Dragon Quest Heroes II ist ein Hack-and-Slash-Action-RPG, das zwei Spiele gleichzeitig sein will. Omega Force baute den Kampf. Square Enix lieferte die Welt, die Monster und die Lore. Das Ergebnis erschien für PlayStation 3, PlayStation 4, PlayStation Vita, Nintendo Switch und PC und funktioniert weit besser, als es ein Crossover je dürfte.
Trailer, via DRAGON QUEST.
Lazarel und Teresa verlassen Harba
Die Rahmenhandlung ist eine richtige Dragon-Quest-Geschichte, keine Ausrede für Gegnerwellen. Die Cousins Lazarel und Teresa leben im Hafenkönigreich Harba. Dunisia fällt ohne Vorwarnung ein. Ihr Freund Prinz Cesar macht den König von Harba für die Ermordung seines Vaters verantwortlich, und die Sache geht an den König von Accordia, der die vier nach Ingenia schickt, um den wahren Mörder zu finden.
Dieser Faden reicht tausend Jahre tief. Unos, ein großer König, beendete einen brutalen Krieg über die Sieben Reiche, und seine Nachkommen wahrten den Frieden bis jetzt. Das Spiel lässt sich Zeit, bis es zu Fractos kommt, Unos‘ Bruder, der den alten Krieg begann und seitdem alles manipulierte – einschließlich des Mordes, mit dem die Geschichte beginnt. Es ist ein langsames Burn, das sich auszahlt.
Der Reiz für langjährige Spieler ist die Besetzung aus anderen Welten. Helden aus früheren Dragon-Quest-Spielen tauchen auf und schließen sich der Gruppe an, mit eigenen Moves und Fähigkeiten. Vier neue Helden tragen die Hauptgeschichte. Das Aufgebot ist groß, und jeder Kämpfer spielt sich anders genug, um von Bedeutung zu sein.
Eine Weltkarte, keine Levelauswahl
Hier grenzt sich Dragon Quest Heroes II von den anderen Titeln von Omega Force ab. Das erste Spiel schickte einen durch Kampfgebiete. Dieses lässt die Gruppe über die Weltkarte laufen, Städte besuchen und Kampfphasen starten, wann man will. Zufällige Monsterbegegnungen können den Weg zwischen Orten unterbrechen. Das Wetter wechselt und verändert manchmal den Status der Gruppe.
Accordia ist die Hauptstadt. Patty führt die Bar, in der man Gruppenmitglieder austauscht, wie zuvor. Zoomsteine werden freigeschaltet, während die Geschichte voranschreitet, und lassen die Gruppe an bereits besuchte Orte teleportieren. Zutaten und Schatztruhen liegen offen herum für jeden, der bereit ist, umherzustreifen.
Das Klassensystem ist die eigentliche Neuerung. Lazarel und Teresa können die Klasse wechseln, wodurch sich ihre Ausrüstungstypen und verfügbaren Fähigkeiten ändern. Bekannte Klassen sind Kampfkünstler, Magier, Mönch, Dieb und Krieger. Ein Kampfmeister lehrt neue Waffenfertigkeiten, je nachdem, wie viel man eine bestimmte Waffenart verwendet hat. Waffen und Outfits sind jetzt nur noch kosmetisch. Accessoires verändern weiterhin die Werte.
Vier Spieler, zwei für die Story
Die Quelle zieht eine Grenze, die der Pitch gewöhnlich verwischt. Der Koop-Multiplayer unterstützt bis zu vier Spieler gegen Schwärme von Feinden und Bossmonster. Die Hauptstory ist anders: nur Zwei-Spieler-Koop. Der Pitch ist einfach und das Spiel liefert ihn – sich zusammenschließen, durch Menschenmengen schneiden, etwas Großes erledigen –, aber die Kampagne selbst ist ein Zwei-Personen-Job.
Das RPG-Gewicht ist hier schwerer als in den meisten Arbeiten von Omega Force, und das ist der Punkt. Die Erkundung ähnelt einem standardmäßigen Dragon-Quest-Spiel statt einer Levelauswahl. Man soll herumstöbern, Dinge finden und seine Gruppe leveln, nicht nur Kämpfe aneinanderreihen.
Was es zurückhält
Die Nähte zeigen sich. Rein kosmetische Waffen und Outfits entfernen eine Fortschrittsebene, die Action-RPG-Spieler erwarten, und Accessoires allein füllen die Lücke nicht. Die Story braucht lange, um Fractos zu enthüllen, und der mittlere Abschnitt stützt sich auf dieselbe Schleife aus Reisen, Begegnung, Kampfphase.
Nichts davon bringt es zum Sinken. Der Klassenwechsel gibt den beiden Hauptfiguren echten Wiederspielwert. Die Weltkarte gibt der Serie Raum zum Atmen. Die Crossover-Besetzung wird mit Respekt behandelt statt mit Nostalgie um ihrer selbst willen.
Dragon Quest Heroes II ist der seltene lizenzierte Spin-off, der beide Hälften seines Erbes versteht. Es kämpft wie Dynasty Warriors und lebt wie Dragon Quest, und es bekennt sich zur zweiten Hälfte, statt sie als Füllmaterial zwischen den Kämpfen zu behandeln.
Fractos und das lange Warten
Folgendes ist wichtig. Dragon Quest Heroes II ist kein Warriors-Spiel mit Dragon-Quest-Haut. Das Klassensystem, die Weltkarte, die Städte und das Wetter treiben es alle in Richtung RPG, und das ist die richtige Entscheidung. Die kosmetische Ausrüstungsänderung ist der eine Fehltritt, der es wert ist, benannt zu werden.
Das Spiel erschien im Mai 2016 in Japan und im April 2017 weltweit. Es wurde von Omega Force, Armor Project, Bird Studio und Square Enix Business Division 6 entwickelt und von Square Enix veröffentlicht. Es ist die Fortsetzung von Dragon Quest Heroes: The World Tree’s Woe and the Blight Below.
Wertung: 8,2 von 10.
Wichtige Fakten – Titel: Dragon Quest Heroes II – Entwickler: Omega Force, Armor Project, Bird Studio, Square Enix Business Division 6 – Publisher: Square Enix – Plattformen: PlayStation 3, PlayStation 4, PlayStation Vita, Nintendo Switch, PC – Japan-Veröffentlichung: Mai 2016 – Weltweite Veröffentlichung: April 2017 – Genre: Hack and Slash, Action-RPG – Modi: Einzelspieler, Mehrspieler, Koop (bis zu 4 Spieler) – Wertung: 8,2/10 (IGDB-Kritikeraggregat, 15 Medien)
Was man vor dem Spielen wissen sollte 1. Klassenwechsel für Lazarel und Teresa verändern Ausrüstung und Fähigkeiten. 2. Bekannte Klassen: Kampfkünstler, Magier, Mönch, Dieb, Krieger. 3. Waffen und Outfits sind rein kosmetisch; Accessoires beeinflussen weiterhin die Werte. 4. Zoomsteine schalten Schnellreisen zu besuchten Orten frei. 5. Bis zu vier Spieler können sich im Koop gegen Schwärme und Bosse zusammenschließen. 6. Der Koop-Modus der Hauptgeschichte ist auf zwei Spieler beschränkt.
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