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E-SUVs und E-Bikes sind für Trails und Stadtstraßen geeignet – hier erfahren Sie, was funktioniert. )

Ein niederländischer Tester bewertet Amflows TL Carbon eSUV und findet es geländetauglich, aber in der Stadt unhandlich, mit einem Urteil, das es als teuren Kompromiss bezeichnet.

Von mitch·5 Min. Lesezeit
An eSUV-style electric bike rests between a forest path and a city road.

Amflows TL Carbon ist ein Fahrrad, das gleichzeitig zwei Dinge sein will: ein Trail-Monster und ein Lieferdienst für den Einkauf. Es verfügt über die breiten Reifen und die Front- und Heckfederung einer Offroad-Maschine, sowie über Schutzbleche und Gepäckträger, die auf ein Stadtrad gehören. Der niederländische Tester, der es für The Verge testete, verbrachte einen Monat damit, es durch Amsterdam zu fahren, darunter eine dreitägige Bikepacking-Tour zur Insel Texel an der Nordspitze der Niederlande. Sein Urteil ist einfach: Es funktioniert, aber die Kompromisse sind real.

Die Testfahrt Von Amsterdam nach Texel

Die 170km lange Strecke bestand zu etwa 70 Prozent aus Asphalt, 20 Prozent aus Schotter und Erde und 10 Prozent aus tiefen, hügeligen Singletracks. Der Fahrer hatte etwa 20kg Gepäck auf einem 19,2kg schweren Fahrrad dabei, und er gab zu, dass er sich über die technischen Abschnitte Sorgen machte. Aber der kompakte Mittelmotor des Fahrrads, der Avinox M2 Motor mit 125Nm Drehmoment und 1100W maximaler Leistung, ebnete lange, technische Hügel ab, die andere Fahrer zu Fuß bewältigen mussten. Er erreichte sein Ziel mit 22 Prozent Ladung verbleibend nach einer Fahrt über 82,3km, was einem effizienten Verbrauch von 7,58Wh pro km entspricht.

Der Akku ist herausnehmbar, was bedeutet, dass er hinter einem Tresen, in einem Café oder in einem Haus aufgeladen werden kann. Diese Flexibilität half dem Fahrer, ein sehr windiges Wochenende zu überstehen. Er vermisste es nicht, den optionalen 480Wh-Akku-Extender zu verwenden.

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Was am TL Carbon gut funktioniert

Die Stärken des TL Carbon sind leicht aufzuzählen:

  1. Es meistert technische Trails mit Zuversicht.
  2. Das Avinox-Antriebssystem ist leistungsstark und kompakt.
  3. Die Reichweite ist ausgezeichnet, besonders angesichts der Beladung.
  4. Es kann ein Kind in den Kindergarten bringen und Trails hinunterrasen.

Das Fahrrad basiert auf demselben Avinox-Antriebssystem, das vor einigen Jahren die Mountainbike-Industrie aufmischte, als eine Ablegerung von DJI den Markt mit seinen kleinen, leistungsstarken Motoren aufmischte. Das TL Carbon ist weniger leistungsstark als das PX Carbon Pro, das der Tester im Sommer testete, aber seine Wurzeln im Bereich E-Mountainbike sind unverkennbar.

Die Kompromisse sind überall vorhanden

Die Probleme beginnen, wenn man sich die Details ansieht. Das 27,5-Zoll-Vorderrad fährt über Wurzeln und Steine schlechter als die 29-Zoll-Reifen, die man an modernen Mountainbikes findet. Es gibt zwar Platz, um einen 29er auszutauschen, aber das Zubehör, das das Fahrrad in der Stadt praktisch macht, ist nicht für eine schnelle Entfernung ausgelegt. Das Ausrüsten des Fahrrads für den Voll-eMTB-Betrieb kann 30 Minuten oder länger dauern, und dann noch einmal, um in den Stadtmodus zurückzukehren. Es ist ein Fahrrad, das in beide Richtungen Engagement erfordert.

