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Capcom veröffentlichte 1989 zwei Willow-Spiele. Nur eines davon ist euer Passwortblatt wert.

Capcoms NES-Willow von 1989 ist ein Solo-Action-RPG im Zelda-Stil mit Levelsystem, ohne Geldsystem und mit Passwort-Speicherung. Wir besprechen die Version, die es wert ist, gespielt zu werden.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A hero holds his sword amid a shadowed wood, magic glowing about him.

Capcom veröffentlichte 1989 zwei Willow-Spiele. Nur eines davon ist es wert, auf deinem Passwortblatt zu stehen.

Das Arcade-Willow ist ein unabhängiges Side-Scrolling-Plattformspiel. Das Willow für das Nintendo Entertainment System ist etwas ganz anderes: ein 2D-Action-Rollenspiel, entwickelt und veröffentlicht von Capcom, im Stil von The Legend of Zelda. Gleiches Jahr, gleiche Lizenz, zwei verschiedene Spiele. Das NES-Spiel ist das, das man behalten sollte.

Willow Ufgood geht allein

Man spielt Willow Ufgood, der einen Kampf gegen das Böse führt und dabei Schwerter, Schilde, Zaubersprüche und Gegenstände einsetzt, um Feinde zu besiegen. Das Arcade-Spiel setzte ihn auf eine scrollende Bühne. Das NES-Spiel schickt ihn allein los.

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Diese Einsamkeit ist die klügste Entscheidung, die Capcom hier getroffen hat. Willow reist im Allgemeinen allein und trifft über die gesamte Quest hinweg nur kurz mehrere andere Figuren, was jedes Dorf in eine Oase und jeden Abschnitt Wildnis in einen langen Spaziergang mit dem eigenen Schwert verwandelt.

Schwerter, Zaubersprüche und ein Passwort

Der Kampf läuft in Echtzeit ab und trägt obendrein leichte Rollenspielsysteme mit sich. Willow sammelt Erfahrung und steigt durch das Besiegen von Feinden auf. Es gibt überhaupt kein Geldsystem. Alle Gegenstände werden gefunden – im Gelände, in den Dörfern oder von den Menschen, die dort leben, übergeben.

Willow kann Häuser betreten und mit den Bewohnern der Dörfer sprechen. Sie geben Ratschläge, Magie und Waffen. Diese Schleife – erkunden, reden, nehmen, was einem gegeben wird, kämpfen gehen – ist das ganze Rückgrat des Spiels.

Eine Entscheidung wird die Leute spalten. Das Spiel verwendet ein Passwortsystem anstelle einer Speicherfunktion. Schreib den Code auf oder verliere deinen Fortschritt. 1989 war das normal. Heute liest es sich wie ein Relikt, und es ist der einzige größte Reibungspunkt zwischen diesem Spiel und einem modernen Spieler.

Was die NES-Version richtig macht

Capcom verstand die Aufgabe besser, als die Lizenz erforderte. Das NES-Spiel ist ein Solo-Abenteuer mit einer Levelkurve, und es hält diese Form vom ersten Bildschirm bis zum letzten.

Die Gegenstandswirtschaft verdient Anerkennung. Keine Läden, kein Gold, kein Grinden für Münzen – alles kommt aus Erkundung oder Gesprächen. Das hält das Tempo sauber und zwingt einen in die Dörfer, statt an ihnen vorbei.

  • Echtzeitkampf mit Erfahrung und Stufenaufstieg
  • Schwerter, Schilde, Zaubersprüche und Gegenstände
  • Kein Geldsystem — alle Gegenstände werden gefunden
  • Dörfer mit begehbaren Häusern und gesprächigen Bewohnern
  • Passwortsystem statt Speicherfunktion
  • Nur Einzelspieler

Wo Willow strauchelt

Das Passwortsystem ist die offensichtliche Beschwerde, und sie ist nicht klein. Eine Sitzung durch einen falsch eingegebenen Code zu verlieren, ist ein echter Verlust.

Das größere Problem ist die Identität. Willow reist fast das ganze Spiel über allein und trifft andere nur im Vorbeigehen. Das ist thematisch richtig und mechanisch dünn. Die Welt bleibt still, wo sie hätte bevölkert sein können, und die kurzen Begegnungen deuten nur eine größere Besetzung an.

Es steht auch in Zeldas Schatten, ohne ihm zu entkommen. Capcom baute ein kompetentes Action-Rollenspiel und hörte dort auf.

Das Urteil über Willow

Dies ist ein gutes Lizenzspiel, was 1989 einem Wunder nahekam. Capcom nahm eine Fantasy-Lizenz und machte eine Solo-Quest — allein, unterlevelt und mit wenig Hilfe. Das Leveln funktioniert. Die Gegenstandsschleife funktioniert. Die Dörfer funktionieren.

Was Willow zurückhält, ist Ehrgeiz, nicht Handwerk. Es leiht sich Zeldas Rahmen und füllt ihn nie ganz aus, und das Passwortsystem lässt es stärker veralten als die Grafik. Dennoch: Für einen zweiten Willow-Titel in einem einzigen Jahr, und einen, der nichts mit dem Arcade-Spiel zu tun hat, landet es.

Wichtige Fakten

  • Titel: Willow
  • Jahr: 1989
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Plattform: Nintendo Entertainment System (NES)
  • Genre: 2D-Action-Rollenspiel
  • Modi: Einzelspieler
  • Speichersystem: Passwort
  • Veröffentlichte Wertung der Kritik: 7,2/10

Spielen Sie es wegen der Solo-Quest und des klaren Item-Designs. Halten Sie einen Stift bereit.

7,2 von 10

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