diese Wahl wichtig erscheinen zu lassen. Er ist am besten, wenn er den Moment atmen lässt.
Die Taufe und der Zettel
Bridget nimmt an der Taufe des Babys ihrer Freundin Jude teil, als Patentante. Mark wird im letzten Moment gebeten, den Paten zu sein. Er teilt Bridget mit, dass er und Camilla sich scheiden lassen, und dass Camilla nur aus moralischer Unterstützung bei der Gedenkfeier anwesend war. Realisierend, dass sie immer noch verliebt sind, verbringen Bridget und Mark die Nacht zusammen. Sie geht, bevor er aufwacht, und hinterlässt einen Zettel, auf dem steht, dass sie befürchtet, dass eine Wiederaufnahme ihre vergangenen Fehler wiederholen würde.
Diese Notiz ist der entscheidende Moment des Films. Bridget versucht, Mark vor sich selbst zu schützen. Sie versucht nicht, sich selbst vor Mark zu schützen. Der Film kehrt immer wieder zu diesem Unterschied zurück und fordert uns immer wieder auf, Bridget zu verzeihen, weil sie eine Frau ist, die keine Entscheidung treffen kann.
Die Zahlen hinter dem Film
Der Film feierte seine Premiere am 5. September 2016 im Odeon Leicester Square in London und wurde am 16. September im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Er spielte weltweit über 211 Millionen Dollar bei einem Produktionsbudget von 35 Millionen Dollar ein. Er wurde für einen European Film Academy Lux Award und einen Globe de Cristal Award für den besten ausländischen Film nominiert.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 5. September 2016 | Premiere im Odeon Leicester Square, London |
| 16. September | Veröffentlichung im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten |
| 2025 | Fortsetzung Bridget Jones: Mad About the Boy veröffentlicht |
| 35 Millionen Dollar | Produktionsbudget |
| 211 Millionen Dollar | Weltweiter Bruttoeinnahmen |
Was der Film richtig macht
Der Film hat ein paar Momente, die funktionieren. Die Musikfestival-Szene, in der Bridget und Jack sich treffen und am Morgen wieder auseinandergehen, ist treffend und witzig. Der Moment, in dem Bridget ohne zu wecken Mark verlässt, ist ein echter Moment der Gefühlsausgabe. Der Filmensemble ist durchweg gut, und Zellweger ist am besten, wenn der Film ihr vertraut, um lustig zu sein, ohne ein Chaos zu sein.
Was der Film falsch macht
Der Film verliert sich in seinem eigenen Witz. Er verbringt zu viel Zeit damit, uns dazu zu bringen, zu glauben, dass Bridget sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden kann, die im Wesentlichen die gleiche Person sind. Er kehrt immer wieder zur Idee zurück, dass sie eine Frau ist, die keine Entscheidung treffen kann, und lässt sie nicht einfach eine lustige Frau sein.
Das Problem des Films besteht darin, dass er seiner eigenen Prämisse nicht vertraut. Es ist eine Geschichte über eine Frau in ihren Vierzigern, die ein Baby trägt, dessen Vater sie nicht sicher weiß, und behandelt diese Prämisse als einen Witz. Es ist kein Witz. Es ist eine Prämisse, und der Film weiß nie, was er damit anfangen soll.
Der Film ist ein Wechselbad der Gefühle. Er hat Momente, die treffend und witzig sind, und er hat Momente, die faul und repetitiv sind. Es ist ein Film über eine Frau in ihren Vierzigern, die ein Baby trägt, dessen Vater sie nicht sicher weiß, und er bittet uns immer wieder, seine eigene Faulheit zu verzeihen.
Der Film erhält 5,9 von 10 Punkten.
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