Warum das TL Carbon ein Kompromissfahrzeug ist

Das TL Carbon ist ein eSUV, genauso wie ein Jeep mit Ledersitzen und einer Stereoanlage ein Stadtauto ist. Es hat die richtigen Teile, aber sie sind für die falsche Umgebung angeordnet. In der Stadt schreien der Gasdämpfer, die Fox-Branding und die breiten Noppenreifen „teuer“ und lassen das Fahrrad von einfachen Stadträdern abheben. Das ist nicht ideal in Gegenden, in denen Fahrradklau ein Problem ist.

Der Tester würde sich nicht wohlfühlen, es über Nacht auf der Straße in Amsterdam abzustellen, wo es normalerweise üblich ist, ein Fahrrad draußen anzuschließen. Amflow stattet das Fahrrad zwar mit Apple Find My aus, falls man es orten muss, aber das ist ein Trost, keine Lösung.

Die Reifen sind der größte Nachteil

Die Maxxis Crossmark II-Reifen sind besser für Trails als für Asphalt geeignet. Sie erhöhen den Rollwiderstand und das Geräuschniveau bei Fahrten in der Stadt und verfügen nicht über die pannensicheren Eigenschaften von Reifen, die für Pendelstrecken und Touren entwickelt wurden. Das macht sie anfälliger für Platten durch Glas und Bauschutt auf Stadtstraßen. Das Noppenprofil sorgt auch dafür, dass schnelles Kurvenfahren auf Asphalt wackelig erscheint, obwohl die Noppen schließlich abnutzen.

Das TL Carbon hat keinen Kettenkasten. Das ist zwar für Mountainbiking in Ordnung, aber in der Stadt ist es lästig, da ein freiliegendes Antriebssystem Hosen und Röcke verfangen kann. Der Tester beschreibt das Fahrrad als „Diebstahlmagnet“, und die Kombination aus sichtbarem Wert und freiliegenden Komponenten hilft nicht.

Wie das TL Carbon im Vergleich zu anderen eSUVs abschneidet

Das TL Carbon ist in dieser Nische nicht allein. Cowboy hat sein Cross im Jahr 2024 auf den Markt gebracht, und der Tester weist darauf hin, dass eSUVs immer beliebter werden. Canyon, Specialized, Riese & Müller und jetzt Amflow stellen alle Versionen derselben Idee her.

Der Tester verglichen das TL Carbon mit seiner eigenen Erfahrung mit dem PX Carbon Pro, wobei er feststellte, dass das neuere Fahrrad weniger leistungsstark, sportlich und federnd ist als das ältere Modell. Aber die Wurzeln des eMTB sind in beiden Modellen klar erkennbar.

Das Urteil zum TL Carbon

Das TL Carbon ist ein fähiges Crossover-E-Bike für 3499 € / 3899 $. Es kann während der Woche Lebensmittel einkaufen und am Wochenende Trails erobern. Aber es ist ein Kompromissfahrzeug. Es fühlt sich auf Trails wohler als in der Stadt, und die Accessoires, die es in der Stadt praktisch machen, erhöhen das Gewicht erheblich und erschweren es, es zu reduzieren.

„Wenn das Amflow TL Carbon Ihr einziges Fahrrad ist, erledigt es die Aufgabe sicherlich in städtischen Umgebungen. Aber es ist ein bisschen so, als würde man Ledersitze und ein Autoradio in einen Jeep aus dem Zweiten Weltkrieg setzen und ihn dann als Stadtwagen bezeichnen.“

Das ist die abschließende Bewertung des Testers.

Kennzahlen Box

  • Preis: 3499 € / 3899 $
  • Batterie: 800Wh, optional mit 480Wh Erweiterung
  • Motor: Avinox M2, 125Nm Drehmoment, 1100W maximale Leistung
  • Gewicht: 19,2kg (42,3lbs) beladen, 90kg Fahrer, 20kg Ausrüstung
  • Reichweite: 7,58Wh pro km (12,2Wh pro Meile)
  • Fahrstrecke: 170km (106 Meilen), 70 Prozent Asphalt, 20 Prozent Schotter, 10 Prozent Single-Track
  • Längster Tag: 82,3 km (51,1 Meilen), 22 Prozent Restladung

Quelle: „Können E-Bikes für ‘eSUVs’ wirklich von Trails in die Stadt kommen?“, The Verge.

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